Große Anfrage "Jodprophylaxe" im Landtag RLP

Große Anfrage "Jodprophylaxe" Landtag RLP



DIE WEBSITE NICHT NUR FÜR JODALLERGIKER


Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken:

Sie befinden sich auf der Website von "Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken", Trier.

www.jod-kritik.de ist die Website über die heimliche Zwangsjodierung unserer Lebensmittel.

Diese Website dient der Information für Menschen mit Jodallergie, Jodunverträglichkeit, Morbus Basedow, Morbus Hashimoto, Über- und Unterfunktion der Schilddrüse, Kalten und Heißen Knoten, Schilddrüsenkrebs und einer Vielzahl jodinduzierter Erkrannkungen an anderen Organen.

Alle hier genannten Fakten sind wissenschaftlich belegt.
Einzelne Nachfragen können in der medizinischen Fachliteratur - s. Literaturnachweis - nachgelesen werden.

Alle Angaben über die gegenwärtige Lebensmittelsituation sind ohne Gewähr, da sich Herstellungsweise und Zutaten der Lebensmittel jederzeit ändern können. Deshalb muß die Deklaration immer wieder daraufhin kontrolliert werden, ob sich an ihrer Zusammensetzung eventuell etwas geändert hat.

Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Sprecheriin und Mit-Gründerin der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken in Trier.



Die seit 3 Jahrzehnten schwelende Jodproblematik, die für Millionen Jodgeschädigte zu einer ausgegrenzten, gesundheitsschädlichen und lebensbedrohlichen Lebenssituation geführt hat, wird von Politikern endlich nicht mehr „wie Luft“ behandelt, sondern in Form einer demokratischen Debatte auf landespolitischer Ebene diskutiert, zunächst im Landtag von Rheinland-Pfalz:

„Landtag Rheinland-Pfalz, 17. Wahhlperiode, Drucksache 17/8085, 21.12.2018

Große Anfrage „Jodprophylaxe und staatliche Kontrolle der Lebensmitteljodierung und ihre Auswirkungen“ der Fraktion der AfD von Dr. Timo Böhme, MdL.“

Auf diese demokratische politische Debatte über die Jodproblematik wartet die Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken und mit ihr alle Jodgeschädigten seit Beginn der Zwangsjodierung.

Im Folgenden ist der gesamte Text der Großen Anfrage zur Jodprophylaxe der Fraktion der AfD von Dr. Timo Böhme, MdL. als Zitat wiedergegeben mit – als solche gekennzeichneten - Antworten von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. zu denjenigen Fragen, zu denen auf Grund von Krankheitsdokumentationen seit 1995 und Recherchen in medizinischer Fachliteratur von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Mitbegründerin und Sprecherin der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow – und Hyperthyreosekranken in Trier, verläßliche Erkenntnisse vorliegen.
Die Folgen der seit über drei Jahrzehnten betriebenen Jodierungspolitik auf Gesundheit und Gesellschaft faßt Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. Am Schluß der „Großen Anfrage zur Jodprophylaxe“ in 10 Punkten zusammen.

Unter folgendem Link http://opal.rlp.de/starweb/OPAL_extern/servlet.starweb

können der vollständige Text dieser Großen Anfrage mit insgesamt 31 Fragen sowie die „Antwort zu Drs 17/8085 Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten 11.02.2019 Drucksache 17/8301“ eingesehen werden.


„LANDTAG RHEINLAND-PFALZ Drucksache 17/8085
17.Wahlperiode 21. 12. 2018

G r o ß e A n f r a g e
der Fraktion der AfD

Jodprophylaxe und staatliche Kontrolle der Lebensmitteljodierung und ihre Auswirkungen

Seit 1970 durften aufgrund einer EU-Verordnung Futtermittel für Tiere auf bis zu 40 mg Jod/kg Futtermittel künstlich mit Jodangereichert werden. Zudem liegen für Deutschland Hinweise aus der wissenschaftlichen Literatur vor, die auf einen Beginn derSpeisesalzjodierung in 1983 in der DDR (20 mg Jod/kg Speisesalz) und in 1989 in der BRD hinweisen. Seit dieser Zeit, also übereinen Zeitraum von mindestens 35 Jahren, wurde schrittweise und letztlich ausnahmslos die gesamte deutsche Bevölkerung jodiertund mit künstlich jodierten tierischen Lebensmitteln versorgt. Bei Baby- und Kleinkindnahrung bzw. bei Lebensmitteln fürkalorien arme Ernährung sind Mindestjodgehalte vorgeschrieben. Von der Möglichkeit einer Festlegung einheitlicher Höchst-gehalte von Jod in Lebensmitteln nach Verordnung (EG) 1925/2006 hat die EU, aber auch Deutschland, bisher keinen Gebrauchgemacht. Entsprechende Veröffentlichungen vonseiten staatlicher Institutionen bzw. des Arbeitskreises Jodmangel e. V. und derDeutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. empfehlen die Nutzung von Jodsalz und jodierten Nahrungsmitteln im Haushalt undin der Gemeinschaftsverpflegung. Eine Kennzeichnungspflicht im Hinblick auf die Verwendung von Jodsalz im Gaststätten-gewerbe, in der Gemeinschaftsverpflegung und bei lose verkaufter Ware besteht indes nicht. Auch sind Jod bzw. die daraus abge-leiteten Jodierungsmittel wie z. B. Natrium- und Kaliumjodat nicht als Allergene anerkannt und damit auch nicht Teil der ver-pflichtenden Ausschilderung von allergenen Stoffen im Lebensmittel- und Gaststättengewerbe. Daraus ergibt sich eine nur einge-schränkte Wahrnehmbarkeit und kaum mögliche Quantifizierbarkeit der Jodaufnahme aufseiten der Verbraucher, wobei dieErhöhung der Jodaufnahme durch die Futtermitteljodierung, z. B. bei Ei- und Eiprodukten, Milch- und Milchprodukten undInnereien, weder kennzeichnungspflichtig noch in ihrer Quantität vom Verbraucher nachvollziehbar ist und war. Menschen, diesensibel auf die künstliche Erhöhung der Jodgehalte in Speisen und Lebensmitteln reagieren, haben somit keine Möglichkeit, dieJodaufnahme aus Nahrungsmitteln zu kontrollieren oder gar zu vermeiden.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung:

Jodsensible Menschen in Rheinland-Pfalz
Jodbedarf und Jodsensibilität sind individuelle Merkmale von Menschen, welche auch im Hinblick auf die Lebenssituation (Alter,Schwangerschaft) oder eventuelle Erkrankungen der Schilddrüse variieren (Struma, Morbus Basedow, Morbus Hashimoto). Jod-sensible bzw. jodkranke Menschen haben sich in Deutschland und auch in Rheinland-Pfalz zu Selbsthilfegruppen zusammen-geschlossen (z. B. Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken). Diese Selbsthilfegruppen ver-treten die Interessen der von der Jodierung beeinträchtigten Bürger und beraten diese im Hinblick auf die Vermeidung von jodiertenNahrungsmitteln und den Umgang mit entsprechenden Erkrankungen.

1.Wie viele jodsensible Bürger leben nach Kenntnis der Landesregierung in Rheinland-Pfalz?“
Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Die genaue Zahl der jodsensiblen Bürger in RlP ist auch der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow – und Hyperthyreosekranken nicht bekannt. Aber allein im ersten Jahr nach ihrer Gründung zählte die Deutsche SHG der Jodallergiker in Trier 52 Fälle von jodinduzierten, fachmedizinisch diagnostizierten Erkrankungen, s. Zitat aus dem öffentlichen Vortrag von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A.„Jodiertes Speisesalz“ am 24.04.1996 in der Trierer Ärztekammer, S. 5f.:

„In der Trierer Selbsthilfegruppe der Jodallergiker sind 52 Fälle untersucht, davon sind 45 Frauen.
Von diesen sind 4 an Morbus Basedow erkrankt, eine operiert (Ektomie), 31 Hyperthyreotiker, davon 8 operiert, 2 Allergiker, davon eine schilddrüsengesund. 6 sind ohne ärztlich erkennbaren Schilddrüsenbefund. Aber ebenso wie bei den 31 Überfunktionskranken traten bei ihnen in direktem zeitlichen Zusammenhang mit dem Beginn der Jodierungsaktion Beschwerden auf.
Die operierten Patienten behielten die Jodempfindlichkeit auch nach der Operation.
Von den sieben männlichen Betroffenen ist eines ein Kind von acht Jahren, einer ist hyperthyreosekrank und operiert, 6 den TSH-Werten zufolge schilddrüsengesund, aber seit Beginn der Jodprophylaxe Überfunktionssymptome zeigend.
Das Alter der Betroffenen reicht von 8 bis 87 Jahren. Die meisten Betroffenen lebten gesundheitsbewußt, bevorzugten biologisch hergestellte Lebensmittel und oft auch Jodsalz im Haushalt.“ Zitat Ende.

Diese 52 Fallbeispiele sind gleichzeitig ein Schlaglicht auf die Jodschaden-Situation in ganz Deutschland, sozusagen ein „pars pro toto“:Frauen sind weit häufiger von – auch jodinduzierten – Schilddrüsenerkrankungen betroffen als Männer. Der bundesweite Anteil von Morbus Basedow – Kranken und Jodallergikern dürfte im gleichen Verhältniß wie die erste kleine Statistik auch auf die ca. 80 Millionen Bundesbürger hochgerechnet werden können.Von Anfang an wurde die zusätzliche Jodaufnahme über Jodsalz – von den sehr hohen Jodmengen in tierischen Produkten über das jodierte Viehfutter wußten wir damals noch gar nichts – von vielen Medizinern und Betroffenen für die steigende Zahl von Schilddrüsenerkrankungen verantwortlich gemacht.Schilddrüsengesunde zeigten unter Jodzusätzen oft die gleichen Jodsymptome wie Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Übelkeit, Koliken, Hautausschläge etc. wie Schilddrüsenkranke.Jodinduzierte Empfindlichkeit bleibt auch nach einer Operation bestehen – die durch Jodzusätze krank gemachten Menschen leiden von da ab ein Leben lang, ohne daß ihnen bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt von verantwortlicher Seite Hilfe zuteil würde.Morbus Hashimoto-Erkrankungen kamen in dieser ersten Statistik von jodinduzierten Erkrankungen der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken noch nicht vor, da die sich über etwa 10 Jahre im Verborgenen entwickelnden Krankheitszeichen noch gar nicht diagnostiziert waren. Die ersten Betroffenen mit der auschließlich durch Überjodierung hervorgerufenen Hashimoto-Erkrankung meldeten sich erst ab etwa 2002 bei der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow – und Hyperthyreosekranken. Von diesem Zeitpunkt an waren etwa zwei Drittel der täglichen Anrufe von Jodgeschädigten bei der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow – und Hyperthyreosekranken von Betroffenen mit der Diagnose Hashimoto Thyreoiditis. Morbus Basedow - Kranke und Jodallergiker bildeten die nächst häufige Gruppe mit jodinduzierten Erkrankungen, gefolgt von jodinduzierter Erst-Überfunktion bzw. durch die Jodierung verstärkte latente Überfunktion, jodinduzierten autonomen Bereichen und jodinduzierter Unterfunktion.
„2. Wie viele jodsensible Bürger sind nach Kenntnis der Landesregierung davon an Morbus Basedow erkrankt?“

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: 2009 wurde für die gesamte Bundesrepublik der Anstieg an Basedow-Erkrankten von 1% (bei Einführung der Jodprophylaxe) auf 4 %veröffentlicht, Tendenz steigend. Diese Zahl entspricht ziemlich exakt den Meldungen von Betroffenen bei der Deutschen SHG der Jodallergiker und wird von vielen behandelnden Ärzten, allen voran von Prof. Dr. med. Jürgen Hengstmann, Berlin, damals Chefarzt der Schilddrüsenambulanz im Urbankrankenhaus, bestätigt.

„3. Wie viele jodsensible Bürger sind nach Kenntnis der Landesregierung davon an Morbus Hashimoto erkrankt?“

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A.,Deutsche SHG der Jodallergiker:2009wurde die Zahl von Hashimoto-Erkrankungen, die vorder Jodierung so gering war, daß sie nicht in Prozenten ausgedrückt werden konnte, mit 12,5 %,Tendenz steigend, angegeben. Das entspricht den Zahlen der Ratsuchenden bei der Deutschen SHG der Jodallergiker und den Erfahrungswerten des Berliner Schilddrüsenspezialisten Prof. Dr. med. Jürgen Hengstmann, s. sein Interview „Augen auf im Jodverkehr“, www.jod-kritik.de. O-Ton Prof. Hengstmann: „Hashimoto ist die Seuche des 21. Jahrhunderts“. Laut Prof. Hengstmann sind aktuell mindestens 25 % der Bevölkerung mit Hashimoto betroffen, Tendenz steigend, weil weiter jodiert wird. Da sich diese Autoimmunerkrankung über mindestens 10 Jahre schleichend entwickelt, ehe sie diagnostiziert wird, sind Hashimoto-Erkrankungen eine Zeitbombe. Völlig ignoriert wird bei dieser Zwangsmediaktion mit Jod für die eigene Bevölkerung, daß in Deutschland inzwischen sehr viele Menschen aus anderen Ländern leben, die sogar noch empfindlicher auf die Zwangsjodierung reagieren als Deutsche. Welche ethnischen Gruppen besonders von der Zwangjodierung geschädigt werden, wird in Tom Wuchters Dissertation „Einfluß der renalen Elimination auf die Serungsspiegel des nicht hormongebundenen Jods bei Patienten mit Morbus Hashimoto“, Medizinische Fakultät der Charité Berlin 2007 dokumentiert. Nach Auskunft von Prof. Hengstmann im Jahre 2008, der diese Dissertation angeregt und betreut hat, sind in seiner Praxis nahezu 98 % der Menschen aus anderen ethnischen Gruppen von Hashimoto betroffen., Zitat: „Die Menschen kommen gesund nach Deutschland, bekommen die „Jodkeule“, und entwickeln Hashimoto. Ergebnis: Fehlgeburten und Unfruchtbarkeit. Auch hier sind die Frauen siebenmal häufiger betroffen als die Männer.“ Zitat Hengstmann Ende.

„4. Haben die Landesregierung und ihre zuständigen Behörden in der Vergangenheit Kontakte zu den Selbsthilfegruppen der jod-sensiblen Menschen aufgenommen und sind mit diesen in einen Dialog getreten?“

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker:
Nein!
Die Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken war über mindesten 10 Jahre bis etwa 2006 die einzige SHG für Jodgeschädigte in Deutschland.
Zwar versteht sich die 1996 gegründete Schilddrüsen-Ligaals Dachverband aller Schilddrüsenselbsthilfegruppen, aber die Deutsche SHG der Jodallergiker, die von 1995 bis ca. 2006 meiner Kenntnisse nach die einzige SHG für Schilddrüsenkranke war ist der Schilddrüsen-Liga nicht beigetreten.
Seit 1995 bis heute haben weder Landesregierung noch Behörden Kontakt zur Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken aufgenommen noch sind sie mit der Deutschen SHG für Jodallergiker in einen Dialog eingetreten.
Im Gegenteil wurdensehr viele Schreiben der Deutschen SHG der Jodallergiker über die gravierenden Jodschäden mit den offiziellen Texten zur Jodmangel- und Eiszeittheorie beantwortet und als gegenstandslos

dargestellt.

Bereitstellung von nicht künstlich jodierten Lebensmitteln

Über Futtermittelzusätze jodierte Lebensmittel sind im Hinblick auf ihren Jodgehalt nicht gekennzeichnet. Jodsensible Menschen können unjodierte Lebensmittel daher nur aus Produktionsketten beziehen, in denen bewusst auf eine künstliche Jodierung der Futtermittel und den Einsatz von Jodsalz verzichtet wurde. Diese Lebensmittel müssten entsprechend gekennzeichnet sein.


5. Gibt es nach Kenntnis der Landesregierung in Rheinland-Pfalz Anbieter von Lebensmitteln, bei denen sichtbar gekennzeichnet und nachweislich auf die künstliche Jodierung von Futtermitteln und den Einsatz von Jodsalz verzichtet wird?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Konkrete Hinweise und Veröffentlichungen zu „Lebensmittel ohne künstliche Jodzusätze“ werden seit 1995 nur von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., der Mitgründerin und Sprecherin der Deutschen SHG Gruppe der Jodallergiker, Morbus Basedow – und Hyperthyreosekranken herausgebracht, zuletzt erweitert und aktualisiert in: „Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze“, Verlag Braunschweig-Pauli, Trier, 2009, 2014, mit einem Vorwort von Prof. Dr. med. Jürgen Hengstmann. Durch Mitteilungen von Bäckern und anderen Lebensmittelproduzenten wissen wir, daß jeder öffentliche Hinweis auf unjodierte Lebensmittel – ob in Form einer aufgrdruckten Deklaration oder als Hinweisschild am Markstand - sofort zur Kenntnis genommen und mit einem Verweis geahndet wurde. O-Ton eines Bäckermeisters: „Die Leute von“ einer großen deutschen Krankenkasse „haben uns die Türe eingerannt, damit wir wieder jodieren. Aber das werden wir nicht tun, weil zu viele unserer Kunden jodierte Backwaren nicht vertragen.“

Hinweisschilder an Markständen oder auf Werbeträgern, die auf den Verzicht von Jodzusätzen in ihren Produkten hinwiesen, wurden allerdings oft schnell wieder entfernt. Der Druck auf Lebensmittelproduzenten, die zugaben, kein Jod zu verwenden, war zu groß. Unmerklich und schleichend war ein Klima der Angst und Einschüchterung entstanden.

6. Wenn ja, wer bietet diese Lebensmittel an und wo können sie bezogen werden?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Bezugsquellen für unjodierte Lebensmittel können bis jetzt nur auf der Website der Deutschen SHG der Jodallergiker www.jod-kritik.de unter „Überlebensmittel“ und in dem genannten Einkaufsratgeber „Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze“ von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. nachgelesen werden. Aus diesen Veröffentlichungen wird mittlerweile vielfach zitiert (oft auch falsch oder ohne auf die Autorin als Urheberin ihrer Recherchen, s. Viehfutterjodierung, zu verweisen). Unjodierte, verpackte Lebensmittel werden mit „Speisesalu“ oder „unjodiertes Speiselsalz“ deklariert. Aber eine bewußte Werbung für diese unjodierten Produkte findet man m. W. noch nicht statt, da die Lebensmittelproduzenten aus ihren Erfahrungen der letzten Jahrzehnte wissen, daß ein öffentliches Bekenntnis zu unjodierter Produktionsweise aller Wahrscheinlichkeit nach mit unmittelbar folgenden Unannehmlichkeiten verbunden sein würde. Der Deutschen SHG sind zahlreiche Beispiele über Einschüchterungen wegen des offentlich gemachten Verzichtes auf undjodierte Lebensmittelproduktion bekannt.

7. Wie wird der Verzicht auf künstliche Jodierung in Richtung der Zulieferer um- und durchgesetzt?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Ein Verzicht auf künstliche Jodierung in Deutschland geschieht laut Protokoll der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken bis jetzt nur über unterschiedliche Deklarationen, die mit Hilfe der von Dagmar Braunschweig-Pauli recherchierten Details interpretiert werden können. Beispielsweise kann man von einem Produkt mit großer Sicherheit annehmen, daß es nicht künstlich jodiert worden ist, auch nicht über das 'Viehfutter, wenn wie folgt deklariert wird: „Speisesalz“; „Hergestellt in...“ z.B. Frankreich, Italien, UK, Israel, Zypern, Irland, um nur einige für Jodgeschädigte bis jetzt als sicher erfahrene Herkunftsländer zu nennen. Allerdings ohne Gewähr, da die Jodierung ja eine EU-Maßnahme ist und eine Änderung zum - für Viele - gesundheitsschädlichen Jodzusatz leider Jederzeit geschehen kann. Interessant ist die Deklaration auf einem Bio-Eis: „Hergestellt in Italien mit Milch aus Deutschland.“ Diese Deklaration bedeutet für Jodgeschädigte die lebensrettende Warnung: „Achtung! Milch aus Deutschland! Praktisch generell jodiert, auch meist im Biobereich.Lebensgefahr!“ Selbst in Krankenhäusern wird oft generell jodiert, auch wenn auf dem Aufnahmebogen als Unverträglichkeit u.a. „Jodallergie“steht.

Jodallergiker, die „Jodallergie“ als Unverträglichkeit ankreuzen, bekommen trotzdem jodiertes Essen. Wer diesem Jod im Krankenhausessen ausweichen muß, damit er keinen meist tödlich verlaufenden anaphylaktischen Schock riskiert, ist auf Obst oder mitgebrachtes Essen von Angehörigen angewiesen. Interessant:abgerechnet wird m. Erfahrung nach das Jod-Essen für Jodallergiker in manchen Krankenhäusern trotzdem mit der Krankenkasse, obwohl ja gar keine Leistung erbracht wurde. Eine privat versicherte Jodallergikerin mußte beispielweise dieses Jodessen vollständig bezahlen, obwohl sie es aus gesundheitlichen Gründen komplett gemieden, also gar nicht verzehrt hatte.

Der Einsatz von Jodsalz bei der Herstellung von Lebensmitteln in der EU und damit auch in Deutschland ist kennzeichnungspflichtig. Trotzdem sind viele Lebensmittel nicht eindeutig gekennzeichnet. Vor allem abhängig vom Herkunftsland der Ausgangsprodukte und dem Land der Verarbeitung bzw. finalen Herstellung des Lebensmittels werden unterschiedliche Kennzeichnungen verwendet. So geben die Kennzeichnungen nicht immer nur „Speisesalz“ (ohne Jodzusatz) oder jodiertes Speisesalz an, sondern auch Salz, Kochsalz, etc. Die so gekennzeichneten Produkte dürften kein jodiertes Salz enthalten, da zusammengesetzte Zutaten entsprechend gekennzeichnet werden müssen (als jodiertes Speisesalz oder getrennte Angabe zum Jod-Zuschlagstoff).


8. Welcher Prozentsatz an angebotenen Nahrungsmitteln ist nach Kenntnis der Landesregierung im Lebensmitteleinzelhandel von Rheinland-Pfalz im Schnitt eindeutig gekennzeichnet, sodass der Einsatz von jodiertem Salz bei der Herstellung vom Verbraucher erkannt bzw. ausgeschlossen werden kann?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Da der wohl größte Jodeintrag über das jodierte Viehfutter in die Nahrungskette gelangt und an den auf diese Weise hochjodierten Milchprodukten (s. Laborergebnisse der FAL, Braunschweig), Eiern, Fleisch und Wurst etc. keine Deklaration angebracht werden muß, ist das Hauptproblem, daß der Jodeintrag über die Jodzusätze im Viehfutter nicht kenntlich gemacht werden muß. So kommen signifikant hohe Jodmengen in tierische Produkte, leider oft auch im Biobereich, die weder als Jodeintrag noch in ihrer Jodmenge bekannt gemacht werden, und die Verbraucher bleiben völlig im Ungewissen darüber, daß sie sich tatsächlich allein über Milchprodukte mit Jod vergiften können.

Für den Verbraucher / Jodgeschädigten gibt es keine Wahlmöglichkeit zwischen exakt als jodiert und exakt als unjodiert deklarierten Produkten. Die meisten Lebensmittel mit tierischen Anteilen sind Mischprodukte: deklariert wird „Jodsalz“ oder „Speisesalz“, wobei der Zusatz „unjodiert nur sehr sehr vereinzelt vorkommt, der Jodeintrag an sich über das Viehfutter und die dadurch in das tierische Produkt gelangte Jodmenge werden konsequent nicht deklariert.

Neben den unbekannten und unbekannt hohen Jodmengen über tierische Produkte ist das größte Problem für Jodkranke, daß unverpackte Lebensmittel wie Back- und Wurstwaren nicht im Laden deklariert werden müssen. Die verpflichtende Information über Lebensmittelzusätze, die in jedem Geschäft vorhanden sein soll, wird meist nicht an Kunden weitergeben. Oft sind die Verkäufer von den Nachfragen zu dem in den Produkten verwendeten Salz genervt oder überfordert. So kommt es durchaus häufig zu falschen Auskünften und zum Verkauf von jodierten Produkten an Kunden, die vorher mit ihrer Frage deutlich gemacht hatten, daß sie aus gesundheitlichen Gründen keine jodierten Produkte essen dürfen.

9. Wie werden die Verbraucher über die Aussagen der verschiedenen Salz-Kennzeichnungen aufgeklärt?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Meines Wissens werden die Verbraucher nicht explizit über die Aussagen der verschiedenen Salz-Kennzeichnungen aufgeklärt. Die bisher einzig verläßlichen Informationen über die verschiedenen Salzdeklarationen und „verdeckte „Jodfallen““ finden sich in Dagmar Braunschweig-Paulis Veröffentlichungen „Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze“, Kapitel: „Die 8 Faustregeln für „unjodiertes“ Einkaufen“, S. 19ff. und in, Dieselbe, „Basisartikel Jod“, Kapitel „VIII. Die 8 Faustregeln für „unjodiertes Einkaufen“, S. 77ff.

Lose verkaufte Lebensmittel wie Bäckereiwaren, Wurstwaren, verarbeitete Fleischwaren aber auch verarbeitete Lebensmittel welche auf Wochenmärkten angeboten werden wie z.B. eingelegte Oliven, gewürztes Gemüse, Salate, Pasten, Würzpasten, Käseprodukte, Eierprodukte, eingelegte Meeresfrüchte, etc. sowie an Ständen verkaufte Lebensmittel wie Döner, Pizzen, Würste, mariniertes Fleisch, Kartoffelsalate, Krautsalate, etc. sind auf die Verwendung von Jodsalz nicht gekennzeichnet. Jodsensible Bürger sind vom Verzehr dieser Produkte ausgeschlossen.

10. Welcher Prozentsatz lose verkaufter Lebensmittel ist in Rheinland-Pfalz nach Kenntnis der Landesregierung nicht mit jodiertem Salz versetzt?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Über den Prozentsatz loser verkaufter Lebensmittel , die nicht mit Jodsalz versetzt sind, ist der Deutschen SHG der Jodallergiker nichts bekannt. Ob lose verkaufte Lebensmittel unjodiert sind, muß man am jeweiligen Marktstand bzw. im jedweiligen Laden etc. einzeln erfragen und darauf hoffen, daß man eine wahrheitsgemäße Antwort erhält. Da das für Jodallergiker aber ein lebensgefährliches Abenteuer ist, verzichten viele auf dieses Risiko, und verzichten lieber auf viele Lebensmittel. Das Essen in Restaurants ist wegen des meist verwendeten Jodsalzes UND besonders der nicht identifizierbaren Jodeinträge und Jodmengen in tierischen Produkten praktisch nicht mehr möglich. Denn auch wenn der Bitte nachgekommen wird, das Jodsalz durch unjodiertes zu ersetzen, bleibt immer noch die unkalkulierbare, hohe Jodmenge, die über die Verwendung von tierischen Produkten – über das jodierte Viehfutter - wie Eiern, Butter, Sahne, Quark, Joghurt, Fleisch, Wurst und Käse im Restaurantessen enthalten ist.

11.Wie viele Betriebe des Lebensmittelhandwerks in Rheinland-Pfalz verzichten nach Kenntnis der Landesregierung verlässlich auf jodiertes Salz bei der Herstellung ihrer Waren?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Einige Betriebe des Lebensittelhandwerks in Rheinland-Pfalz, die verläßlich auf jodiertes Salz bei der Herstellung ihrer Waren verzichten, sind u.a. auf www.jod-kritik.de/Überlebensmittel aufgeführt bzw. in dem Einkaufsratgeber „Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze“ von Dagmar Braunschweig-Pauli genannt, wenn dafür die schriftliche Erlaubnis vorliegt. Es gibt durchaus einige Betriebe, die nicht jodieren, aber in Veröffentlichungen nicht genannt werden wollen, um Repressalien zu vermeiden. Bei Jodgeschädigten sind diese Betriebe meist bekannt, man informiert sich natürlich gegenseitig, aber eher „unter der Hand“.

12. Wie wird dieser Verzicht für den Verbraucher transparent gemacht?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Der Verzicht auf Jodsalz in der Lebenmittelproduktion wird m.W. überhaupt nicht transparent gemacht. Wie erwähnt, wird der Verzicht auf Jodzusätze deshalb oft nicht gerne publik gemacht, weil man zu Recht befürchten muß, unter Druck gesetzt zu werden, doch noch oder wieder Jod zuzusetzen. Wer sich öffentlich zu unjodierten Produkten bekennt weiß, daß diesem Bekenntnis häufig eine Art Jod-Mobbing auf dem Fuße folgen kann. Wer nicht jodiert, wird als „Jodgegner“ bezeichnet. In dem Artikel „Jodversorgung in Deutschland“ von Prof. Dr. med. Wieland Meng und Prof. Dr. med.Peter C. Scriba in „Deutsches Ärzteblatt/Heft 39/2002, wird eine „entschiedene Begegnung von Jodgegnern“ gefordert.

13. Bis zu welchem Prozentsatz wird Jodsalz bei den Anbietern von Gemeinschaftsverpflegung in Rheinland-Pfalz eingesetzt?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli

M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: In „Fakten zur Jodversorung in Deutschland.“, Eine Information des Arbeitskreis Jodmangel, 1997, S. 4, findet sich ein Hinweis auf die Häufigkeit der Verwendung von Jodsalz in Gemeinschaftsverpflegungen, Zitat: „Außerdem bietet eine wachsende Zahl von Kantinen und Großküchen (mehr als 80%) Speisen mit Jodsalz an. Die Gastronomie verwendet lt. Ernährungsbericht 1996 zu rund 70% Jodsalz.“

14. Gibt es Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung in Rheinland-Pfalz welche bewusst auf Jodsalz verzichten?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken ist bis jetzt (Stand Mai 2019) – aus den genannten Gründen - kein Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung in Rheinland-Pfalz bekannt geworden, der den bewußten Verzicht auf Jodsalz in seiner Küche öffentlich macht. Der Deutschen SHG der Jodallergiker und Morbus Basedow-Kranken sind aber Restaurants bekannt, in denen kein Jodsalz verwendet wird und auch auf Wunsch keine deutschen tierischen Produkte – mit Ausnahme von Wild aus Wäldern, in denen ausschließlich weiße, weil unjodierte Lecksteine aufgestellt sind - verwendet werden. Eine Veröffentlichung dieser Lokale empfielt sich aus genannten Gründen leider nicht. Auf Wunsch informiert die Deutsche SHG der Jodallergiker Betroffene, in welchen Restaurants sie ohne Jodgefahr speisen können, sozusagen „... essen, ohne tot vom Stuhl zu fallen“ (aus der Überschrift des biographischen Artikels „Ich will essen, ohne tot vom Stuhl zu fallen“ über die Musikwissenschaftlerin Dagmar Braunschweig-Pauli in: Trierischer Volksfreund, 6. Juli 2008, Rubrik: „Menschen … ganz nah!“ von Christine Cüppers.


Bestimmung und Kontrolle von Jodgehalten in Futtermitteln

Mit der Verordnung (EG) 1831/2003 wurde das Verfahren für die Zulassung, das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermittelzusatzstoffen und die Festlegung von Bestimmungen für die Überwachung und Kennzeichnung von Futtermittelzusatzstoffen EU-weit verbindlich geregelt. Nachdem die Europäische Kommission eine Stellungnahme der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eingeholt hatte, senkte sie den Höchstgehalt von Jod in Futtermitteln für Milchkühe und Legehennen auf 5 mg/kg ab (in der Vergangenheit waren bis zu 40 mg/kg möglich). Die Behörde war in ihrer Stellungnahme zu dem Ergebnis gekommen, dass Modellberechnungen für Milch und Eier nach dem Worst-Case-Scenario, die auf dem zu diesem Zeitpunkt zugelassenen Jod-Höchstgehalt in Futtermitteln beruhten, darauf schließen ließen, dass die Obergrenze für Erwachsene und Jugendliche möglicherweise überschritten würde. Die Absenkung erfolgte daher, um das Risiko schädlicher Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu verringern.


15. Welche Höchstmengen an Jod (in mg/kg Futter) waren vor der Reduzierung auf 5 mg/kg im Jahr 2005, in Deutschland und in Rheinland-Pfalz als Zusatz zu Futtermitteln zugelassen? (Darstellung bitte ab Beginn der Jodprophylaxe in RLP mit den jeweiligen Höchstgehalten und Zeitpunkten der Absenkung bzw. Begrenzung.)


16. Wer bzw. welche Behörden haben in Rheinland-Pfalz die Einhaltung der Höchstmengen bei der Zumischung von Jod zu Futtermitteln überprüft und kontrolliert? (Darstellung bitte ab Beginn der Jodprophylaxe in RLP.)


17. Welche Höchstmengen an Jod wurden in Mineralfuttermitteln und Kraftfuttermitteln als Grenze akzeptiert (bitte nach Nutztierarten aufschlüsseln und Berechnungsgrundlage für die Ration beifügen)?


18. Wurden die Anlagen der Futtermittelhersteller auf ihre exakte Einstellung bzw. Dossierung bei der Jodzumischung überprüft? Wenn ja, wie viele Anlagen bei welchen Futtermittelherstellern wurden wann geprüft? (Darstellung bitte über Kalenderjahre ab Beginn der Jodprophylaxe in RLP.)


19. Wer bzw. welche Behörden haben in Rheinland-Pfalz Futtermittel auf ihre Jodgehalte analysiert und geprüft? (Darstellung bitte ab Beginn der Jodprophylaxe in RLP.)


20. Wie viele Futtermittelproben von welchen Futtermitteln wurden in den einzelnen Kalenderjahren auf ihre Jodgehalte analysiert und geprüft? (Darstellung bitte ab Beginn der Jodprophylaxe in RLP.)


21. Wie viele Überschreitungen der zulässigen Höchstmengen wurden bei der Dosierung von Jodzusätzen bzw. in Futtermitteln festgestellt und wie hoch waren die entsprechenden Werte in mg/kg Futtermittel? (Darstellung nach Kalenderjahren ab Beginn der Jodprophylaxe in RLP.)


22. Bei welcher Größenordnung lagen die Maximalwerte der Jodzufuhr für Nutztiere (in mg Jod pro Tier und Tag, bitte Berechnungsgrundlage, Formel und Nutztierart angeben)?


Bestimmung und Kontrolle von Jodgehalten in Lebensmitteln

Die Anreicherung von Lebensmitteln ist EU-weit über die Verordnung (EG) 1925/2006 geregelt. Danach darf Lebensmitteln Jod als Mineralstoff oder Mineralstoffverbindungen nach Maßgabe dieser Verordnung zugesetzt werden. Eine Festlegung einheitlicher Höchstgehalte erfolgte bislang nicht. Auch in Deutschland gibt es keine Höchstgrenze für Jod in Lebensmitteln. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und seine Vorgängereinrichtung das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) empfehlen seit Ende des Jahres 2001 einen Höchstwert von 500 µg/Tag für Jugendliche und Erwachsene. Auch für jodsensible Menschen wird dieser Grenzwert als verträglich eingestuft, obwohl er den angenommenen Tagesbedarf bereits um bis zu 400% überschreitet.


23. Wer bzw. welche Behörden haben in Rheinland-Pfalz die Jodgehalte von Lebensmitteln analysiert und geprüft. (Darstellung bitte ab Beginn der Jodprophylaxe in RLP.)


24. Wie viele Proben von welchen Lebensmitteln wurden in den einzelnen Kalenderjahren auf ihre Jodgehalte analysiert und geprüft? (Darstellung bitte ab Beginn der Jodprophylaxe in RLP.)


25. Welche Jodgehalte wurden in den einzelnen Lebensmitteln gemessen? (Darstellung bitte pro Kalenderjahr mit Median, Höchstwert und Quantile im Boxplot.)


26. Haben die Veterinärämter Proben aus Schlachtkörpern entnommen und auf Jodgehalte geprüft? Wenn ja, welche Ergebnisse wurden dabei erzielt?


27. Wer prüfte und prüft noch heute die Korrektheit der Kennzeichnung von Lebensmitteln im Hinblick auf die Verwendung von Jodsalz und gegebenenfalls dessen Ausschluss, auch bei Produkten aus dem Ausland?

28. Wie, in welchem Umfang und mit welchen Ergebnissen wurden Produkte auf die korrekte Kennzeichnung im Hinblick auf die Verwendung von Jodsalz und gegebenenfalls dessen Ausschluss überprüft?

Erkennung jodbedingter Erkrankungen

Eine Überdosierung von Jod, sowohl in Menge und Dauer der Aufnahme, kann eine Vielzahl von Erkrankungen verursachen. Die entsprechenden Symptome (z.B. Herz-Kreislaufstörungen, Autoimmunerkrankungen), sind oftmals im Hinblick auf ihre Ursachen nicht eindeutig zuzuordnen.


29. Wie werden Ärzte in Aus- und Weiterbildung auf die Erkennung von jodbedingten Erkrankungen nach Kenntnis der Landesregierung geschult?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken ist nicht bekannt, daß Ärzte in Aus- und Weiterbildung auf die Erkennung von jodbedingten Erkrankungen geschult würden. Im Gegenteil:Von einer jungen Medizinerin erhielt Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. 2017 die Mitteilung, daß im Medizinstudium kaum über jodinduzierte Erkrankungen gelehrt würde, denn, Zitat: „wir leben ja in einem Jodmangelgebiet, da gibt es keinen Jodüberschuß, also auch keine durch Jod ausgelösten Erkrankungen.“Zitat Ende.

Beispiel: Ab der 258. Auflage, 1998, sind aus dem „Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch“ die Begriffe „Jodismus“ und „Jodallergie“ auf Rat von Experten (darunter Jodbefürworter) entfernt worden. Jodallergische Erkrankungen und Jodismus, auch Jodvergiftung, können seitdem von Medizinern nicht mehr im Pschyrembel nachgeschlagen werden. Folge dieser Eliminierung von medizinischen Begriffen: Patienten mit Jodallergie und Jodismus sind seitdem praktisch nicht mehr sachgerecht im durchjodierten Deutschland behandelbar und leben in ständiger Lebensgefahr, wenn sie nicht konsequent auf jodierte Lebensmittel aus Deutschland verzichten können.

30. Welche Fachbücher, Kurse bzw. Ausbildungsunterlagen werden hierzu nach Kenntnis der Landesregierung herangezogen?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Fachbücher, Kurse bzw. Ausbildungsunterlagen zur Jodproblematik befassen sich fast ausschließlich mit sogenannten „Jodmangelkrankheiten“. Für Erkrankungen, die durch zuvielJod verursacht werden, gibt es seit Beginn der Zwangsjodierung nur wenige wissenschaftliche Publikationen (s. u.a. Dr. Max O. Bruker/Ilse Gutjahr, Dagmar Braunschweig-Pauli), die wohl mit folgender Notiz gemeint sind: „Der relativ kleine Anteil von Jodgegnern macht allerdings relativ viel von sich her.“, in: „Fakten zur Jodversorgung in Deutschland“, Herausgegeben vom AKJ, 1997. Wie oben erwähnt, wurde aus demPschyrembel. Klinisches Wörterbuch“ 1998 in der 258. Auflage der Begriff „Jodismus“, und 2002 in der 259. Auflage der Begriff „Jodallergie“ entfernt. Auf die Beschwerde von Dagmar Braunschweig-Pauli beim De Gruyter-Verlag in Berlin, daß mit dem Wegfall der zentralen Begriffe „Jodismus“ und „Jodallergie“ für meist tödlich verlaufende jodinduzierte Erkrankungen gerade in der Zeit der extremen Überjodierung viele schwere jodinduzierte Erkrankungen gar nicht mehr von Medizinern im Pschyrembel nachgeschlagen werden könnten, was zu lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen führen würde, die von Medizinern aber aus unverschuldeter Unwissenheit nicht mehr als solche erkannt werden würden, erhielt sie vom De Gruyter-Verlag die Erklärung, daß die Entfernung der Begriffe „Jodismus“ und „Jodallergie“ auf Empfehlung von Experten erfolgt sei.

31. Gab es nach Kenntnis der Landesregierung in der Vergangenheit, vor allem in den Jahren sehr hoher Jodeinsätze bis 2005, Fälle von jodbedingten Erkrankungen in Rheinland-Pfalz und wie wurden diese dokumentiert?

Antwort Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker: Gesammelte Erfahrungsberichte der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken zeigen, daß jodbedingte Erkrankungen seit Beginn der Zwangsjodierung praktisch explodiert sind, aber Jod als Krankheitsverursacher in der Diagnostik praktisch generell vermieden wird. So wird die „Jodakne“ beispielsweise als „Altersakne“ bezeichnet. Für solche ausweichenden Diagnosen prägte Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. Den Begriff „Alibi-Diagnosen“. Auch Allergologen, die Jodallergikern früher einen Jodallergie-Ausweis ausgestellt hatten, nahmen diese Diagnose später wieder zurück mit dem Argument, daß es keine Jodallergie gäbe. Der Begriff „Jodallergie“ steht ja auch seit 2002 nicht mehr im Psychrembel.

Auf Grund dieser Streichung lebenswichtiger Jodbegriffe verfaßte Dagmar Braunschweig-Pauli zeitnah das Lexikon der Jodkrankheiten „Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod“, Herbig-Verlag ab 2003, um die nicht dem internationalen Wissensstand entsprechenden Wissenslücken in einigen deutschen medizinischen Nachschlagewerken mit ihrem dem internationalen medizinischen Standard entsprechenden Lexikon der Jodkrankheiten schnellstmöglich zu schließen.

Dokumentiert werden jodbedingte Krankenheiten in Rheinland-Pfalz – und im gesamten Bundesgebiet - m. W. nur von der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow – und Hyperthyreosekranken.


Die Folgen dieser Jodmangel-Politik, um die sich bis jetzt kein Verwortlicher kümmert, sind:


Eine kranke Bevölkerung
mit jodinduzierten Krankheiten, nicht nur an der Schilddrüse, sondern an allen Organen. Über den individuellen Bedarf hinaus ist Jod ein Ganzkörpergift und zählt zu den kanzerogensten Zusatzstoffen in Lebensmitteln. Jodzusätze in Lebensmitteln erhöhen die Nitrosaminbildung um mindestens das Sechsfache.

Ein Milchtourismus ins benachbarte Ausland, auch über den Kanal nach England, um unjodierte tierische Produkte, neben Milch, Quark, Joghurt, Sahne, Käse etc. auch Eier, Fleisch, Geflügel etc. und unjodierte Babynahrungzu kaufen.

Ein Patiententourismuszu Ärzten im Ausland, die, wenn nötig, auch Jod als Krankheitsursache diagnostizieren.

Ein kultureller Absturzeiner ganzen Bevölkerung durch fast vollständiges Ausgrenzen von Jodgeschädigten aus allem, was mit Essen und damit Geselligkeit zu tun hat. Für Jodgeschädigte gibt es in Deutschland praktisch keine Teilnahme mehr am geselligen Leben.

Ein Vertrauensverlust hinsichtlich deutscher Medizin auf ganzer Linie.

Ein Vertrauensverlust hinsichtlich deutscher Lebensmittel.

Ein Vertrauensverlust hinsichtlich deutscher Medien, die sich von Jodbefürwortern von Anfang an auf die medizinisch keineswegs zu rechtfertigende Jodmangellinie haben einschwören lassen.

Ein Vertrauensverlust hinsichtlich der etablierten Parteien, die sich bis jetzt praktisch überhaupt nicht um die verzweifelte Ernährungssituation einer signifikant hohen Zahl von Jodgeschädigten – in zweistelliger Millionenzahl- kümmern, obwohl sie seit 1995 vielfach und wiederholt von Betroffenen darüber informiert worden sind.

Eine unverhältnismäßig hohe finanzielle Belastung der Jodgeschädigten dadurch, daß sie sehr viel Zeit und Geld aufwenden müssen, um teurere ausländische Produkte oder im Ausland selbst ihre verträglichen, weil nicht künstlich jodierten Lebensmittel zu kaufen. Auch die Kosten für oft lebensrettende zusätzliche Medikamente oder die sachgerechte Behandlung ihrer jodinduzierten Erkrankung im Ausland tragen die Jodgeschädigten meist aus eigener Tasche. Durch die praktisch unausweichliche Zwangsjodierung der Lebensmittel werden Menschen infolge einer medizinischen Zwangsmaßnahme, die das Grundrecht Art. 2, Absatz 2: „Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ verletzt, krank gemacht, aus der Gesellschaft ausgeklinkt, und mit der dadurch verursachten finanziellen Zusatzbelastung völlig allein gelassen.

Ein beklemmendes Klima der Angst und Einschüchterung vor z.T. existenzvernichtenden Repressalien.


Verantwortlich für die Antworten und die Darstellung der Folgen der Jodmangel-Politik: Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Sprecherin Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken, Trier, den 5. Mai 2019.