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Aktuelles im Detail ...

Willkommen

Willkommen auf der neu gestalteten Website gegen die heimliche Zwangsjodierung unserer Lebensmittel, der offiziellen Website von "Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken" in Trier.

Auf dieser Website finden Sie wichtige Informationen zur sogenannten "Jodsalzprophylaxe", die durch die nahezu vollständige Jodierung von Viehfutter - leider auch oft im Biobereich - praktisch zu einer Zwangsjodierung geführt hat.

Denn tierische Produkte wie Milch, Butter, Quark, Joghurt, Käse, Eier etc. und Folgeprodukte, die infolge der Jodfütterung zusätzliche - hohe! - Jodmengen enthalten, müssen nicht als jodiert deklariert werden.

Mit anderen Worten: es gibt einen großen Bereich von Lebensmitteln mit tierischen Bestandteilen, auf deren Deklaration zwar kein Jod auftaucht, die aber über das jodierte Futter durchaus hohe, teilweise sogar sehr hohe Jodgehalte enthalten.


"Ich will essen, ohne tot vom Stuhl zu fallen!"
Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. gegenüber der Journalistin Christine Cüppers vom Trierischen Volksfreund während des Interviews für den Zeitungsbericht über die Musikwissenschaftlerin und ihre ehrenamtliche Tätigkeit für jodgeschädigte Menschen unter der Rubrik "Menschen ... ganz nah!" des Trierischen Volksfreundes vom 6. Juli 2008.

Krebs durch Überjodierung


Überjodierung unterstützt Krebsentwicklung


Laut einer Meldung in der Berliner Morgenpost vom 04. Februar 2014 steigen die Zahlen von Krebserkrankungen stark an.

Eine der möglichen Ursachen dafür wird auch in falschen Ernährungsgewohnheiten vermutet.
Zitat: „Forscher warnen vor allem vor falscher Ernährung“ (s. Artikel: „Krebserkrankungen steigen weltweit an. WHO empfiehlt besser koordinierte Vorsorge. Forscher warnen vor allem vor falscher Ernährung.“ In: Berliner Morgenpost vom 04.02.2014, Quelle: dpa/AFP)

Offensichtlich sind internationale Forscher auf ihrer Suche nach Krebsauslösern auch auf die wissenschaftliche Studie der beiden deutschen Ernährungswissenschaftler Professor Lathia und Professor Kloepp von 1987 gestoßen, in der Jod als derjenige Zusatzstoff in Lebensmitteln beschrieben ist, der am kanzerogensten wirkt.

Hier folgt der u.a. auch auf diesen wissenschaftlichen Ergebnissen fußende Artikel „Brustkrebsrisiko durch Jodsalz und Schilddrüsenhormone“, der spätestens seit 2000 (u.a. in „Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum“) in Deutschland auch weiteren Kreisen bekannt geworden ist:

Brustkrebsrisiko durch Jodsalz und Schilddrüsenhormone
Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Journalistin/Sachbuchautorin, Trier, März 2000/2012

In der internationalen Nitrosaminforschung ist es seit fast 30 Jahren bekannt, daß Jod die Nitrosaminbildung um das 6-fache erhöht. Dieser Effekt wird noch gesteigert, wenn Jod im menschlichen Körper mit anderen Katalysatoren zusammen trifft, wie z.B. Thiozyanat, das im Speichel vorkommt, oder Chlorogensäure, die im Kaffee enthalten ist (s. Lathia, D./Kloepp, D.:
Einfluß von Nahrungsinhalts- und zusatzstoffen auf die Nitrosaminbildung unter physiologischen Bedingungen – ein kurzer Überblick. In: Ernährung (Nutrition) Bd. 11, Nr. 2, 1987)

Speziell das Brustkrebsrisiko scheint durch Jod, vor allem in Form von Jodsalz, deutlich erhöht zu werden. Susun S. Weed schreibt dazu in ihrem Buch: Brustgesundheit. Naturheilkundliche Prävention und Begleittherapien bei Brustkrebs, Orlanda-Verlag 1997, S. 49: „Wenn Erwachsene jedoch durch zusätzliche Jodzufuhr – wie z.B. Jodsalz – ihren Bedarf überschreiten, steigt auch ihr Brustkrebsrisiko.“

Schilddrüsenhormone, die z. Teil ja auch an Jod gebunden sind, führen ebenfalls zu einem deutlich erhöhten Brustkrebsrisiko. H. P. T. Ammon fügt deshalb im Kapitel „Hormone der Schilddrüse“ ein Sonderkapitel „Kanzerogenität“ ein: „Eine Studie an 5500 unter Schilddrüsenhormonbehandlung stehenden Patientinnen, bei denen eine Mammographie durchgeführt wurde, ergab, daß bei 635 Brustkrebs vorlag. Dies ist eine Rate von 12%. … Bei denen, die Schilddrüsenhormone über 15 Jahre bekommen hatten, lag die Krebsrate sogar bei 19,5% ...“ (s. H.P.T. Ammon: Arzneimittelneben- und wechselwirkungen. Ein Handbuch für Ärzte und Apotheker, Stuttgart 1991, S. 889).

Unter diesem Aspekt ist die gegenwärtige Schilddrüsentherapie, die großzügig Schilddrüsenhormone als Langzeittherapie einsetzt, kritisch zu beurteilen.

Gynäkologen berichten jedenfalls über ein rätselhaftes Ansteigen von Brustkrebs.

Als eine Art unbeabsichtigter Tierversuch stellt sich die Jodanreicherung von Vogelfutter dar. Laut Pressebericht (in: Trierischer Volksfreund, 11.2.2000) sterben bereits 30% aller Wellensittiche an Krebs.



Weitere wissenschaftliche Quellen für die krebserregende Wirkung von Jod in Lebens- und Futtermitteln finden sich genannt in:

D. Braunschweig-Pauli: Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod, Herbig Verlag München 2003/2006/2008!2010/2013, S. 141- 144.
D. Braunschweig-Pauli: Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum, 1. Aufl . Andechs 2000/ 3. Aktual. Aufl. Trier 2012, Kapitel 40: „Jod ist krebserregend“, S. 210-222.
D. Braunschweig-Pauli: Krebskrank durch Jod ( in: Dagmar Braunschweig-Pauli: Die Jodartikel-Sammlung, Trier 2011, S. 61- 65)

Copyrigth by Dagmar Braunschweig-Pauli M. A., Trier, den 5. Februar 2014.





Petition gegen die Zwangsjodierung


Die Petition gegen die Zwangsjodierung, die an dieser Stelle über einen Button mitgezeichnet werden konnte, wurde am 25. 01. 2014 vom Urheber geschlossen.
Die bis dahin von der automatischen Zählung (s. dazu Kommentar im Archiv) angezeigten 1.375 Unterschriften wurden gleichzeitig dem neuen Gesundheitsminister Hermann Gröhe übermittelt.

Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., 30.01.2014

Dauermedikament JOD in Lebensmitteln



Dauermedikament JOD

Dauermedikament Jod in Lebensmitteln gehört in die Anamnese

An dieser Stelle wird auf Symptome, Krankheitserscheinungen und Krankheiten eingegangen, die parallel zur sogenannten „flächendeckenden Jodsalzprophylaxe“ entweder ganz neu entstanden sind, oder in ihrer Entwicklung einen geradezu rasanten „Höhenflug“ erleben, weil „Das tägliche Medikament Jod im Brot, in Fleisch- und Milchprodukten, in Eiern, in Halb – und Fertigprodukten, über Joddung auch im Gemüse etc. … immer mit dabei" ist. "Aber erscheint es auch in jeder Anamnese als „Dauermedikament“, so daß aus diesem Wissen die individuelle Diagnose abgeleitet werden kann?
Die Folgen der häufigen Nicht-Beachtung von Jod als Krankheitsursache sind Symptome, deren Ursache Jod nicht erkannt wird, daraufhin Patienten-Odysseen von Arzt zu Arzt, Diagnosen, Medikationen und oft Therapien, die weder die tägliche Jodaufnahme noch ihre Menge(!) berücksichtigen, und schließlich, wie wir es gerade erleben, unnötig hohe Krankheitskosten im Einzelnen und extreme, sogar unbezahlbare Gesundheitskosten im Ganzen.“
(Zitiert vom Klappentext der Autobiografie „Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum“ von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., 3. aktual. Aufl. Trier, 2012).



Krankheiten durch Jod - Neue Themenreihe


Neue Themenreihe: Krankheiten durch Jod ausgelöst
Im folgenden werden in kurzen Fachartikeln von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. Symptome und Krankheiten erwähnt, deren Entstehung in der medizinischen Forschung mit einer hohen Jodzufuhr zusammengebracht und in der medizinischen Fachliteratur beschrieben wird, meist ohne daß diese Forschungsergebnisse bis jetzt allgemeiner - Ausnahmen gibt es natürlich! - Eingang in den Praxisalltag gefunden hätten.

1. Thema: Niere

Nierenfunktionsstörungen und in ihrer Folge Unterfunktion durch zuviel Jod

Bei Nierenfunktionsstörungen* Unterfunktion (=Hypothyreose) durch hohe Jodzufuhr möglich.Japanische Wissenschaftler haben entdeckt, daß "Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion offenbar besonders gefährdet" sind, "an einer jodinduzierten Hypothyreose zu erkranken. ... Eine hohe alimentäre Jodzufuhr kann deshalb bei Nierenkranken die Entstehung einer Hypotherose begünstigen. Sie ist durch Jodrestriktion einfach zu behandeln." (zitiert aus: Sato, K. et al.: "Jodinduzierte Hypothyreose bei Nierenfunktionsstörungen", 1992, in: "Die Schilddrüse. Ausgewählte Referate der Jahre 1992 bis 1995, Merck KGaA, Darmstadt, S. 100/101)

Symptome der Unterfunktion (=Hypothyreose): Alle körperlichen Funktionen verlangsamen sich, der Mensch ist überdurchschnittlich müde, unkonzentriert (wie Watte im Kopf), das Denken fällt schwer, er friert, hat Verstopfung, nimmt an Gewicht zu, seine Blutfettwerte steigen, sein Herzmuskel wird geschädigt, er wird depressiv, oft verändert sich auch seine Persönlichkeit infolge dieser gesundheitlichen Beschwerden.

Komplikationen: "Atemnot, Bronchialobstruktion, Atemstörungen während des Schlafs sowie Hyperkapnie und sogar respiratorische Insuffizienz" (zitiert aus: Siafakas, N.M. et al. "Geschwächte Atemmuskulatur bei Hypothyreose", 1992, in: "Die Schilddrüse. Ausgewählte Referate der Jahre 1992 bis 1995, Merck KGaA, Darmstadt, S. 96)

*Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß auch bei ursprünglich nierengesunden Spendern von Nieren an Verwandte nach der Organentnahme und dem Verbleib nur noch einer Niere ein Symptom oder mehrere der oben genannten Symptome einer Unterfunktion auftreten.
Vor jeder Nierenspende an einen Angehörigen sollte deshalb mit dem behandelnden Arzt auch ausführlich über mögliche Folgen der Nierenspende für den Nierenspender gesprochen werden.

Literatur

Sato, K. et al.: "Jodinduzierte Hypothyreose bei Nierenfunktionsstörungen", 1992, in: "Die Schilddrüse. Ausgewählte Referate der Jahre 1992 bis 1995, Merck KGaA, Darmstadt, S. 100/101.

Siafakas, N.M. et al. "Geschwächte Atemmuskulatur bei Hypothyreose", 1992, in: "Die Schilddrüse. Ausgewählte Referate der Jahre 1992 bis 1995, Merck KGaA, Darmstadt, S. 96.

Braunschweig-Pauli,D.: "Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod. Das Lexikon der Jodkrankheiten", Herbig-Verlag München, 1.-6. aktual. Aufl. 2003/2013, S. 193/194.

Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., 26.04.2013





2. Thema: ADHS

Jodprophylaxe – Kein Herz für Kinder!

In der ARD-Sendung „Immer mehr Kinder nehmen schwere Psychopharmaka“ vom 20.10.08 wurde auf die schweren Nebenwirkungen von Medikamenten aufmerksam gemacht, die Kindern mit ADHS verordnet werden.

Meiner Kenntnis nach wurde in dem Bericht jedoch nicht darauf eingegangen, dass die oft einzige Ursache von vielen ADHS-Erkrankungen, die dann u.a. mit den in Ihrer Sendung genannten Medikamenten behandelt werden, das künstlich und in z.T. toxischen Mengen den Lebens- und Futtermitteln zugesetzte, jedoch nur in Spuren benötigte, Spurenelement „Jod“ ist.

In der Medizin ist es hinreichend bekannt, „dass alle auf die Hormontätigkeit der Schilddrüse wirkenden Stoffe, wie es das Jod ist, auch die Hyperaktivität begünstigen oder sogar auslösen können.“ (s. Dagmar Braunschweig-Pauli: „Die Jod-Lüge“, S.28)
Die speziellen jodinduzierten Symptome sind dabei: Übernervosität, Konzentrationsschwäche, Zappeligkeit (z.B. Zappelbeine, nicht still sitzen können), zitternde Hände, Hektik, Agressivität.

So bestätigten amerikanische Forscher den Zusammenhang zwischen der sogenannten Hyperaktivität und einer allgemeinen thyreoidalen Hormonresistenz dergestalt, „dass zwischen der genetisch genau definierten Symptomatik der allgemeinen Schilddrüsenhormonresistenz und der diagnostischen Entität der Konzentrationsstörung mit Hyperaktivität eine Verknüpfung besteht.“ (s. „Die Schilddrüse, S. 311, zitiert in Dagmar Braunschweig-Pauli: „Die Jod-Lüge“, S. 27)

Tatsächlich wird bei Untersuchungen von hyperaktiven Kindern ein Jodüberschuß festgestellt, dessen Ursache nur die extrem überhöhten, weil künstlich zugesetzten Jodmengen in deutschen Fleisch- und Milchprodukten, Halb- und Fertiggerichten, Schokolade, Eis etc. sein kann.

Denn allein in 1 Liter deutscher Milch bzw. entsprechendem Milchprodukt sind – über die dem Viehfutter ab 2006 erlaubter Maßen – von vorher 10 mg auf 5mg Jod/kg Futtermittel abgesenkten (!) - zugesetzten Jodmengen 1380 Mikrogramm Jod.

Der von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) errechnete Tagesbedarf an Jod liegt jedoch für Kinder von 1-9 Jahren bei 100-140 Mikrogramm Jod, und bei Kindern ab 10 Jahren bei 180-200 Mikrogramm Jod/Tag.

Es muß hierbei betont werden, dass diese Werte nur angenommene, d.h. nicht diagnostisch belegte Durchschnittswerte sind, von denen die individuellen Jodbedarfswerte der einzelnen Individuen beträchtlich abweichen können, vor allem nach unten!

Offensichtlich brauchen die meisten Menschen – Erwachsene und Kinder – weit weniger Jod, als die die Jodierung der Lebens-und Futtermittel empfehlenden gesundheitspolitischen Verantwortlichen meinen, denn die jodinduzierten Erkrankungen sind in Deutschland seit Beginn der „flächendeckenden“ Jodierung der Lebens- und Futtermittel ab 1985/86 in den zweistelligen Millionenbereich angestiegen.
Bis 2006 waren schon 10 % der Bevölkerung allein an den jodinduzierten Autoimmunerkrankungen Morbus Basedow (4%) und Morbus Hashimoto (6%) erkrankt. (s. „Die Jod-Lüge“, S. 15).

Die Zahl der hyperaktiven Kinder hatte sich bereits bis 2002 verzehnfacht. (s. „Die Jod-Lüge, S. 26)

Die Medikation von ADHS und die mit ihr verbundenen Risiken und Nebenwirkungen kann man m.E. nur zusammen mit dem Erstauslöser des Problems, dem zusätzlichen Jod in toxischen Mengen in deutschen Lebens- und Futtermitteln, beurteilen: wenn der Krankheitsverursacher „zusätzliches Jod“ in Salz, Lebensmitteln und Viehfutter ausgeschlossen wird, gibt es folglich weniger jodinduzierte Hyperaktivität, was wiederum zu weniger ADHS-Medikation führt.
Und viele Kinder würden dann nicht mit so schweren Psychopharmaka behandelt.

ADHS ( - und mit ihr alle anderen jodinduzierten Erkrankungen -) ist überall dort, wo künstlich jodiert wird, ein in vielen Fällen selbstgemachtes Problem.

copyrigth by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A.,Trier, den 10. Dezember 2008,
Zuschauerbrief von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. an die ARD-Redaktion, Report Mainz, auf die ARD-Sendung vom 20.10. 08 über die Medikamentierung von verhaltensauffälligen Kindern







3. Thema: Hashimoto

Hashimoto ist jodinduziert

Interview über Morbus Hashimoto mit Professor. Dr. med. Jürgen H. Hengstmann, Berlin.Die Fragen stellte Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. Trier am 12. 01./ 10.04. 2013 Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Professor Dr. med. Hengstmann darf dieses Interview auf der Website www.jod-kritik.de veröffentlicht werden. An dieser Stelle bedanke ich mich sehr herzlich bei Herrn Professor Dr. med. Hengstmann dafür, daß er sich die Zeit zu diesem Interview genommen und es für diese Website der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Baseodw- und Hyperthyreosekranken, Trier, zur Verfügung gestellt hat.Thema: Morbus Hashimoto„Augen auf im Jodverkehr“
Sehr geehrter Herr Prof. Hengstmann, herzlichen Dank auch im Namen der steigenden Zahl von Jodgeschädigten, daß Sie sich Zeit für dieses Interview zum Thema „Morbus Hashimoto“ genommen haben. Sie haben diese Autoimmunerkrankung wiederholt als „die Seuche des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet, und wer sich heute über diese Schilddrüsenerkrankung informieren möchte, stößt sehr schnell auf Ihren Namen. Auf Grund Ihrer international bekannten wissenschaftlichen Tätigkeit, Vorträgen und Interviews und von Ihnen betreuten Doktorarbeiten gelten Sie als einer der erfahrensten Schilddrüsenspezialisten Deutschlands und darüber hinaus auch im Ausland.

1. Frage: Sie werden vielfach auch von Jodgeschädigten und Journalisten aus dem europäischen Ausland angerufen und um Ihren medizinischen Rat gebeten. Aber wie kam es dazu, daß unter der Vielzahl von Schilddrüsenerkrankungen ausgerechnet Hashimoto zu Ihrem Spezialgebiet wurde?
Hengstmann: Das liegt daran, daß ich viele Jahre die Schilddrüsenambulanz des Krankenhauses Am Urban in Berlin geleitet habe. 20 % meiner Patienten dort – das waren immerhin gut 400 Menschen - hatten Hashimoto.
Durch die Vielzahl der Hashimoto-Erkrankungen in meiner Schilddrüsenambulanz bin ich auf die Bedeutung von Hashimoto aufmerksam geworden.

2. Frage: Herr Professor Hengstmann, wodurch wird Hashimoto ausgelöst bzw. bei genetischer
Veranlagung bereits in jungen Jahren statt im hohen Alter ausgelöst?
Hengstmann: Wie ich bereits in meinem Interview bei RBB Quivive Thema
Jod - zu wenig oder zu viel? aus dem Jahre 2007 (nachzusehen im Internet
bei: http://www.youtube.com/watch?v=hsn19BNmqs8) gesagt habe,
ausschließlich durch Jod und zwar durch die Überjodierung bei genetischer
Disposition
.
Die Menge macht es, weswegen im Schnitt über 170
Mikrogramm Jod/ Tag nicht überschritten werden sollen!
Der tägliche Jodbedarf hängt vom Körpergewicht ab, deshalb kann er individuell durchaus auch unter den 170 Mikrogramm liegen.

3. Frage: Herr Professor, wie entwickelt sich Hashimoto, und was sind ihre ersten Warnzeichen? Bei
Frauen und bei Männern?
Hengstmann: Hashimoto beginnt mit einer Überfunktion, entwickelt sich dann innerhalb von ca. 10 Jahren meist ohne erkennbare Symptomatik, in denen sich die Schilddrüse selber zerstört, und endet in einer Unterfunktion.
Zu Ihrer Frage nach Hashimoto-Warnzeichen bei Frauen: wenn junge Frauen nicht schwanger werden, sollte an Hashimoto gedacht werden. Hashimoto führt zu Unfruchtbarkeit. Dann sind die TSH-Werte zu hoch, wodurch es unmöglich ist, schwanger zu werden.
Weitere Warnzeichen bei Frauen sind Störungen der Menstruation, eine tiefe, rauhe Stimme, stumpfe Haare und Haarausfall, ein gestörter Fettstoffwechsel, Fettleibigkeit und Gefäßveränderungen.
Zu Ihrer Frage nach Hashimoto-Warnzeichen bei Männern: gestörter Fettstoffwechsel, Fettleibigkeit und Gefäßveränderungen und eine tiefe, raue Stimme..

4. Frage:
Hashimoto hat sich ja seit Beginn der Jodierung mit über 12,5% Betroffenen in Deutschland
(Stand von 2009) zu einer der häufigsten Schilddrüsen-Erkrankungen überhaupt entwickelt. Können Sie aufgrund Ihrer Erfahrung sagen, wie häufig Hashimoto-Erkrankungen in Deutschland ohne die
Hochjodierung
seit über 20 Jahren wären?
Hengstmann: Ganz ganz selten. Das waren früher – ohne die beweisenden diagnostischen Möglichkeiten die, wie wir Mediziner sagten - „Fälle für den Hörsaal“. Aber bei hoher Jodzufuhr durch Jodsalz und jodierte Lebens- und Futtermittel, wie sie seit über zwanzig Jahren in Deutschland praktiziert wird, tritt Hashimoto sehr viel früher, oft Jahrzehnte früher auf.
Etwa 20-30% der Bevölkerung insgesamt sind Menschen mit der genetischen Veranlagung für die Autoimmunerkrankung Morbus Hashimoto. Diese Erkrankung tritt in jodarmen Gegenden, wie früher Deutschland oder viele andere Gebiete auf der Welt, wenn überhaupt, erst im höheren Alter ab ca. 70 Jahren auf. Das hängt mit der Jodaufnahme zusammen: in jodarmen Gegenden tritt bei genetischer Disposition Hashimoto ganz ganz spät auf.

5. Frage: Was raten Sie Hashimoto-Patienten?
Hengstmann: Jodkarenz! Jodkarenz! Mein Satz lautet immer „Augen auf im Jodverkehr!“ Ich rate meinen Patienten, ihre Ernährung zu ändern – d.h. kein Jod, keine deutsche Milch, kein Sushi „ und nicht nach Japan versetzen lassen“.
Und bei Frauen im gebärfähigen Alter sind die zwei wichtigsten Fragen, ob eine Schwangerschaft geplant ist und b) ob die Patientin bereits schwanger ist.

6. Frage: Wie kann Hashimoto diagnostiziert werden?
Hengstmann: Hashimoto wird über die Antikörperwerte im Blut (TAK und
MAK) und mit farbkodierter Ultraschalluntersuchung diagnostiziert.
Das ist am Beispiel der unten folgenden Aufnahmen aus dem Aufsatz „Color
Doppler sonography in hypothyroidism“, von L.Schulz. Uwe Seeberger und
Jürgen H. Hengstmann in European Journal of Ultrasound 16 (2003) 183-189,
gut zu erkennen.

7. Frage: Wie therapieren Sie Patienten mit Hashimoto?
Hengstmann: Ich therapiere Hashimoto-Patienten mit Jodkarenz+Thyroxin+ Selen (unter Kontrolle des Serumspiegels!). Ausschlaggebend für die Dosierung von Thyroxin sind die TSH-Werte im Blut, die zwischen 0,4 und 1,0 mU/l liegen sollten.

8. Frage: Was passiert, wenn Hashimoto-Patienten sich konsequent ohne künstliche Jodzusätze – und
natürlich auch ohne Lebensmittel mit hohem natürlichen Jodgehalt – ernähren können und von Ihnen
die richtige medikamentöse Behandlung erfahren?
Hengstmann: Dann kommen 100% in eine sogenannte euthyreote Stoffwechsellage und es geht nur ganz wenig weitere Schilddrüse kaputt. Die Menschen können uralt werden. Wichtig: ist eine dreimalige Kontroll-Untersuchung von TSH und f-T4 Untersuchung im Jahr und, wenn nötig, Selen. Zeitgleich mit Thyroxin dürfen keine Eisentabletten und keine kalziumhaltigen Lebensmittel eingenommen werden!

9. Frage: Gibt es auch Kinder, die durch die Hochjodierung bereits Hashimoto entwickeln?
Hengstmann: Ja, Hashimoto kommt auch bei Kindern vor. Auch bei ihnen dauert es ca. 10 Jahre, bis sich die ersten Hashimoto-Symptome zeigen.

10. Frage: Was raten Sie Eltern von Kindern mit Hashimoto?
Hengstmann: Jodkarenz, denn je früher Hashimoto erkannt wird, umso wichtiger ist die Jodkarenz

11. Frage: In meiner SHG wird immer danach gefragt, wie man das zuviel gespeicherte Jod wieder
ausleiten kann. Was raten Sie?
Hengstmann: Ich rate dazu, viel zu trinken, etwa 4-6 Liter Flüssigkeit – am besten ist Wasser oder Tee – zu trinken. Das schwemmt das Überangebot von Jod wieder aus.

12. Frage: Welche Dissertationen über Hashimoto, die Sie betreut haben, erscheint Ihnen
richtungsweisend?
Hengstmann: Es ist die Doktorarbeit von Tom Wuchter, mit der er 2007 an der
Berliner Charitè promoviert wurde. Sein Thema hieß „Einfluss der renalen
Elimination auf die Serumspiegel des nicht hormongebundenen Jods bei
Patienten mit Morbus Hashimoto“, und Wuchters Ergebnisse, zu denen er
gelangte, zeigen deutlich, wie sehr die hohe Jodaufnahme über jodierte
Lebens- und Futtermittel die Entwicklung von Hashimoto begünstigt. Eine
sehr wichtige Dissertation, die jeder Kollege, der Schilddrüsenpatienten hat,
kennen sollte.

13. Frage: Wie gut ist Ihrer Meinung nach der Informationsstand unter Ihren Berufskollegen was
Hashimoto und der Zusammenhang dieser Krankheit mit der Hochjodierung angeht?
Hengstmann: …bitte die nächste Frage.

14. Frage: Was wünschen Sie sich von der Gesundheitspolitik im Hinblick auf die ja offensichtlich völlig
aus dem Ruder gelaufene „generelle Jodsalzprophylaxe“?
Hengstmann: Vernunft! Vernunft! Vernunft! darin, was seit 1531 bekannt ist, endlich zu realisieren: „Sola dosis facit venenum“, übersetzt heißt das: „Nur die Menge macht das Gift“.

15. Frage:
Was wünschen Sie sich von Ihren Fachkollegen in Bezug auf Hashimoto und anderen
jodinduzierten Erkrankungen wie Basedow, Überfunktion etc.?
Hengstmann: Ich wünsche mir, daß Mediziner mehr Kontakte mit ihren Patienten haben zum Austausch wichtiger Tatsachen, nämlich der Kenntnis von Grundbedingungen, daß z.B. wenig Jod bei Morbus Basedow und Überfunktion erforderlich ist. Wenn man sich als Arzt nicht um die geringe Jodaufnahme kümmert, sind mehr Thyreostatika nötig, bei denen katastrophale Nebenwirkungen möglich sind. Die Mengen der zu verordnenden Thyreostatika bei Basedow und Überfunktion sind abhängig von der aufgenommenen Jodmenge, d.h.: viel Jod – viel Thyreostatika.

16. Frage: Was wünschen Sie sich für die Entwicklung der Medizin in Deutschland?
Hengstmann: Vernunft! Vernunft! Vernunft! und eine gute Ausbildung auch in zwischenmenschlichen Beziehungen.

17. Frage:
Was möchten Sie Ihren Fachkollegen, Jungmedizinern und Medizinstudenten ans Herz legen?
Hengstmann: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst sollte das Motto der Medizin sein. Das ist der wichtigste Grundsatz, da bin ich sehr strikt.

18. Frage:
Was wünschen Sie sich für Ihre Lebensarbeit, die in besonderem Maße mit der Erforschung
von Morbus Hashimoto verknüpft ist?
Hengstmann: Daß das Gerede von der Gefährlichkeit der Therapie nicht das erste sein sollte, woran man denkt, sondern die vielgestaltige Therapie derart, daß sie möglichst wenig Nebenwirkungen hat. Und erklären, erklären, erklären, nicht befehlen! Der Patient muß wissen, warum etwas geschehen soll.

Die Themenreihe wird fortgesetzt

Vortrag zum Jodvideo

Vortrag zum Jodvideo

DER VORTRAG ZUM VIDEO
30. Oktober 2011

Der im obigen Jodvideo mitgeschnittene Beitrag sowie das Interview der Buchautorin Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., wurde während ihres Vortrages „Jodsalz, nein danke. Wie wir unserer Schilddrüse schaden.” am 20. November 2010 in Garmisch-Partenkirchen (Katholisches Pfarrheim St. Martin, Burgstr. 17) aufgezeichnet.

Der Grund für diesen Vortrag war die Idee von Frank Rösner, FDP (jod-info.blog.de), ein Video über die Jodproblematik erstellen zu lassen, in dem, anders als in der bekannten Jodwerbung, endlich auch mehr über die Risiken und Nebenwirkungen der sogenannten „generellen Jodsalzprophylaxe” zu erfahren sein sollte.

Mein Vortrag war eine kritische Auseinandersetzung mit der in Deutschland unter dem Begriff „generelle Jodsalzprophylaxe” praktizierten medikamentösen Therapie, Salz und Lebensmittel zur angeblichen Verhinderung eines Kropfes mit Jod zu versetzen, ohne daß eine individuelle Untersuchung vorangegangen war, ohne daß die Einwilligung des einzelnen Betroffenen eingeholt worden wäre, und ohne irgendeine exakte Dosierungsmöglichkeit.

Die offizielle Version für diese Maßnahme stützt sich auf das Körnchen Wahrheit, daß jeder Mensch (und jedes Tier) individuelle Spuren (d.h.1-2 µg/Kg Körpergewicht) des Spurenelementes Jod braucht, um zu überleben und gesund bleiben zu können.

Die allgemein als Ausgangspunkt für diese Jodsalzprophylaxe geltende Behauptung, Deutschland sei ein Jodmangelgebiet, löst dann bei vielen Bürgern praktisch von selbst eine Art „Hamster-Reflex” aus. Denn man will diesen Mangel durch die - vermeintlich freiwillige - Verwendung von Jodsalz und jodierten Lebensmitteln natürlich unbedingt beheben.

Diese Vorstellung, ein ganzes Land sei ein Jodmangelgebiet, schürt Angst und suggeriert den meisten Bürgern sehr überzeugend die Notwendigkeit, dieser Jodmangel müsse selbstverständlich behoben werden, und am besten über die Ernährung, natürlich in allen Lebensmitteln, um nur ja auf „Nummero Sicher” zu gehen , genau wie es die Gesundheitspolitiker vorschlagen.

Das alles klingt so überzeugend, daß Zweifel an den von den Gesundheitsbehörden und vielen Medizinern vorgebrachten Argumenten bis jetzt nur selten aufkamen.

Die Jodwerbung wurde schließlich zu einer Art Selbstläufer: überzeugte Bürger informierten andere mit großem Eifer darüber, warum wir alle jodiertes Salz und Lebensmittel essen müßten. Und wenn jemand sich kritisch über die Jodierung äußerte, reagierten viele ungehalten, oft sogar verärgert bis aggressiv, so als hätten sie Angst, jemand könne ihnen ihr kostbares Jod wieder wegnehmen.

Ein empörter „Jod-Jünger” fauchte mich einmal an: „Sie wollen wohl, daß ich einen Kropf bekomme?” - Ich lachte. „Natürlich nicht”, antwortete ich, „aber wenn Sie beispielsweise ein Abführmittel brauchen, muß ich es dann auch nehmen, auch wenn ich es gar nicht brauche?”

Die Jodmangelthese hat es geschafft, die unumstößlichsten medizinischen Grundlagen außer Kraft zu setzen:
Sie verhindert die individuelle, dosierte, freiwillige Medikation.
Über das Beispiel „Jod-Jünger und Abführmittel” lacht man vielleicht zuerst, aber es ist ein Lachen, das einem dann doch im Halse stecken bleibt.

Bei der Behauptung, Deutschland sei ein „Jodmangelgebiet”, handelt es sich in Wirklichkeit um eine Pauschaldiaganose.
Sie verhindert die in der Humanmedizin unumgängliche individuelle Untersuchung samt individueller Diagnose.
Die ohne Mengenangabe praktizierte Jodierung von Salz und Lebens- und Futtermitteln verhindert die sonst im Arzneimittelrecht für medikamentös wirkende Stoffe verlangte exakte Dosierung, und sie ist ohne die freiwillig gegebene Einwilligung des Patienten.
Die allen Bürgern vom grünen Tisch aus verordnete medizinische Prophylaxe mit Jod versäumt es, die für eine medizinische Maßnahme erforderliche persönliche Einwilligung einzuholen, obwohl das laut §224 StGB „Gefährliche Körperverletzung” ist.

Einer medizinischen Therapie oder Prophylaxemaßnahme, wie es die Jodsalzprophylaxe ja ist, muß IMMER eine individuelle Untersuchung vorausgehen. Einer individuellen Untersuchung folgt die individuelle Diagnose. Bei der Prophylaxemaßnahme „Jodsalzprophylaxe” gibt es keine individuellen Diagnosen von allen ca. 80 Millionen Bundesbürgern einschließlich der Touristen etc.

Und nach individueller Untersuchung und individueller Diagnose muß der Patient – laut Medizinrecht (Quelle u.a.: Pschyrembel, 259 Aufl.S. 874f. „Körperverletzuung) – vom Arzt wahrheitsgemäß über ALLE Risiken und Nebenwirkungen einschließlich Spätfolgen aufgeklärt werden.
Bei der Prophylaxemaßnahme „Jodsalzprophylaxe” gibt es keine wahrheitsgemäße Aufklärung über ALLE Risiken und Nebenwirkungen einschließlich der Spätfolgen, die durch die Jodierung der Lebens- und Futtermittel verursacht werden können.
Damit bleiben ca. 80 Millionen Bundesbürger einschließlich der Touristen etc. über die Risiken und Nebenwirkungen der Jodsalzprophylaxe völlig uninformiert.

Nach individueller Untersuchung und Diagnose muß schließlich die persönliche EINWILLIGUNG des Patienten erfolgen, andernfalls ein medizinischer Eingriff, auch eine Prophylaxemaßnahme, „Gefährliche Körperverletzung” laut § 224 StGB darstellt.
Es fehlen bei der Prophylaxemaßnahme „Jodsalzprophylaxe” aber ca. 80 Millionen individuelle Einwilligungserklärungen aller Bundesbürger, der Eltern für ihre Kinder, einschließlich der Touristen für diese Maßnahme.
Aus diesem Grunde muß die Jodsalzprophylaxe laut Medizin- und Strafrecht als „Gefährliche Körperverletzung” laut §224 StGB angesehen werden.

Und trotz intensivster Jodwerbung fällt eine Menge Wissenswertes über die Jodierung unter den Tisch.

Sie erfahren meist nicht, daß nämlich auch dem Viehfutter künstlich Jod zugesetzt wird, und das bereits 8 Jahre vor Beginn der Salz- und Lebensmitteljodierung.
Der Tiermediziner und Jodbefürworter Prof. Dr. Gerd Flachowsky in Braunschweig schreibt bereits 1998, daß landwirtschaftliche Nutztiere nur 0,1 bis 1 mg Jod pro Kg Futter für den Erhalt ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit brauchen und meint, daß die Tiere durch die hohe Jodierung des Futters (von 1985-2006 waren es 10-100mg Jod/kg Futter, ab 2006 sind es „nur” noch 5 mg Jod/kg Futter) „ein Vielfaches des Bedarfes” bekommen (zitiert aus „Einflußmöglichkeiten der Tierernährung auf Inhaltsstoffe und Qualität von Lebensmitteln tierischer Herkunft”, in: Verbraucherdienst 43, 1998, S. 388-392).

Sie erfahren meist nicht, daß nicht alles Jod, das in den Lebensmitteln enthalten ist, deklariert werden muß, nämlich dann nicht, wenn es über die – meist heimliche Viehjodierung – in die Lebensmittelkette kommt, oder wenn die Lebensmittel lose verkauft werden, wie Back- und Wurstwaren.
Damit hatten Sie zu keiner Zeit die Chance selber zu entscheiden, ob Sie täglich Jod zu sich nehmen.
Die Frage, wieviel Jod Sie in Wirklichkeit zu sich nehmen, kann nur für Milchprodukte beantwortet werden: bei dem seit 2006 erlaubten Jodhöchstgehalt von 5 mg Jod/kg Futter gelangen 1522 µg Jod in 1 Liter Milch bzw. Milchrpodukt.

Bei einem täglichen Verzehr von deutschen Milchprodukten können Sie davon ausgehen, daß Ihre tägliche Jodaufnahme über den von der WHO als bedenklich angesehenem Grenzwert von 200 µg Jod pro Tag liegen.

Die in den Lebensmitteln enthaltene Menge an Jod wird nirgendwo deklariert, kann folglich auch nicht kontrolliert werden, weshalb die offiziell ausgegebenen sogenannten „Jodbedarfstabellen”, die ganz bestimmte Jodmengen für die verschiedenen Lebensalter angeben, eigentlich überflüssig sind.

Wissenswert: Die mir bekannten bis heute geltenden offiziellen Tabellen mit den angeblichen Jodmengen in Lebensmitteln geben die Jodmengen in tierischen Produkten vor 1985 an, also vor der Tierfutterjodierung, sind also veraltet. Und das sind sie - soweit ich das beurteilen kann - bis heute geblieben, denn sie sind meines Wissens in den letzten 26 Jahren noch nicht an die aktuellen Jodmengen in den Lebensmitteln infolge der inoffiziellen Viehfutterjodierung angepaßt worden, obwohl diese seit 1988 in der Wissenschaft (Köhrle et. al., s. Literaturliste) bekannt sind.

Auf Grund der nahezu lückenlosen Jodierung der Grundnahrungsmittel und vieler industriell hergestellter Lebensmittel kann niemand mehr frei entscheiden, ob er jodierte Produkte kaufen möchte oder nicht, auch dann nicht, wenn er aus gesundheitlichen Gründen kein zusätzliches Jod haben darf.

Im selben Jahr, als die offizielle Jodsalzkampagne 1993 in Deutschland gestartet wurde, veröffentlichte die WHO eine Weltkarte mit den jeweiligen Jodmangelländern. Deutschland ist nicht darunter, sondern wird sogar als „optimal jodversorgt” angegeben.



Die „Jodsalzprophylaxe” wirft viele Fragen auf:

Wo bleibt das demokratische Freiwilligkeitsprinzip, wenn man sich nicht mehr frei für oder gegen eine medizinische Maßnahme entscheiden kann?

Wer stellt eigentlich die „Jodsalzprophylaxe” außerhalb des Straf- und Medizinrechts, nach dem medizinische Therapien, auch Prophylaxemaßnahmen ohne persönliche Einwilligung „Gefährliche Körperverletzung” laut §224 StGB darstellen?

Wer kann eine Schadensinkaufnahme infolge der medizinischen Prophylaxemaßnahme mit Jod ohne die wahrheitsgemäße Aufklärung über ALLE Risiken und Nebenwirkungen einschließlich Spätfolgen und ohne die persönliche Einwilligung der Betroffenen verantworten?

Warum gilt das Arzneimittelgesetz mit seinen verpflichtenden Basisinformationen (z.B. Beipackzettel) wie Zusammensetzung aller enthaltenen Stoffe, Dosierung etc. nicht auch für die ebenfalls diesem Gesetz unterliegende medikamentöse Prophylaxe mit Jod?

Warum nehmen sich die Medien dieser Fragen nur selten an?



Das Labyrinth Jodbedarf und Jodmengen: individuell - pauschal - tatsächlich enthalten

Es herrscht Chaos bei den Zahlen über die verschiedenen Jodbedarfsmengen und den vermeintlich in den Lebensmitteln enthaltenen geringen Jodmengen.

Zunächst muß zwischen dem individuellem Jodbedarf und dem pauschal angegebenem Jodbedarf unterschieden werden.

Die Faustregel für den individuellen Jodbedarf wird in der internationalen Schulmedizin nach dem Körpergewicht bemessen: man rechnet 1-2 Mikrogramm Jod pro Kilogramm Körpergewicht. Am Beispiel einer Person mit 60 Kg Körpergewicht entspräche der individuelle tägliche Jodbedarf also mindestens 60 und höchstens 120 Mikrogramm Jod pro Tag.
Dieser individuelle Jodbedarf wird von der Jodsalzprophylaxe vollständig ignoriert.

Die WHO setzt für den individuellen Jodbedarf - für Erwachsene, nicht für Kinder, die darunter liegen! - als oberen Grenzwert 200 Mikrogramm Jod pro Tag an. Andernfalls besteht die Gefahr einer jodinduzierten Überfunktion der Schilddrüse.

Der pauschale Jodbedarf wird z.B. von der DGE (Deutsche Gesellschaft f. Ernähung) für alle Altersgruppen, auch für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder, Schwangere und Ältere, sehr viel höher angesetzt als der entsprechende individuelle Jodbedarf tatsächlich ist:
Säuglinge bis 11 Monate – 50-80 Mikrogramm Jod pro Tag
Kinder vom 1.-9. Lebensjahr – 100-140 Mikrogramm Jod pro Tag
Kinder ab 10 J., Jugendlich und Erwachsene – 180 – 200 Mikrogramm Jod pro Tag
Schwangere - 230 Mikrogramm Jod pro Tag
Stillende – 260 Mikrogramm Jod pro Tag

Damit liegt der pauschlasierte Jodbedarf praktisch immer weit über dem oberen Grenzwert des jeweiligen individuellen Jodbedarfes.

Bei diesen pauschalen Jodbedarfswerten werden ältere Menschen ab 40 Jahren (!) vollständig übersehen, die ebenfalls einen geringeren Jodbedarf haben als jüngere Erwachsene.

Schließlich: Die tatsächlich für bestimmte – nicht alle! - Lebensmittel bekannten Jodmengen sind dann noch einmal eine ganz andere Kategorie: sie übersteigen selbst die überhöhten Jodpauschalmengen um ein Vielfaches.

Es ist ein totales Verwirrspiel:
vom Verbraucher sind die tatsächlichen Jodmengen in den Lebensmitteln zu keiner Zeit zu bestimmen gewesen:
1. infolge der veralteten, zu niedrigen Jodmengenangaben in den meisten offiziellen Jodmengentabellen, die seit 1985 zum großen Tei nicht den neuen Jodmengen in tierischen Produkten angepaßt wurden;
2. wegen der unbekannten Jodmengen in den Lebensmitteln, die sich natürlich addieren, und
3. wegen der fast vollständigen Verheimlichung der hohen Jodeinträge über das Viehfutter.

Unter Wissenschaftlern hingegen sind die schon seit 1988 infolge der Jodierung der Futtermittel stark erhöhten Jodmengen in tierischen Produkten bekannt.

Nur über die Jodmengen in der Milch und damit weiteren Milchprodukten existieren seit 2006 wissenschaftliche Laboranalysen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Tierernährung in Braunschweig.

Diese Jodanalysen haben 2008 ergeben: Bei einem Eintrag von 5 mg Jod pro Kg Futtermittel gehen 1522 Mikrogramm Jod in 1 Liter Milch ein.

Damit sind endlich sichere Anhaltspunkte wenigstens für die Bestimmung der aktuellen Jodmengen in Milch und Milchprodukten, also für einen Teil der tierischen Produkte, gegeben.

Der Zusatz von 10 mg Jod pro kg Futter war von 2002 bis 2006 die von der EU erlaubte Menge von Jodzusätzen im Tierfutter.
ABER: Die auf den Futtersäcken deklarierte Jodmenge lag in den neunziger Jahren und auch noch in jüngerer Zeit (es gab noch 2004 biozertifizierte Futtermittel mit einem Jodzusatz von 125 mg Jod/ kg Futter!) z.T. bei bis zu 100 mg Jod pro Kg Futtermittel.

Dieser hohe Jodeintrag in tierischen Produkten veranlaßte die EU, zur Vermeidung jodinduzierter Gesundheitsschäden die erlaubte Jodmenge im Tierfutter zu halbieren: ab 2006 sind von der EU nur noch 5 mg Jod/kg Futter erlaubt.

Wieviel Jod dadurch seit 2006 aber immer noch in Milch und Milchprodukten ankommt, möchte Ich Ihnen jetzt am Beispiel von 1 Liter Milch und einem Becher Joghurt veranschaulichen.

Entsprechend der Braunschweiger Laboranalyse von 2008 enthält 1 Liter deutsche Milch infolge des halbierten erlaubten Jodzusatzes von 5 mg Jod pro Kg Futter noch 1522 Mikrogramm Jod.

Zum Vergleich zeige ich Ihnen, wie viel Jod das ist, wenn man diese Jodmenge von 1522 Mikrogramm pro 1 Liter Milch in Form von Jodtabletten à 100 Mikrogramm Jod pro Tablette darstellt: 1522:100 entsprechen 15 1/4 Jodtabletten –, wie Sie sehen, ist das eine ganze Handvoll Jodtabletten.

Säuglinge sollen bis zum 11. Monat pauschal zwischen 50 und 80 Mikrogramm Jod pro Tag bekommen!
Aber auch der niedrigere Betrag von 50 Mikrogramm Jod übersteigt den individuellen Bedarf von Säuglingen, der sich ja nach dem Körpergewicht errechnet und für Säuglinge deshalb zwischen 8 und 20 Mikrogramm Jod pro Tag liegen dürfte!
Nehmen wir jetzt trotzdem den niedrigeren Pauschalwert von 50 Mikrogramm Jod pro Tag für Säuglinge an, so bedeutet das, daß die Jodmenge in 1 Liter Milch einer Jodmenge für Säuglinge für 28 Tage entspricht. Es ist also die Monatsdosis für den Monat Februar.
Legt man jedoch, wie es physiologisch einzig richtig ist, dieser Rechnung den individuellen Jodbedarf von Säuglingen zugrunde, z.B. den Mittelwert von 15 Mikrogramm, bedeutet 1 Liter deutsche Milch eine Jodration für 92 Tage.

Auch fertige Babynahrung hat künstliche Jodzusätze, ca. 62 Mikrogramm/100 g Milchfertigbrei und Frischmilchbrei. (Quelle. Bga-Schriften, 1994, S. 21)

Schauen wir uns den Jodgehalt von 1 Becher Joghurt à 125 mg an: er beträgt 190 Mikrogramm Jod, was 1 4/5 Jodtabletten entspricht.
Allein 1 Becher Joghurt enthält also – wieder an dem niedrigeren Pauschalwert für Säuglinge berechnet – die Joddosis für Säuglinge für 3 2/3 Tage.

Aber bekommen Babys ab dem 4. Monat zu ihrem Fläschchen nicht täglich Zukost, z.B. Joghurt, und damit allein schon über den täglichen Joghurt mindestens die dreifache der pauschal empfohlenen Tagesmenge an Jod?

Berechnen wir aber nun wieder den individuellen täglichen Jodbedarf von Säuglingen ab dem 4. Monat mit dem oben bereits angewandten Mittelwert von 15 Mikrogramm Jod Pro Tag, bedeutet 1 Becher Joghurt für Säuglinge sogar eine Joddosis für 12 1/2Tage!

In der Schweiz wird seit 1922 jodiert.
Ich verweise hier auf meine ausführlichere Darstellung der Schweizer Jodierung in der aktualiserten 4. Auflage des „Basisartikel JOD” (im Vorwort: 1) Warum die Jodierung in der Schweiz als erfolgreich und gesundheitlich unbedenklich gilt. 2) Schweizer Mediziner: auch Pioniere in der Erkenntnis der Jodschäden)

Eine Schweizerin, die ebenfalls seit Jahrzehnten jodgeschädigt und dadurch arbeitsunfähig! ist, sagte mir kürzlich am Telefon: „So etwas” – gemeint ist die Jodierung von Lebens- und Futtermitteln – „Durchgeknalltes verstehe ich überhaupt nicht.”

In Babynahrung aus der Schweiz, wo ebenfalls Viehfutter und Lebensmittel jodiert werden, wurde 2005 von chinesischen Behörden ein zu hoher Jodgehalt (198 Mikrogramm Jod/100 g Babynahrung) gemessen. Zitat aus der Presse: „Die chinesische Öffentlichkeit reagiert sensibel auf das Thema, weil letztes Jahr wegen eines Babymilchprodukts eines anderen Produzenten ein Dutzend Kinder starben. … Zuviel Jod in der Nahrung kann zu einer geschwollenen Schilddrüse führen, die bei Kleinkindern im Extremfall auf die Luftröhre drückt.” Zitat Ende (aus: Sonntagszeitung vom 16.06.05)

Die Auswirkungen der „flächendeckenden Jodsalzprophylaxe”.
Ihre Auswirkungen manifestieren sich inzwischen in explodierenden Erkrankungszahlen, wobei die Zahl der auf 33% angestiegenen Schilddrüsenkranken - davon mindestens 10 Millionen Hashimoto-Erkrankte (laut WDR-Sendung vom Febr.2009) - nur einen Teil der jodinduzierten Erkrankungen ausmachen.

Nimmt nämlich der Körper mehr Jod auf, als sein individueller Bedarf an diesem Spurenelement ist, kommt es zu vielfältigsten Symptomen überall im Körper, und nicht nur in der Schilddrüse: dabei kann es z.B. zu Herzrasen bis Herzrythmusstörungen und plötzlichem Herztod kommen, zu Hautveränderungen wie Akne und Furunkel, herpesähnlichen Bläschen und Urtikaria, Übernervosität mit zitternden Händen und Zappelbeinen, zu erhöhter Infektanfälligkeit, Heiserkeit und Dauerschnupfen, zu Bluthochdruck, Durchfällen mit Bauchschmerzen und Koliken, unerklärlichen Angstzuständen, Aggressionen und Depressionen bis zum Selbstmord, zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Erschöpfung bis zur Arbeitsunfähigkeit, Burn-Out-Syndrom und dem Gefühl, dem normalen Alltag nicht mehr gewachsen zu sein. Es kommt zu Sehstörungen und Bindehautentzündungen, Haarausfall, Hitzewallungen und Schwitzen, zu unerklärlichen Kreislaufzusammenbrüchen und Ohnmachten, zu Schlaflosigkeit, „sexuellem” Desinteresse und Impotenz.

Ich werde oft gefragt, warum ich als Musikerin Bücher über die Jodproblematik schreibe.

Zum einen schreibe ich die Jodsachbücher aus der Notwendigkeit heraus, anderen Jodgeschädigten, für die ich zusammen mit meinem Mann die Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosen gegründet habe,das Einkaufen im „durchjodierten” Deutschland zu erleichtern und sie über Lebensmittel ohne künstliche Jodzusätze zu informieren.
Zum anderen schreibe ich sie aus der Notwendigkeit heraus, über diese sehr unterschiedlichen und z.T. aus medizinischen Handbüchern getilgten jodinduzierten Krankheitssymptome zu informieren, die für Betroffene oft eine jahrelange Odyssee von Arzt zu Arzt bedeuten, oft ohne daß ihnen - in Unkenntnis der Ursache Jod - geholfen werden kann.

Die meisten der oben genannten Symptome und Krankheiten werden zwar in der medizinischen Literatur auch im Zusammenhang mit hohen Jodgaben ausführlich behandelt, aber nur selten werden sie im medizinischen Diagnosealltag auch als jodinduziert erkannt und entsprechend als jodinduziert diagnostiziert.
Und noch seltener erkennt man sie als Folge der Überjodierung über unsere tägliche Nahrung.
Was allgemein wohl unbekannt ist: ab Mitte der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurden – nach Auskunft des De Gruyter-Verlages auf Empfehlung von Experten – viele der bislang im Pschyrembel, dem medizinischen Standardlexikon, beschrieben gewesenen Jodsymptome aus Aktualisierungsgründen (!) entfernt!
Das ist eine bedenkliche Maßnahme, wenn man bedenkt, daß im Zuge der Zwangsjodierung und in ihrer Folge der steigenden Zahlen von jodinduzierten Gesundheitsschäden die Notwendigkeit für Mediziner selbstverständlich immer größer wird, durch Jod ausgelöste Symptome in ihrem medizinischen Nachschlagwerken auch wirklich nachschlagen zu können, um Jodschäden zu erkennen und Jodgeschädigte sachgerecht therapieren zu können.

Dies wurde mir bei meinen Recherchen über die Hintergründe der Jodierungsmaßnahme bereits 1995 klar, und ich begann, über die einzelnen jodinduzierten Erkrankungen in der medizinischen Fachliteratur zu recherchieren.

Als Ergebnis meiner Nachforschungen gibt es inzwischen von mir mehrere Sachbücher über die Jodproblematik, die inzwischen auch von Medizinern als Ergänzung zu anderen medizinischen Nachschlagewerken, in denen aus den genannten Gründen viele Jodsymtome fehlen, herangezogen werden.

Die Zusammenhänge zwischen dem Beginn der unausweichlichen zusätzlichen Jodaufnahme über die Ernährung und diversen Krankheiten mit Erscheinungsbildern, die alle zu den bekannten Jodsymptomen gehören, sind offensichtlich.

So tauchen plötzlich nach Beginn der Jodierung Krankheiten auf, die vorher praktisch gar nicht – wie Morbus Hashimoto – und nur sehr selten – wie Morbus Basedow, ADHS oder Alzheimer oder Jod- und Lichtallergie – vorgekommen sind.

Andere Krankheiten wie Schilddrüsenüber- und Unterfunktion, Heiße und Kalte Knoten, Schilddrüsenkrebs und Diabetes, Depressionen, Osteoporose und Krebs an allen Organen fangen plötzlich an zu boomen.

Einige Schilddrüsenexperten wundern sich, daß „Deutschland unter den Industrienationen der Spitzenreiter” ist, „was Schilddrüsenerkrankungen angeht,…eine Erklärung haben wir dafür bislang nicht.” (Zitiert nach Dr. Eveline Kormann in „Für Sie” vom 11. 02 2008, Zitat weiter: „Wir vermuten, dass etwa ein Drittel der Deutschen an einer nicht erkannten Schilddrüsenerkrankung leidet.” Zitat Ende. Aus dem Artikel „Die unterschätzte Gefahr: Die Schilddrüse reguliert unseren Stoffwechsel – eine Störung ihres Gleichgewichtes kann zu schweren Erkrankungen führen”, ebd., 11.02.2008.)

Wenn man einen hormonell wirkenden Stoff wie Jod, der gezielt auf die Schilddrüse wirkt – und ja als Prophylaxe auch wirken soll! – in die Lebensmittel gibt, muß man sich aber nicht über den Anstieg von Schilddrüsenerkrankungen und andere jodinduzierte Erkrankungen wundern.

Und daß das in anderen europäischen Ländern nicht so ist, ist ebenfalls nicht verwunderlich, denn dort wird entweder nicht oder bei weitem nicht so exzessiv wie bei uns jodiert.

In Frankreich ist die Jodierung der Lebensmittel übrigens seit 2008 wegen der Gesundheitsgefährdung verboten.

Schließlich werde ich natürlich auch oft gefragt, warum ich mich überhaupt so intensiv mit diesem offensichtlich brisanten Thema beschäftige.
Ganz einfach: Ich will gesund sein und mir nicht gegen meinen Willen eine Medikation über meine tägliche Ernährung aufzwingen lassen, die ich nicht brauche, und die mich schwer krank gemacht hat!
Und ich glaube unerschütterlich daran, daß die Wahrheit sich immer durchsetzt, egal, wie stark sie unterdrückt wird.
Immer!

(Gekürzte Vortragsfassung)

Literatur:
Bruker/Gutjahr: Störungen der Schilddrüse. Der Jod-Krimi. Emu-Verlag 1Lahnstein 1996
Dagmar Braunschweig-Pauli: Basisartikel JOD (Juni 2008/ April 2012)
Dagmar Braunschweig-Pauli: Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum, Verlag Braunschweig-Pauli, 2 Trier 2007. Alle aktuellen Literaturangaben in der darin befindlichen Literaturliste.
Dieselbe: Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod, Herbig-Verlag, 2003/06/08/10
Dieselbe: Kochen&Einkaufen ohne Jodzusätze. Ein Rezept- & Einkaufsbuch für Jodempfindliche und Gesundheitsbewußte, Verlag Braunschweig-Pauli, Trier, 2009/2012.
Dieselbe: die Jodartikel-Sammlung. Artikel über spezielle jodinduzierte Erkrankungen, Verlag Braunschweig-Pauli, Trier 2011.
Köhrle, J. (Hrsg.): Mineralstoffe und Spurenelemente. Molekularbiologie -Interaktion mit dem Hormonsystem – Analytik. 12. Jahrgang der Gesellschaft für Mineralstoffe und Spurenelemente, Würzburg 1996, In: Schriftenreihe der Gesellschaft für Mineralstoffe und Spurenelemente e.V., Stuttgart 1998.
Rieger, Dr. med Berndt: Die Schilddrüse. Balance zwischen Körper und Seele. Herbig-Verlag München 2007.
Wuchter, Dr. med Tom: Dissertation: „Einfluß der renalen Elimination auf die Serumspiegel des nicht hormongebundenen Jods bei Patienten mit Morbus Hashimoto”, vorgelegt der Medizinischen Fakultät der Charitè – Universtitätsmedizin Berlin, 23.03.2007.

Katastrophenhilfe

Katastrophenhilfe

Wichtiger Hinweis an Katastrophenhilfen und Notküchen im Flutgebiet:

Bei der Versorgung der Flutopfer mit Lebensmitteln muß auch bedacht werden, daß unter den Evakuierten, die auf Lebensmittel aus fremder Hand angewiesen sind, viele Menschen z.B. mit Morbus Hashimoto, Morbus Basedow, Überfunktion, Heißen Knoten, Schilddrüsenkrebs, Jodallergie und anderen Erkrankungen sind, die auf Lebensmittel OHNE künstliche Jodzusätze angewiesen sind.

Durch die Flut und Evakuierung sind auch die für Jodgeschädigte überlebenswichtigen Lebensmittelvorräte und Einkaufsquellen zerstört worden.

Deswegen ist dringend darauf zu achten, daß bei der Lebensmittelzubereitung in Gemeinschaftsküchen und/oder der Verteilung von Lebensmitteln keine künstlichen Jodzusätze – in Salz, Brot, Fertigprodukten und über das jodierte Viehfutter in tierischen Produkten – verarbeitet werden, um den Menschen, die dieses zusätzliche Jod aus gesundheitlichen Gründen dringendst meiden müssen, keine zusätzlichen, möglicherweise lebensbedrohlichen Gesundheitsschäden (z.B. Thyreotoxische Krise, anaphylaktischer Schock, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufzusammenbrüche) zuzufügen.

Hilfsorganisationen finden nähere Informationen zur Ernährungslage von Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen bei der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken unter www.jod-kritik.de
Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Sprecherin der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken, Trier, 12. Juni 2013
www.jod-kritik.de


Aktualisiert am 23.01.2014