Krebsforschung

KREBSFORSCHUNG



Krebsforschung: Jod erhöht die Nitrosaminbildung



Buchauszug aus „Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum“ von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., 3. Aktualisierte Auflage Trier, 2012, S. 210-222:

Kapitel 40 „Jod ist krebserregend“
Am Schlimmsten ist wohl das Zusammenwirken von Jod und Thiocyanat sowie Jod und Chlorogensäure, weil sie zusammen einen sehr starken synergistischen Effekt auf die Nitrosaminbildung im Körper haben.

Aber schon ganz alleine löst Jod eine sehr starke Nitrosierungsreaktion aus.

Nitrosamine zählen zu den stärksten krebserzeugenden Stoffen überhaupt.

Seit 1987 weiß man um die starke krebsfördernde Wirkung des Jodes, seitdem der Aufsatz „Einfluß von Nahrungsmittelinhalts- und zusatzstoffen auf die Nitrosaminbildung unter physiologischen Bedingungen - ein kurzer Überblick“ der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. D. Lathia und D. Kloep (a.a.O., S. 98-101) erschienen ist.
Einleitend informieren die beiden Ernährungswissenschaftler über den aktuellen Wissensstand der Krebsentstehung: „Internationale wissenschaftliche Untersuchungen haben bereits gezeigt, daß mehr als 40 Prozent der Organkrebse durch Fehl- und/oder Mangelernährung sowie durch Zufuhr karzinogener Substanzen entstehen. ... Die Ergebnisse der bisherigen umfangreichen Untersuchungen zeigten deutlich, daß die Nitrosamine in zahlreichen Organen selektiv Krebs erzeugen. ... So wirken einige Nahrungsmittelinhaltsstoffe wie Bromide, Jodide, Thiozyanate, Chlorogensäure, Polyphenole, Metallsalze usw. katalysierend auf die In-vivo-und In-vitro-Nitrosaminbildung.“ (a.a.O., S. 98)

In dem folgenden Kapitel „Nahrungsmittelinhaltstoffe als Katalysatoren“ berichten die Autoren von Forschungsarbeiten von „Boyland et al.(1971)“, die „die katalytische Wirkung einiger Anionen auf die Bildungsgeschwindigkeit der Nitrosamine“ untersuchten und dabei „die starke katalytische Wirkung von Halogeniden wie Bromid und Jodid sowie Pseudohalogenid Thiocyanat auf die Nitrosierungsreaktion“ feststellten.(a.a.O., S. 99)

Diese starke katalytische Wirkung von Halogeniden auf die Bildungsgeschwindigkeit der Nitrosamine veranschaulichen die Autoren in einer Tabelle, in der sie die Stoffe nach der Stärke ihres katalytischen Effektes mit 1-3 Kreuzen versehen: „Tabelle 1: Einfluß einiger Nahrungsmittel-und Getränkeinhaltsstoffe auf die Nitrosaminbildung“.
Jod steht darin an erster Stelle, und es hat den stärksten katalytischen Effekt auf die Nitrosaminbildung, der mit drei Kreuzen angegeben wird.
Ebenfalls drei Kreuze hat das an zweiter Stelle stehende Thiocyanat. Chlorogensäure, dessen etwas schwächere katalytische Wirkung mit nur noch zwei Kreuzen verzeichnet ist, steht an dritter Stelle.
Nummer vier und fünf sind Metallsalze und Polyphenole, deren schwächster katalytischer Effekt auf die Nitrosaminbildung nur noch mit einem Kreuz dargestellt wird.

In dem Kapitel „Synergistische Wirkung verschiedener Katalysatoren“ erklären die Autoren: „Da die Möglichkeit besteht, daß zwei Katalysatoren wie z. B. Jodid- und Thiocyanationen bzw. Chlorogensäure und Thiocyanationen gleichzeitig im Speichel oder im Magensaft durch übermäßigen Verzehr von jod-, jodhaltigen Nahrungsmitteln ... vorkommen und beide Katalysatoren in vivo einen synergistischen Einfluß auf die Nitrosaminbildung ausüben können, wurden von uns auch die synergistischen Wirkungen von Jodid und Thiocyanationen und Chlorogensäure und Thiocyanationen auf die In-vitro-NMNA-Bildung untersucht.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung (Tabelle 2) zeigen deutlich einen sehr starken synergistischen Effekt dieser beiden Kombinationen (Lathia&Rütten 1979; Lathia & Frenzen 1983).“ (a.a.O., S. 100)

Lathia und Kloep kommen zu folgendem Ergebnis in der abschließenden „Schlussfolgerung: ... Die Katalysatoren wie Thiocyanat, Jodid und Chlorogensäure können jeweils einzeln eine katalytische oder zu zweit eine synergistische Wirkung auf die Nitrosierung ausüben, wenn sie gleichzeitig mit Nitrit und sek. Amin im Magen vorkommen. Dadurch könnte der menschliche Körper erhöhter Krebserkrankung durch die Potentierung der Nitrosaminbildung ausgesetzt werden.“ (a.a.O., S. 101)

Diesen Erkenntnissen entsprechend müsste die Bevölkerung seit 1987 darüber informiert sein, daß Jod eine wissenschaftlich bewiesene starke krebsfördernde Wirkung hat.

Anstelle dieser Information trat die Jodkampagne in der Werbung in die Öffentlichkeit, der die flächendeckende Jodierung in der Praxis folgte.

Mir ist der Aufsatz der Professoren Lathia und Kloep im Februar 1999 zur Kenntnis gelangt, und ich schrieb daraufhin am 25. Februar 1999 „Krebs durch Jod“ als Nr. 22 meiner Artikelserie über Jodkrankheiten: „Für eine erfolgreiche Krebsprophylaxe ist es erforderlich, auf den übermäßigen Verzehr von jodhaltigen Nahrungsmitteln zu verzichten.“
Am Beispiel von Kaffee mit Sahne mache ich die Brisanz des synergistischen Effektes deutlich: „Ein ... steigernder Effekt wird noch erzielt, wenn zwei Katalysatoren zusammentreffen, z. B. Jod und Thiocyanat, das im Speichel vorkommt, oder Jod und Chlorogensäure, die im Kaffee enthalten ist. Das ist der Fall, wenn sich beispielsweise das Jod der jodierten Kaffeesahne mit der Chlorogensäure des Kaffees im Magen verbindet. Ein ganz harmloses Frühstück kann auf diese Weise zum hochwirksamen Krebscocktail werden. Wenn man sich also wirkungsvoll vor Krebs schützen will, sollte man auf jede Art jodierter Lebensmittel verzichten. Außerdem bedeuten diese Forschungsergebnisse, daß eine Krebsdiät nur bei absoluter Jodabstinenz erfolreich sein kann.“ (a.a.O.)

Um Einzelheiten erweitert erschien mein Jodkrebs- Artikel im Oktober 2000 unter dem Titel „Krebskrank durch Jod? Über den Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und der Aufnahme künstlich jodierter Lebensmittel“ in dem Gesundheitsmagazin Balance. (a.a.O., S. 38-39).

Ich faxte diesen Artikel an nahezu alle bundesdeutschen Zeitungen und Illustrierten. Außerdem an Radio- und Fernsehanstalten, Krankenkassen, Ärztekammern, Radiologen, an Chefärzte von Krebsstationen, und natürlich auch an das Bundesgesundheitsministerium.
Der Informationsdienst von „Deutsche Krebshilfe e.V.“ in Bonn faxte mir am 11. Juni auf mein Fax vom Februar folgende Antwort zu: „Sehr geehrte Frau Braunschweig-Pauli, vielen Dank für Ihr Fax vom 16.05.99 (Eingang). Wir haben Ihr Schreiben zur Kenntnis genommen und werden uns gerne mit dem Inhalt auseinandersetzen. Für Ihre weitere Arbeit wünschen wir Ihnen viel Erfolg. Mit freundlichen Grüßen...“

Von dieser Antwort war ich enttäuscht. Immerhin bedeuten diese Ergebnisse, dass man, wenn man sich wirkungsvoll vor Krebs schützen will, auf jede Art jodierter Lebensmittel verzichten sollte. Das zu wissen ist auch wichtig im Zusammenhang mit den im März 1999 in den Medien (s. Fränkischer Tag, 03.03.1999) verbreiteten Eckpunkten der neuen Gesundheitsreform, die u.a. folgendes vorsehen: „Das Recht der Patienten auf Information solle erstmals gesetzlich geregelt werden. Beispielsweise sollten die Krankenkassen ihre Versicherten im Fall von Schadenersatzansprüchen beraten.“ (a.a.O.)

Für alle – nicht mehr vermeidbaren! - jodinduzierten Erkrankungen, auch Krebserkrankungen, könnte meines Erachtens dieser Anspruch bestehen und müßte einklagbar sein. Deswegen schickte ich meinen Jodkrebsartikel und die wichtigsten Jodinfos einschließlich des Video-Mitschnittes der Brisant-Sendung „Krank durch Jod“ am 7. März 1999 an die damals neue Gesundheitsministerin Frau Andrea Fischer und schrieb, daß ich sehr froh darüber wäre, daß „das Recht des Patienten auf Information gesetzlich“ geregelt werden solle, denn „an Informationen darüber, was dem Patienten schadet, hat es nämlich in den letzten Jahren völlig gemangelt - im Interesse der flächendeckenden Jodierung, und zum gesundheitlichen Schaden der Bürger.
Man kann es nur als Skandal bezeichnen, daß, wie Sie an meinen Beilagen sehen, die starke Kanzerogenität des Jodes seit 1987 der Öffentlichkeit vollständig verschwiegen wird. Statt dessen wurden und werden die Bürger ausschließlich - und falsch! - informiert, Jod sei nur gesund, ohne Risiko...“

Wieder erhielt ich eine mich sehr enttäuschende Antwort vom Bundesministerium für Gesundheit, datiert vom 22. März 1999: „ ... Frau Bundesministerin Fischer hat mich gebeten, Ihnen zu antworten. ... Hinsichtlich der Frage, ob Jod cancerogen ist, weise ich darauf hin, daß vor der Zulassung von Kaliumjodat als Zusatz zu Speisesalz Prüfungen stattgefunden haben, die keinerlei Anhaltspunkte ergaben, daß dieser Zusatz krebsauslösend ist.“

1987 veröffentlichte Ron. E et al. im „Journal of the National Cancer Institute“ die Ergebnisse einer Studie über die Entstehung von Schilddrüsenkrebs: „A population-based case-control study of thyroid cancer.“ Im EU.L.E.N-Spiegel, dem Organ von „Wissenschaftlicher Informationsdienst des Europäischen Institutes für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E.) e.V.“ werden diese Forschungsergebnisse unter dem Titel „Krebs durch Vitamin D und Jod“ (in: Nummer 3, 24. April 1996, S. 5) folgendermaßen zusammengefaßt: „Für die Entstehung von Schilddrüsenkrebs“ erwiesen sich „als Risikofaktoren“ allerdings „die Radiotherapie von Hals und Kopf, gutartige Knoten, Kropf und eine familiäre Belastung mit Schilddrüsenkrebs.“ Offensichtlich spielt auch die Ernährung bei der Entstehung von Krebs eine wichtige Rolle. Zitat:
„Unter den Nahrungsfaktoren hatte die Einnahme von Vitamin-D-Supplementen (medulläres Carcinom) einen signifikanten Einfluß und der Verzehr von Meeresfrüchten (folliculäres Carcinom), die eine reichhaltige Jodquelle darstellen. Die Autoren stützen ihre Beobachtung mit einer anderen Studie, die ebenfalls eine erhöhte Jodzufuhr als Ursache für Schilddrüsenkrebs identifizierte.“ Interessant finde ich die Erklärung der Autoren, daß kropfförderndes Gemüse wie Kohl oder Brokkoli das Krebsrisiko senkt, weil es die Jodaufnahme der Schilddrüse blockiert. Der Artikel schließt mit dem Resumee:
„Anmerkung: Da Jodid die Bildung von Nitrosaminen katalysieren kann, ist es durchaus denkbar, daß eine erhöhte Jodaufnahme diverse Krebsarten fördert. Jodide, aber auch Bromide und Thiocyanate steigern in Konzentrationen, wie sie in Speichel und Magensaft vorliegen, die Nitrosaminbildung um das sechsfache. Synergistische Effekte zwischen Jodid und anderen Ionen können die Ausbeute nochmals deutlich erhöhen. (
Ernährung/Nutrition 1987/11S.98-101)“. (a.a.O., S. 5)

In Amerika ist die kanzerogene Wirkung des Jodes - auch via Jodsalz - längst bekannt und unbestritten. Susun S. Weed schreibt in ihrem 1997 erstmals in Deutschland publizierten und sehr lesenswerten Sachbuch „BrustGesundheit. Naturheilkundliche Prävention und Begleittherapien bei Brustkrebs“: „Wenn Erwachsene jedoch durch zusätzliche Jodzufuhr - wie z. B. Jodsalz - ihren Bedarf überschreiten, steigt auch ihr Brustkrebsrisiko.“ (a.a.O., S. 49)
Im bereits erwähnten Standardwerk von H. P.T. Ammon wird das Brustkrebsrisiko sogar in Zusammenhang mit der Langzeittherapie mit Schilddrüsenhormonen erwähnt auf Grund von Studien, nach denen Schilddrüsenhormone zu einem deutlich erhöhten Brustkrebsrisiko geführt hatten, was andere Studien später jedoch nicht mehr bestätigten. Im Kapitel „47. Hormone der Schilddrüse“ unter „Nebenwirkungen“ wird ein Sonderkapitel über „Kanzerogenität“ eingefügt: „Eine Studie an 5500 unter Schilddrüsenhormonbehandlung stehenden Patientinnen, bei denen eine Mammographie durchgeführt wurde, ergab, daß bei 635 Brustkrebs vorlag. ... Bei denen, die Schilddrüsenhormone über 15 Jahre bekommen hatten, lag die Krebsrate sogar bei 19,5%. Nach neueren Untersuchungen kann dieser Verdacht einer Kanzerogenität nicht aufrechterhalten werden.“ (a.a.O., S. 889)
Trotz des einschränkenden letzten Satzes sollte die gegenwärtige Schilddrüsentherapie, die großzügig Schilddrüsenhormone als Langzeittherapie einsetzt, vorsichtshalber kritisch gesehen werden. Und über Thyreostatika schreibt Ammon an anderer Stelle: „Wenn bei den Thiouracilen bisher auch keine direkte kanzerogene Wirkung beobachtet werden konnte, so sind sie doch imstande, über eine vermehrte TSH-Abgabe Schilddrüsenadenome auszulösen, die sekundär maligne entarten können.“ (a.a.O., S. 899).

Mein Informationsbrief vom 25. 11. 1999 an den Bundeskanzler über dieses erhöhte Brustkrebsrisiko durch Jod und Schilddrüsenhormontherapie wurde ebenfalls ablehnend beantwortet und gar als Frage mißverstanden. In einem vom 4. Januar 2000 datierten Schreiben erhielt ich auf erwähnten Brief an den Bundeskanzler eine Stellungnahme eines Sachbearbeiters des Bundesministeriums für Gesundheit, indem auch wieder mitgeteilt wird, „daß vor Zulassung von Kaliumjodat (als Zusatz zu Speisesalz) Prüfungen stattgefunden haben, die keinerlei Anhaltspunkte dafür ergaben, daß dieser Zusatz krebsauslösend ist.“ Und „daß auch endogen im Körper synthetisierte Schilddrüsenhormone obligatorisch jodhaltig sind und der externe Ersatz dieser Hormone, die sog.

Substitutionstherapie, im Rahmen bestimmter medizinischer Indikationen, z. B. bei Schilddrüsenunterfunktion, lebensnotwendig ist.“

Wie oben ausgeführt, hat es aber doch Anhaltspunkte, sprich: wissenschaftliche Forschungsarbeiten z. B. von den Professoren Lathia und Kloep, über die Kanzerogenität des Jodes gegeben, aber man hat sie nicht zur Kenntnis genommen. Was ist nun mit denjenigen Jodkrebskranken, deren Krebs entweder durch die künstlichen Jodzusätze erst ausgelöst, oder deren bereits vorhandener, aber noch inaktiver Krebs durch die künstlichen Jodzusätze erst initialisiert und in seinem Wachstum beschleunigt wurde?

Mir sind einige solcher Krankheitsfälle bekannt, die auch als Jodkrebs diagnostiziert worden sind.

Eine Studie des Schweizer Schilddrüsenspezialisten und Jodbefürworters Prof. H. Bürgi et al. über die Kanzerogenität von Halogenen in dem englischsprachigen Organ Thyroid mit dem Titel „The Toxicology of Iodate: A Review of the Literature“ liefert in dem Kapitel „Carcinogenicity“ einen weiteren Beleg für die krebserregende Wirkung von Jod. Der Text ist englisch, weswegen ich die entsprechende Stelle hier ins Deutsche übersetzt wiedergebe: „Kanzerogenität. Jod ist niemals“ (!) „auf seine krebserregende Wirkung getestet worden, im Gegensatz zu Brom, was als Nierenkrebs erregend bekannt ist. ... Im Hinblick auf die strukturelle Analogie und die physiochemische Gleichheit zwischen Brom und Jod müssen wir seriöserweise in Betracht ziehen, dass Jod auch ein gewisses Krebsrisiko darstellt.“ (a.a.O., S. 453)

Noch vier Wochen nach dem Versand meines ersten Artikels war das Ergebnis der Reaktionen von Verantwortlichen und Medien mager und führten leider nicht zu der erhofften öffentlichen Aufmerksamkeit für dieses brisante, uns ja alle angehende Thema. Aber fast ein halbes Jahr später erschien am 14. Juli 1999 in „Goldenes Blatt“ unter der Rubrik Ratgeber Gesundheit endlich doch ein erhoffter Bericht über dieses Thema von Markus Weber: „Krebs durch Jod? Ein Spurenelement unter neuem Verdacht.“ Professor Dr. Kurt Zänker, Krebs-Spezialist an der Universität Witten/Herdecke, der für diesen Artikel interviewt worden war meinte, daß es in Deutschland keinen einzigen belegten Jodkrebsfall gäbe, gab aber die Möglichkeit einer Nitrosaminbildung mit Jod im Magen zu. Zänker: „Jod alleine erzeugt auf keinen Fall Krebs. Richtig ist, daß es im Magen an chemischen Prozessen beteiligt sein kann, aus denen krebserregende Stoffe entstehen. ...“ (a.a.O., S. 28)

Und Krebs durch Jod bleibt im Gespräch.

Auf dem mehrfach erwähnten „14. Wiesbadener Schilddrüsengespräch“ im Februar 1996 kamen in der Diskussion über den Vortrag von Prof. Dr. Lothar-Andreas Hotze zur „Radiojodtherapie der durch Jodmangel entstandenen funktionellen Autonomie – ein heißes Eisen. Substitution und Rezidivprophylaxe nach Strumaresektion bzw. nach Radiojodtherapie“ auch Karzinome zur Sprache. Prof. Dr. med. Robert A. Wahl, Frankfurt, erwähnte folgendes: „In Japan haben etwa 25% der Bevölkerung altersunabhängig kleine papilläre Mikrokarzinome, ... In Skandinavien fand sich eine Inzidenz von etwa 6%. In unserer Bevölkerung ist bei älteren Menschen mit einer Inzidenz von 2-3% papillären Mikrokarzinomen als Zufallsbefund auszugehen.“ Soweit Prof. Wahl. (a.a.O., S. 82)

Japan ist auch das Land mit dem höchsten natürlichen Jodvorkommen der Welt. In Skandinavien wird, soviel ich weiß, nicht zwangsjodiert, weil die Bevölkerung sich dem staatlichen Jodzwang wirkungsvoll entzogen hat. Aber der dennoch höhere Jodverzehr – über Fischgerichte? - führt zu der höheren Schilddrüsenkrebsrate in Skandinavien. Deutschland, das sogenannte Jodmangelgebiet, hatte aber auch, was ich nicht für einen Nachteil halte, früher die niedrigste Rate von Schilddrüsenkrebserkrankungen.
Nach Beginn der totalen Jodierung ist nun auch bei uns die Schilddrüsenkrebsinzidenz steigend.
Wie bei den anderen Schilddrüsenerkrankungen sind auch bei Schilddrüsenkrebs wieder die Frauen benachteiligt.

Prof. Dr. Derwahl, Berlin, referiert in seinem Vortrag „Einfluß von Östrogenen auf das Wachstum von Schilddrüsenknoten und –tumoren“ auf dem „19. Wiesbadener Schilddrüsengespräch“ 2001 über diesen geschlechtsspezifischen Unterschied: „Es ist seit langem bekannt, daß Schilddrüsenknoten, -adenome und –karzinome bei Frauen häufiger sind als bei Männern, (Mack, W. et al. 1998). ... Die Inzidenz benigner Schilddrüsenknoten steigt laut epidemiologischen Studien mit der Anzahl der Schwangerschaften (Glinoer, D. et al. 1991).“ (a.a.O., S. 64)

Es steigen bei uns allerdings auch andere Krebserkrankungen, für die man keine bislang als krebsauslösend anerkannten Faktoren finden kann: z. B. bekommen Menschen, die nie einen Sonnenbrand hatten, Hautkrebs, und Nichtraucher Lungenkrebs.

Aufschlussreich unter dem Aspekt der Viehjodierung sind neuere Ergebnisse, denen zufolge hoher Milchkonsum für Prostata-Krebs verantwortlich gemacht wird. Unter der Überschrift „Hoher Milchkonsum kann Prostata-Krebs bei Männern fördern“ in „Umwelt&Gesundheit“ 1/2006, werden Studienergebnisse, die im Dezember 2005 im „Journal fo the National Cancer Institute“ erschienen sind (a.a.O.) referiert. Sie besagen, daß Männer ihr Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, um 30 Prozent erhöhen, wenn sie „häufig Milchprodukte konsumieren,...“. Schon bei drei verschiedenen Milchprodukten von ca. 400 Gramm Milch, bestehend aus Milch oder Jodghurt, Käse, Butter und Eis, erhöhe sich „das Risiko für Prostatakrebs um neun Prozent.“ (a.a.O.,S. 5) Die Forscher führen dieses Phänomen auf die hohen Kalziummengen zurück, die „im Körper die Bildung von Vitamin D unterdrücken – ein Stoff, der Prostatakrebs wirksam vorbeugt.“ (a.a.O.)

Ich vermute dagegen, daß die extrem hohen Jodmengen in Milchprodukten die Hauptursache für das erhöhte Prostatakrebs-Risiko ist. Bei einem bei uns bis 2006 erlaubten Jodzusatz in Viehfutter von 10 mg Jod/Kg Futter befinden sich, wie an anderer Stelle bereits genannt, in 1 000 Gramm Milchprodukten allein 2760 Mikrogramm Jod. In nur 400 Gramm Milchprodukten befanden sich in dem für die Laboruntersuchungen relvanten Zeitraum immer noch ca. 1104 Mikrogramm Jod. Wir erinnern uns: die WHO hält eine tägliche Jodaufnahme von 200 Mikrogramm bereits für grenzwertig, um eine jodinduzierte Hyperthyreose zu entwickeln. Die Jodmenge in nur drei Milchprodukten entspricht also nahezu dem 6-fachen der kritischen Tagesmenge an Jod. Und man verzehrt täglich ja mehr als drei Milchprodukte.

Der österreichische Spezialist für ganzheitliche Krebstherapien, Dr. med. Thomas Kroiss, geht als Grundlage für die Gesundheit von einer natürlichen, unverfälschten Ernährung aus, zu der auch gehört, daß Lebensmittel nicht künstlich verändert oder angereichert werden und schreibt in seinem Ratgeber „Heilungschancen bei Krebs. Wegweiser im Krankheitsfall“: „... daß natürliche Nahrung gesund erhält, während von der Natur nicht vorgesehene Nahrung Krankheit fördert. Bei einer natürlichen Ernährung muß auch beachtet werden, daß heute in der Nahrung künstliche Überdosierungen erzeugt werden, wie etwa bei Natrium (Kochsalz) oder Jod (jodiertes Salz, auch in vielen Lebensmitteln) oder Fluor für die Zähne. Es wurde beispielsweise gefunden, daß Jod in der künstlichen Überdosierung krebsfördernd ist, weil es „die Nitrosaminbildung um mindestens das Sechsfache erhöht. Jod führt infolge dazu, daß die Entstehung von Krebs – an jedem Organ – begünstigt und ein bereits bestehender Tumor in seinem Wachstum gefördert wird. Es gibt bereits Krebsstationen, die ihren Patienten als Krebsdiät eine unjodierte Kost empfehlen.“ (Zitat aus Dagmar Braunschweig-Pauli: „Die Jod-Lüge“, zum Stichwort „Krebs“.)“(a.a.O., S. 86f.)
In dem genannten Kapitel Krebs meines Jodlexikons „Die Jod-Lüge“ sind die mir bis März 2006 bekannt gewordenen Ergebnisse über Krebs und Jod zusammengefasst (a.a.O., S. 141ff.).

Nach den Erfahrungen von Jodkrebskranken kommt der Jodkrebs „aus heiterem Himmel“, meist ohne vorhergehende Warnsymptome und die Erstdiagnose stellt in vielen Fällen fest, daß es sich bereits um einen inoperablen Tumor in der Endphase handelt. Die Chemotherapie hat dann eventuell nur palliativen Charakter. (…)

Als Hoffnungsschimmer für Allergiker empfinde ich folgende Notiz über japanische Forschungsergebnisse: „Allergiker haben seltener Krebs“, wonach sich in der Haut von Allergikern, vor allem von solchen mit z. B. allergischen Hautausschlägen, immunstärkende Gewebshormone befinden, die gegen Krebs schützen. „Wer Allergiker ist, bekommt nach den Erkenntnissen der japanischen Wissenschaftler seltener Krebs als andere.“ (in: „die aktuelle“, 3. Januar 2000).

*Krebsprophylaxe und Zwangsjodierung sind unvereinbar*



Literatur

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Yahoo!Schlagzeilen: Mediziner: Jodaufnahme nicht nur positiv, 12. März 2002.
IV.

DVD: „Zwangsjodierung in Deutschland“. Infofilm Oktober 2011 (zu sehen auf der Startseite von www.jod-kritik.de )
Mit Prof. Dr. med. Jürgen Hengstmann (Telefoninterview), Schilddrüsenspezialist, Berlin; Mona Laudam, Fachanwältin für Medizinrecht, Würzburg; Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Journalistin, Autorin von Jodsachbüchern und Gründerin der Deutschen SHG für Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken, Trier.
Dauer: 10 min. 15 sek./ Videoproduktion: Jo Jonietz, www.gapa-tv.de/
Kontakt: www.jod-kritik.de"

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