Organspende

ORGANSPENDE


Organspendeausweis – Eignung und offene Fragen

Die bereits 2012 angekündigten Organspende-Ausweise werden sein Monaten von den Krankenkassen an die Versicherten verschickt.

Meist gehören dazu Zusatzinformationen, die darauf ausgerichtet sind, die Notwendigkeit von Organspende und Transplantation überzeugend darzustellen.

Es wird in diesen Organspende-Informationen ausschließlich einseitig herausgestellt, wie viele Menschen ein transplantiertes Organ brauchen, wie viele zu transplantierende Organe - infolge der durch die Skandale zurückgegangenen Spendenbereitschaft- fehlen, wie viele Menschen infolge des berechneten Mangels an Organen täglich sterben, und wie viele Menschen im Alter von 14-75 Jahren spendenbereit sind.
Die Zusendung der Ausweise erscheint als freundliche Hilfestellung, um Spendenwilligen den Zugang zu den ohnehin gewünschten Organspende-Ausweisen zu erleichtern.

Informationen über Kriterien zur tatsächlichen Eignung als Organspender bzw. Organempfänger und über die Risiken und zu bedenkenden Standards bei der Organentnahme sucht man in den zu den Organspende-Ausweisen mitgeschickten Informationen jedoch vergeblich.

Weder wird in den – mir vorliegenden - Organspende-Informationen darüber informiert – s. Aufklärungspflicht lt. Medizinrecht! -, wer als Organspender und Organempfänger geeignet ist, noch werden die existierenden Risiken für Spender UND Empfänger erwähnt.


Eignung zur Organspende und zum Organempfang

Die sehr wichtigen Hinweise, daß NICHT JEDER, der bereit ist, Organe zu spenden oder zu empfangen, auch dafür geeignet ist, sucht man in den umfangreichen Pro-Organspende-Infos leider vergeblich.

Nicht geeignet als Organspender sind z. B. Menschen mit einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Das sind – Zählstand von 2009 (Tendenz steigend) – mintestens 6% Morbus Basedow-Erkrankte und mindestens 12,5 % Morbus Hashimoto-Erkrankte, also mindestens 18,5% der Bevölkerung, die allein von ihrem eigenen Gesundheitszustand her überhaupt nicht als Organspender in Frage kommen.

Nicht geeignet als Organempfänger sind z.B. Menschen mit einer Jodallergie oder einer Jodempfindlichkeit, Überfunktion und sogenannten „Heißen Knoten“, bei denen die Implantation eines – über die Ernährung- jodhaltigen Organes zu einer krisenhaften d.h. lebensbedrohlichen Situation (z.B. anaphylaktischer Schock und thyreotoxische Krise) ) führen kann. Laut Expertenaussagen haben „40%...gefährliche Probleme mit der Schilddrüse“ (In: Gesund&Fit, 7/2010, S. 19ff.). Frauen sind häufiger betroffen als Männer.


Offene Fragen zur Organspende

Im Fragenkatalog der vermeintlich meist gestellten Fragen zur Organspende fehlen diejenigen Fragen, die

1) den Organspender - vor seinem endgültigen Tode nach der

Organentnahme – betreffen,
2) die möglichen riskanten Nachwirkungen einer Lebendspende und
3) die Risiken für den Organempfänger nennen.


Die noch offenen Fragen an die Krankenkassen und Politiker sind z.B.:


1) Organspender (nach Diagnose „Hirntod“)

a) Ist der Organspender - s. Aufklärungspflicht! – eingehend darüber informiert worden, daß er im Falle einer Hirntod-Diagnose
noch volle Empfindungsfähigkeit hat?

b) Erhält der Organspender eine Vollnarkose?
Menschen mit der juristisch definierten Diagnose „Hirntod“ sind keinesfalls „klinisch“ tot, sondern biologisch voll lebens- und
empfindungsfähig. Deswegen ist auch ihr Nervensystem voll funktionsfähig. Um Organspender vor unnötigen Qualen zu schützen
ist eine Vollnarkose für den gesamten Zeitraum der Organentnahme Pflicht.

c) Ist der Organspender - s. Aufklärungspflicht! – eingehend darüber informiert worden, daß ihn seine Bereitschaft, seine Organe
im Falle einer Hirntod-Diagnose zu spenden, von der Möglichkeit ausschließt, eine sogenannte
"Nahtoderfahrung“ mit anschließender Rückkehr ins Leben zu erleben?

Der sogenannte „Hirntod“ wird in den Erläuterungen zur Organspende meist als
absolut irreversibel dargestellt, was er aber durchaus nicht ist, s. Nahtoderfahrungen.

Etwa 5 % derjenigen Menschen die „klinisch“ tot waren – wird medizinisch als
tatsächlicher Todes- Zustand angesehen und ist noch nach dem vermeintlich
endgültigen „Hirntod“ angesiedelt – und wieder ins Leben zurückgekehrt sind,
berichten von ihrer sogenannten „Nahtoderfahrung“ (=NTE). Aber nicht alle
Menschen mit Nahtoderfahrungen berichten darüber. Die Zahl der tatsächlichen
NTE`s liegt also über den dokumentierten 5%.

d) Wird der Organspender vor der Organentnahme daraufhin untersucht, ob er zu der nicht für eine Organspende in Frage kommenden Personengruppe mit Autoimmunerkrankungen (auch bei latentem Verlauf) der Schilddrüse gehört?



2) Organspender (lebend) – Gefahr von Unterfunktion infolge Nierenfunktionsstörung durch Verbleib von nur noch 1
Niere

a) Ist der Organspender - s. Aufklärungspflicht! – eingehend darüber informiert worden, daß es nicht ausgeschlossen werden
kann, daß auch bei ursprünglich nierengesunden Spendern von Nieren an Verwandte nach der Organentnahme und dem Verbleib nur noch einer Niere ein Symptom oder mehrere einer Unterfunktion (s. unten stehender Artikel, unter:
www.jod-kritik.de/Krankheiten durch Jod) auftreten kann?

Vor jeder Nierenspende an einen Angehörigen sollte deshalb mit dem behandelnden Arzt auch ausführlich

über
mögliche Folgen der Nierenspende für den lebenden Nierenspender gesprochen werden.

3) Organempfänger

a) Ist der Organempfänger - s. Aufklärungspflicht! – eingehend darüber informiert worden, daß er gemäß des sogenannten
„Zell-Gedächtnis-Syndroms“ nach einer Organtransplantation mit z.T. gravierenden Veränderungen seines Charakters
rechnen muß?

b) Ist der Organempfänger – s. Aufklärungspflicht! - eingehend darüber informiert worden, daß „die Krebsrate bei diesen
Patienten massiv erhöht“ ist? (zitiert aus: „idea-spektrum Nr. 7/2011“, 16.02.2011, veröffentlicht in: Zeitschrift „Der Theologe“,
Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 17: Organtransplantation – Die verschwiegenen Leiden von Organspender und organempfänger,
Wertheim 2005, zit. Nach http://www.theologe.de/theologe17.htm, Fassung vom 29.07.2012)


Literatur:
Weitere Informationen zur Problematik der Organspende und zu Alternativen s. „Organspende im Zwielicht“, Auszug aus dem Artikel „Organspende“ im Anhang von Dagmar Braunschweig-Pauli „Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum“, 3. Aktualisierte Auflage, Trier, Dezember 2012.

http://www.jod-kritik.de/aktuelles-zum-thema-jod/aktuelles-im-detail-/index.html

Artikel: Nierenfunktionsstörungen und in ihrer Folge Unterfunktion durch zuviel Jod
Bei Nierenfunktionsstörungen* Unterfunktion (=Hypothyreose) durch hohe Jodzufuhr möglich.Japanische Wissenschaftler haben entdeckt, daß "Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion offenbar besonders gefährdet" sind, "an einer jodinduzierten Hypothyreose zu erkranken. ... Eine hohe alimentäre Jodzufuhr kann deshalb bei Nierenkranken die Entstehung einer Hypotherose begünstigen. Sie ist durch Jodrestriktion einfach zu behandeln." (zitiert aus: Sato, K. et al.: "Jodinduzierte Hypothyreose bei Nierenfunktionsstörungen", 1992, in: "Die Schilddrüse. Ausgewählte Referate der Jahre 1992 bis 1995, Merck KGaA, Darmstadt, S. 100/101)
Symptome der Unterfunktion (=Hypothyreose): Alle körperlichen Funktionen verlangsamen sich, der Mensch ist überdurchschnittlich müde, unkonzentriert (wie Watte im Kopf), das Denken fällt schwer, er friert, hat Verstopfung, nimmt an Gewicht zu, seine Blutfettwerte steigen, sein Herzmuskel wird geschädigt, er wird depressiv, oft verändert sich auch seine Persönlichkeit infolge dieser gesundheitlichen Beschwerden.

Komplikationen: "Atemnot, Bronchialobstruktion, Atemstörungen während des Schlafs sowie Hyperkapnie und sogar respiratorische Insuffizienz" (zitiert aus: Siafakas, N.M. et al. "Geschwächte Atemmuskulatur bei Hypothyreose", 1992, in: "Die Schilddrüse. Ausgewählte Referate der Jahre 1992 bis 1995, Merck KGaA, Darmstadt, S. 96)

*Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß auch bei ursprünglich nierengesunden Spendern von Nieren an Verwandte nach der Organentnahme und dem Verbleib nur noch einer Niere ein Symptom oder mehrere der oben genannten Symptome einer Unterfunktion auftreten.

Vor jeder Nierenspende an einen Angehörigen sollte deshalb mit dem behandelnden Arzt auch ausführlich über mögliche Folgen der Nierenspende für den Nierenspender gesprochen werden.

Literatur

Sato, K. et al.: "Jodinduzierte Hypothyreose bei Nierenfunktionsstörungen", 1992, in: "Die Schilddrüse. Ausgewählte Referate der Jahre 1992 bis 1995, Merck KGaA, Darmstadt, S. 100/101.

Siafakas, N.M. et al. "Geschwächte Atemmuskulatur bei Hypothyreose", 1992, in: "Die Schilddrüse. Ausgewählte Referate der Jahre 1992 bis 1995, Merck KGaA, Darmstadt, S. 96.

Braunschweig-Pauli,D.: "Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod. Das Lexikon der Jodkrankheiten", Herbig-Verlag München, 1.-6. aktual. Aufl. 2003/2013, S. 193/194.
Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., 26.04.2013

Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., 15. 07. 2013