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HESSISCHER RUNDFUNK

Hinweis zur Sendung im Hessischen Rundfunk über „Jod- Wieviel ist gesund“ (bei „Alles ‚Wissen“) am Mittwoch, den 08.10.2014, 21 Uhr.

Unter folgenden Links

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=89227&key=standard_document_53195911

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?jmpage=1&rubrik=89227&mediakey=fs/alleswissen/2014_10/141008214243_aw_jod_41586&type=v&jm=1&key=standard_document_53195911

ist diese für unsere Gesundheit sehr wichtige Sendung noch in der Mediathek zu sehen.

Als Sprecherin der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken bedanke ich mich sehr herzlich bei Petra Stein, der Autorin dieses Beitrages, und dem Hessischen Rundfunk für dessen Ausstrahlung.

Mein ausführlicher Kommentar zur Sendung folgt in Kürze.

Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken, Trier, 11.Oktober 2014.



AUSFÜHRLICHER KOMMENTAR ZUR SENDUNG IM HR

Ausführlicher Kommentar zur Sendung „Jod- Wieviel ist gesund?“ im Hessischen Rundfunk (hr) am 08.10.2014 bei „Alles Wissen“, 21Uhr.

Diese Sendung ist noch in der Mediathek verfügbar unter

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=89227&key=standard_document_53195911

und

http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?jmpage=1&rubrik=89227&mediakey=fs/alleswissen/2014_10/141008214243_aw_jod_41586&type=v&jm=1&key=standard_document_53195911


Auch im Namen der Deutschen Selbsthilfegruppe der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken bedanke ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bei allen, die die Entstehung dieser Berichterstattung ermöglicht haben: bei Petra Stein, der Autorin dieses Beitrages und dem Hessischen Rundfunk für diese Berichterstattung über die Auswüchse der Jodierung , und bei Dr. med. Roman Machens für seine Kritik an der „Zwangsjodierung“ aus medizinischer Sicht.

Ein herzliches Danke geht auch an den Supermarkt Wasgau auf dem Petrisberg in Trier, der Petra Stein die Dreherlaubnis für die Einkaufssequenzen erteilt hat.

Und ich bedanke mich auch sehr herzlich bei dem tollen Dreh-Team, mit dem zusammen ich fast einen ganzen Tag mit konzentriertesten Dreharbeiten verbrachte!

Seit der Ausstrahlung dieser Sendung gehen bei der Deutschen Selbsthilfegruppe der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken viele sehr sehr dankbare Rückmeldungen dafür ein, daß in dieser Sendung des hr die einer ganzen Bevölkerung seit über zwanzig Jahren aufgezwungene Zwangsjodierung endlich als das bezeichnet wird, was sie in Wirklichkeit ist: ein „Menschenexperiment“ und ein „Skandal“!

Denn die Jodmengen, denen wir ausgesetzt sind, befinden sich nicht nur im Salz, wie man uns weiß macht, sondern auch im Viehfutter und damit in sehr großen Mengen in nahezu sämtlichen tierischen Produkten.

Die so zustande kommende Jodmenge ist unbekannt und unkontrollierbar.

Niemand, der aus gesundheitlichen Gründen künstlichen Jodzusätzen ausweichen muß, kann das in Deutschland noch tun. Betroffene leben hier in einem Land, in dem sie arbeiten, Steuern zahlen, aber über die für sie - durch die Jodzusätze -ungenießbaren Lebensmittel komplett aus dem Leben ausgeklinkt sind.

Dr. med. Roman Machens aus Landshut, Bayern, ist einer der Mediziner, die diese Überjodierung kritisieren: „So viel Jod im Essen kann uns krank machen!“ Und „Jod ist an sich ein giftiger Stoff. Man kann sich mit Jod umbringen. Man muss nur genügend viel davon nehmen. Das geht ganz schnell. Also, es ist höchste Zeit, die Menge zu kontrollieren und zu reduzieren.“

Und über die hohen Jodmengen in unverpackten Lebensmitteln und in tierischen Produkten, die nicht deklariert werden müssen, äußert Dr. Machens: „Dieses Verstecken, diese mangelnde Transparenz ist letztendlich eine Zwangsjodierung. Das ist sehr sanft und unauffällig und ist von Jahr zu Jahr mehr geworden. Man kann auch nicht ohne weiteres ein Menschenexperiment machen, es läuft aber genau genommen

in unserer Gesellschaft ein Menschenexperiment.“

Die Erklärungen von Frau Dr. Anke Ehlers, einer Vertreterin des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) in Berlin, genügten den Erwartungen, die man einem Bundesinstitut gegenüber haben darf, das sich die Bewertung der gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung auf die Fahnen geschrieben hat, leider in keinem einzigen der zur Sprache gebrachten Punkte.

So behauptete Frau Dr. Ehlers, Zitat: „Deutschland war ein Jodmangel-Land. Es traten sehr häufig vergrößerte Schilddrüsen auf, knotige Schilddrüsen. Auf Grund des Jodmangels in Deutschland. Und es waren Maßnahmen erforderlich, um die Jodaufnahme der deutschen Bevölkerung zu verbessern.“ Zitat Ende.

Wissenschaftliche Quellen für diese Aussagen existieren nicht.

Dafür gibt es aber wissenschaftliche Belege für das Gegenteil: „In einer im Jahre 2003 von der WHO herausgegebenen Studie, die weltweit den Jodstatus auf Grund von Untersuchungen von 1993 bis 2003 (in: „Degree of Public Health Significance of Iodine Nutrition Based on Median Urinary Iodine“) dokumentiert, gehört Deutschland mit 100-199 µg/l zu den optimal jodversorgten Ländern weltweit (s. „Source: WHO Global Database on Iodine Deficiency, 1993 – 2003“). Und das seit 1993, als die sogenannte „flächendeckende Jodierung““ gerade offiziell angelaufen war. (Zitat aus. „Dagmar Braunschweig-Pauli: Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum, Trier 2012, S. 141)

Ganz sicher aber bezog sich die WHO für diese Studie auf die in Fachkreisen bekannten Ergebnisse der Laboruntersuchungen, die nach Beginn der 1985/86 heimlich in Deutschland begonnenen Jodierung des Viehfutters erstellt wurden, um die Erhöhung der Jodmengen in tierischen Produkten festzustellen: „Die 1985 bzw. 1986 begonnene Iodierung des Speisesalzes (20 mg I/kg) und der Mineralstoffmischungen für Wiederkäuer und Schweine (10 mg I/kg), die 1990 durch die des Geflügels ergänzt wurde, …“ „Diese Maßnahme verbesserte das I-Angebot des Menschen hochsignifikant, wie der I-Gehalt verschiedener tierischer Lebensmittel belegt.“ …

„ Anschließend machte sich die Iodierung der Mineralstoffmischungen landwirtschaftlicher Nutztiere deutlich bemerkbar und führte über den hohen I-Gehalt von Ei, Eierzeugnissen, Milch und Käse zu einer signifikanten Verbesserung der I-Versorgung, …“ und „Immerhin gelangten über Mineralstoffmischungen von 1986 bis 1988 jährlich etwa 1800 kg I als Iodat in die Nahrungskette von Tier und Mensch…“

Schließlich wurde 1992 folgende Steigerung der Jodmengen in tierischen Produkten in wissenschaftlichen Berichten festgehalten: „Der mittlere I-Gehalt des Hühnereies vervierzehnfachte sich im Vergleich zum I-Anteil der Eier von 1988. … Der I-Gehalt der Milch vervierfachte sich von 1988 bis 1992. Er ist noch im Steigen begriffen. In ähnlichem Umfange erhöhte sich die I-Konzentration des Käses, und anderer mit Milch zubereiteter Erzeugnisse, wie z.B. Vollmilchschokolade, deren I-Gehalt sich verdoppelte. „(alle Zitate s. Köhrle, J.(Hrsg.): Mineralstoffe und Spurenelemente. Würzburg 1996, In: Schriftenreihe der Gesellschaft für Mineralstoffe und Spurenelemente e.V., Stuttgart 1998, S. 209, 214, 224, zitiert in: Dagmar Braunschweig-Pauli „Jod-Krank“, a.a.O., S. 327)

Diese wissenschaftlichen Ergebnisse über die „hochsignifikante“ Steigerung der Jodmengen in tierischen Produkten VOR Beginn der offiziellen „Jodsalzprophylaxe“ infolge der Viehfutterjodierung fanden zu keiner Zeit Eingang in die
a) Tabellen der Jodmengen in Lebensmitteln, die etwa ab 1992 für die politisch - seit 1984 - geplante „Jodsalzprophylaxe“ erstellt wurden, um die – tatsächlich gar nicht vorhandenen – geringen Jodmengen in Lebensmitteln darzustellen und
b ) die Gesundheitspolitik, die stur an ihrer sogenannten „Jodmangel“-These festhielt und trotz der 1992 wissenschaftlich nachgewiesenen „hochsignifikanten“ Jodmengen in tierischen Produkten 1993 mit dem Rundtischgespräch am 4. Oktober 1993 in Berlin unter dem Motto

„Notwendigkeit der Jodsalzprophylaxe“ den Startschuß für die sogenannte „flächendeckende Jodierung“ gab.

Die Behauptung, s. Zitat Ehlers (s.o.):„Deutschland war ein Jodmangel-Land.“, war bereits zu Beginn der sogenannten „Jodsalzprophylaxe“ völlig gegenstandslos.

Im Gegenteil war die seit 1985 erhöhte Jodaufnahme über tierische Produkte für viele Bürger zuviel für ihre Gesundheit und sie wurden krank, u.a. mit Schilddrüsenvergrößerungen und Autonomien (=sogenannte „Heiße Knoten“), den von Frau Dr. Ehlers aufgezählten vermeintlichen Jodmangelkrankheiten, Zitat „Es traten sehr häufig vergrößerte Schilddrüsen auf, knotige Schilddrüsen.“

Diese waren eher jodinduzierte Schilddrüsenerkrankungen als Ergebnis der bereits seit 1985 herrschenden Hochjodierung über das Viehfutter, also Jodüberschußkrankheiten und keinesfalls das Ergebnis eines Jodmangels.

Bereits damals hätten Maßnahmen ergriffen werden müssen, den hohen Jodeintrag über das Viehfutter zu kontrollieren!

Fakt: Seit 1993 findet in Deutschland aufgrund einer – wissenschaftlich widerlegten - Behauptung, die sogenannte „flächendeckende Jodsalzprophylaxe“ statt, trotz gegenteiliger wissenschaftlicher Erkenntnisse und trotz der bereits seit 1985 stark ansteigenden jodinduzierten Erkrankungen u.a. wie M. Basedow (bis 2009 Anstieg von 1% auf über 4%), und M. Hashimoto (bis 2009 von 0% auf über 12,5%, zitiert in: Dagmar Braunschweig-Pauli: „Die Jod-Lüge“, Herbig-Verlag München, 6. Aufl. 2013, S. 15)

In Bezug darauf daß das Jod in unserer Nahrungskette möglicherweise auch bzw. z.T. ein kontaminiertes Recyclingsprodukt sein könne, irritiert die Haltung des BfR ebenfalls.

Hier scheint keinerlei Interesse an einer Aufklärung von Seiten des BfR zu bestehen, ob das den Menschen im Übermaß aufgezwungene Jod kontaminiert ist oder nicht.

Dr. Anke Ehlers erwähnte eine „Überwachungsbehörde“, in deren Zuständigkeit es ihrer Meinung nach falle, den Sachverhalt einer Kontaminierung zu überprüfen. Was das für eine andere „Überwachungsbehörde“ neben dem Bundesinstitut für Risikobewertung sein könne, sagte sie nicht.

Zum Thema „Recycel-Jod“ hat die Journalistin Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. seit 1996 umfassend recherchiert und erstmals 2000 in „Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum“ veröffentlicht (a.a.O., S. 178ff.)

Schließlich gab es auch Nachfragen, warum die einzigen Hinweise, die verzweifelten Betroffenen weiterhelfen können, Überlebensmittel im durchjodierten Deutschland zu finden, nur im Text des Sendemanuskriptes nachzulesen sind und nicht im Film genannt werden.

Der letzte Absatz des Sendemanuskriptes, „
Wege aus der Jod-Krise“, in dessen dazugehörender Filmsequenz Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. (Gründerin und Sprecherin der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken und Sachbuchautorin) gezeigt wird, wie sie ihre im Ausland eingekauften französischen (in Frankreich ist die Jodierung von Lebensmitteln verboten, s. Kochen und Einkaufen ohne künstliche Jodzusätze, a.a.O., S. 15) Milchprodukte in den Kofferraum ihres Autos einlädt, endet – laut Text des Sendemanuskriptes – mit, Zitat: „Um anderen Menschen zu helfen, hat sie mehrere Sachbücher geschrieben und eine Selbsthilfegruppe gegründet.“
Zitat Ende.

In der am Mittwoch, den 08. 10. 2014 um 21 Uhr ausgestrahlten Sendung fehlt dieser letzte Satz des Manuskriptes mitsamt seiner Filmsequenz, in der das eigens dafür gefilmte Cover ihres Einkaufsbuches „Kochen und Einkaufen ohne künstliche Jodzusätze“ eigentlich hatte gezeigt werden sollen.

Der im gesendeten Film fehlende Satz „Um anderen Menschen zu helfen, hat sie mehrere Sachbücher geschrieben und eine Selbsthilfegruppe gegründet.“ ist jedoch im Sendemanuskript auf der Website des hessischen Rundfunkes noch verfügbar.

Quellen:

Alle hier zitierten O-Töne sind dem Sendemanuskript entnommen, veröffentlicht auf der Homepage des hr, am 08.10.2014, 14Uhr 46.

Sachbücher (Auswahl) zur Jodproblematik von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A.:

Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum, Verlag Braunschweig-Pauli Trier, 3. Aufl. 2012.

Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod. Das Jodlexikon. Herbig-Verlag München, 6. Aufl. 2013.

Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze. Ein Rezept- und Einkaufsbuch für Jodempfindliche und Gesundheitsbewußte. Verlag Braunschweig-Pauli, 3. Aufl 2014.

Basisartikel JOD. Basisinformationen zur „generellen Jodsalzprophylaxe“, Verlag Braunschweig-Pauli Trier, 4. Aufl. 2012.

Die Jodartikel-Sammlung. Artikel über spezielle jodinduzierte Erkrankungen. Verlag Braunschweig-Pauli Trier, 2011.

eBook/Kindle-shop: Jod-Kritik in Briefen von 1995 – 2013. Verlag Braunschweig-Pauli Trier 2013.

Weitere Sach- Informationen finden sich auf www.jod-kritik.de

Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M. A., Sprecherin der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken, Trier, den 13.10.2014.