Hoher Milchjodgehalt

HOHER MILCHJODGEHALT

Milchjodgehalt höher als bisher errechnet

Erlaubter Jodhöchstgehalt von 5mg Jod/kg Futter führt sogar zu 1522 µgJod/ l Milch.

Die Jodmenge von 1380 µg Jod/l Milch, die ich im Jodvideo (Oktober 2011) nenne, basiert auf den wissenschaftlichen Untersuchungen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig von 2006. Laut diesen Laboruntersuchungen führt ein Jodzusatz von 10 mg Jod/kg Futter zu 2760 Mikrogramm Jod pro Liter Milch (genaue Quellenangabe s. Jod-Lüge, S. 227, s. dazu auch meine „Jodrechnung“ auf meiner Website www.jod-kritik.de).
2005 hatte die WHO die im Tierfutter erlaubte Jodmenge halbiert, also auf 5 mg Jod/kg Futtermittel herabgesetzt, so daß dieser neue Jodzusatz nur noch zur

Hälfte des oben errechneten Jodeintrages - 2760:2= - „nach Adam Riese“ also zu 1380 µg Jod in 1 Liter Milch hätte führen müssen.

Es stellt ich nun aber heraus, daß die bislang auf Grund dieser Laboruntersuchungen errechneten Jodmengen von 1380 µgJod/l Milch – ich hatte diese Jodmenge im Jodvideo ja in Form von 13 ¾ Jodtabletten veranschaulicht -
inzwischen weiter nach oben korrigiert werden müssen.

Nach neueren Untersuchungen (aus: „Neue Untersuchungen zur Beeinflussung des Milchjodgehaltes durch Joddosis, Jodantagonisten und Jodspezies in der Milchkuhration“ der Proff. K. Franke, H. Wagner, U.Meyer und G. Flachowsky auf der 43. Kulmbacher Woche vom 6.-7. Mai 2008, veranstaltet vom Max-Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut

für Ernährung und Lebensmittel, in: Kurzfassungen der Fachvorträge, S. 36/37) führte die Zugabe dieser Jodmenge „bei rapsfreier Ernährung“ zu einer durchschnittlichen Milchjodkonzentration von 1522µg/kg . Zitat aus der genannten Vortragsfassung: „Der Verzehr von einer Portion Milch pro Tag (0,2L) würde demzufolge bereits zu einer Aufnahme von ca. 300µg und somit zum Überschreiten des von der D-A-CH für den Menschen angegebenen Tagesbedarfes für Jod (180-200µg/d) führen. … Schlussfolgerungen Milch kann bei Jodsupplementation des Futters eine bedeutende Jodquelle für die Humanernährung darstellen. Allerdings bieten die hohen, bei dem futtermittelrechtlich erlaubten Höchstgehalt ermittelten Milchjodkonzentrationen Anlass zur erneuten Diskussion des Höchstgehaltes. …“ (a.a.O., S. 37)

Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Sprecherin der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken, Trier, den 13.02.12