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Jod-Deklaration in Deutschland


Über die Deklaration von Jodzusätzen in Lebensmitteln sind viele Vebraucher, aber auch einige mir bekannt gewordene Bäcker, oft nicht ausreichend oder leider gar nicht informiert.

So wurde der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow - und Hyperthyreosekranken schon öfter mitgeteilt, daß auf verpacktem Brot "Salz" deklariert war, obwohl die Bäckereifachverkäuferin auf die Frage, welches Salz in der Bäckerei verwendet würde, mit "Jodsalz" antwortete. Anschließende Nachfragen bei der Leitung der Bäckerei ergaben dann, daß in dieser Bäckerei tatsächlich Jodsalz verwendet wurde, womit die Deklaration "Salz" auf den Brotverpackungen nicht nur als falsch eingestuft werden muß, sondern als Verstoß gegen die Deklarationspflicht.
Eine solche falsche Deklaration von Jodsalz als "Salz" bedeutet eine akute gesundheitliche Gefährdung von Menschen, die dieses Jodsalz aus gesundheitlichen Gründen strikt meiden müssen.

Für Jodallergiker besteht durch den Verzehr von in gutem Glauben als sicheres Lebensmittel eingekauftes mit "Salz" deklariertes Produkt, das in Wirklichkeit aber nicht deklariertes Jodsalz enthält, die Gefahr des anaphylaktischen Schockes, der sofort intensivmedizinische Behandlung erfordert.

Menschen mit der seit der Zwangsjodierung durch die hohen Jodzusätze auf mindestens 4% angestiegenenen Autoimmunerkrankung Morbus Basedow müssen Jodsalz und künstliche Jodzusätze in allen Lebensmitteln ebenfalls strikt meiden, da bei ihnen durch zusätzliches Jod die sogenannte Thyreotoxische Krise ausgelöst werden kann, die oft zum Tode führt.
Der Schilddrüsenspezialist Prof. Dr. med. Pfannenstiel stellt bei einer jodinduzierten Hyperthyreose fest: " Die extrem hohe Mortalität von 10 - 50% läßt sich nur senken, wenn prophylaktische Maßnahmen wahrgenommen werden, ... Wirksamste Prophylaxe ist die Vermeidung der Jodkontamination." (zitiert aus: top medizin 10/99: 42-43)
In Amerika sind allein durch die Jodierung von Jodsalz 10.000 Tote dokumentiert. (Quelle: Der Spiegel, Ausgabe Nr. 50, Artikel: "Würze für den Geist" von Christoph Behrens, S. 146)

Menschen mit der allein durch hohe Jodzusätze - Jodsalz + jodierte tierische Produkte+jodierte Fertiglebensmittel etc - ausgelösten Autoimmunerkrankung Morbus Hashimoto, die seit Beginn der Zwangsjodierung in Deutschland von unter 1% auf mindestens 12,5 % (Quelle: WDR, 2009) angestiegen ist, dürfen ebenfalls keinerlei jodierte Lebensmittel, auch kein Jodsalz, zu sich nehmen.

In Deutschland ist, anders als in Amerika, die "Jodsituation" neben der Verwendung von Jodsalz noch durch die heimliche Jodierung des Viehfutters - bei der es nach Laboruntersuchungen der FAL in Braunschweig (2006) noch nach der Absenkung der erlaubten Jodmengen im Viehfutter von 40 µg Jod pro KG Futter auf 5 µg Jod pro KG Futter zu einem Jodeintrag von 1522 µg Jod in 1 Liter Milch kommt - verschärft.

Laut WHO steigt ab der täglichen Zufuhr von 200 µg Jod die Gefahr, eine Schilddrüsenerkrankung zu entwickeln.

Jod summiert sich: zum Jod im Jodsalz kommen die extrem hohen Jodeinträge in tierischen Produkten wie Milch, Butter, Sahne, Quark, Joghurt, Käse etc. sowie Jodzusätze in Halb- und Fertigprodukten und Produkten wie Schokolade, Eis, Pudding, Eierlikör, die tierische Produkte wie Milch, Butter, Eier etc. enthalten.

Deshalb kann man die Jodsituation in Deutschland nicht mit der Jodsituation anderer Länder, z.B. Amerika vergleichen, wo nur Jodsalz verwendet wird, und das natürlich auch nur auf freiwilliger Basis.

In Deutschland hingegen ist die Jodaufnahme unfreiwillig.
Über den heimlichen Jodeintrag - durch jodiertes Viehfutter - in tierischen Produkten und ihrer weiteren Verarbeitung in nahzu sämtlichen Lebensmitteln und Halb- und Fertiggerichten ist die Jodaufnahme praktisch unkontrollierbar und damit der freien Entscheidung, ob man dieses zusätzliche Jod zu sich nehmen möchte oder nicht, völlig entzogen.
Die Jodaufnahme in Deutschland ist - im Gegensatz z.B. zu Amerika, unfreiwillig, folglich eine Zwangsmaßnahme.

Wichtig zu wissen: Jod als medikamentös wirkender (und in Form der offiziellen "Jodsalzprophylaxe" auf die Schilddrüse medikamentös wirken sollender) Zusatzstoff in Lebensmitteln erschwert bzw. verhindert eine erfolgreiche medizinische Therapie von Schilddrüsenerkrankungen. Aktuell äußert sich dazu der Berliner Schilddrüsenspezialisten Prof. Dr. med. Jürgen Hengstmann in drei Interviews auf www.jod-kritik.de.

Jod als medikamentös wirkender Stoff ist eine Wirksubstanz, die als Arzneimittel gilt.
Laut AMG (Fassung vom 26.07.2000) ist ein Arzneimittel eine Wirksubstanz, "die in der Medizin zu diagnostischen, therapeutischen oder prophylaktischen Zwecken eingesetzt wird. Ein Arzneimittel ist allerdings kein Lebensmittel im Sinne des §1 des Lebensmittel - und Bedarfsgegenständegesetz." (Zitiert aus: Dagmar Braunschweig- Pauli "Basisartikel JOD", 2012, S. 32)

Für jede medizinische, auch prophylaktische, Maßnahme muß laut geltendem Medizin- und Grundrecht in Deutschland die persönliche Einwilligung eines jeden Bürgers eingeholt werden.

Für die sogenannte "generelle Jodsalzprophylaxe" in Deutschland fehlen - damit sie keine Körpderverletzung nach §§ 223ff StGB bzw. keine gefährliche Körperverletzung nach §224 StGB darstellt - ca. 80 Millionen Einwilligungen.

Wichtig ist zu wissen, daß es erlaubtermaßen deklarierte UND undeklarierte Jodzusätze in Lebensmitteln in Deutschland (aber auch in Österreich und der Schweiz) gibt.

1. Jodzusätze, die deklariert werden müssen, sind solche in Form von Jodsalz, wenn dies Lebensmitteln zugesetzt wird, die zum Verkauf verpackt werden.

Diese deklarierungspflichtigen Jodzusätze können u.a. auf Produktetiketten wie folgt deklariert sein: Jodsalz (oft im Fettdruck), jodiertes Salz, jodiertes Speisesalz, jodiertes Kochsalz, Kochsalz jodiert, jodiertes Nitritpökelsalz, Jodat.

2. Jodzusätze, die nicht deklariert werden müssen sind
a) solche in Form von Jodsalz, wenn dies Lebensmitteln zugesetzt wird, die lose in den Verkauf gebracht werden;
b) Jodzusätze, die über jodiertes Viehfutter - auch im Biobereich - in die Nahrungskette gelangen.

Im Fall der unter a) aufgeführten künstlichen Jodzusätze durch Jodsalz muß der Verkäufer Informationen über die den lose verkauften Lebensmitteln wie Brot, Wurst, etc. zugesetzten Inhaltstoffe für eine Verbrauchernachfrage zur Hand haben.
Denn: Jeder Verbraucher hat das Recht zu erfahren, welche Inhaltstoffe den Lebensmitteln, die er kaufen möchte, zugesetzt worden sind.

Im Falle der unter b) aufgeführten künstlichen Jodzusätze im Viehfutter muß davon ausgegangen werden, daß künstliche Jodzusätze auch in verpackten Lebensmitteln aus Deutschland (aber auch Österreich und der Schweiz) wie Schokolade, Kekse, Eis, Eierlikör etc., denen tierische Produkte wie Ei-Bestandteile z.B. in Form von Ei/Vollei, Eipulver, Eigelbpulver, Hühnerei-Eiweißpulver, Trockeneigelb, Eiweiß, und Milch-Bestandteile wie z.B. in Form von Molkereierzeugnis, Milch, Milchzucker, Milcheiweiß, Süßmolke, Süßmolkepulver, Magermilch, Magermilchpulver, Molke, Laktose, Käsepulver, Frischkäse, Aroma (mit Milch), Kann Spuren von Milch enthalten, Butter, tierische Fette, Sahne, Fleisch, Rindfleisch, Schweinefleisch bzw. Schweineschmalz etc. enthalten sind.

"Unjodiert"
Wohl zur Klärung der oft für Verbraucher nicht eindeutigen Deklaration von Salz wird neuerdings in Deutschland, aber auch in Österreich der Begriff "Unjodiert" in Verbindung mit Salz benutzt, z.B. "unjodiertes Meersalz" und "unjodiertes Speisesalz" bei abgepacktem Brot oder auf Käseverpackungen.
Siehe dazu auch den aktuellen Artikel von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. "Unjodiert" - neuer Qualitätsbegriff etabliert sich. Neuer Deklarationsbegriff "unjodiert" kennzeichnet Wandel im Bewußtsein von Lebensmittelproduzenten und Verbrauchern", Trier, 30. Mai 2013 unter Artikel

Weitere Detail-Informationen zu deklariertem und nicht deklariertem Jod in Lebens- und Futtermitteln befinden sich im aktuellen Ratgeber "Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze. Ein Rezept- und Einkaufsbuch für Jodempfinclihe und Gesundheitsbewußte" von Dagmar Braunschweig-Pauli, Trier, 2. aktual. Auflage 2012, S. 14ff.

Aktualisiert am 25.01.2014