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Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod

Die Jod-Lüge: Buchauszug

Dagmar Braunschweig-Pauli: Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod.
Herbig-Verlag München, 6. Auflage 2013

Vor fast 11 Jahren, im Frühjahr 2003, ist "Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod", mein Lexikon der Jodkrankheiten, im Herbig-Verlag , München, erschienen.

Seitdem hat dieses Jod-Lexikon mit seinen über 90 Stichworten/Kapiteln zu Krankheiten, die entweder unmittelbar jodinduziert sind oder deren Entstehung bzw. Verschlechterung durch Überjodierung verursacht werden, in vielen medizinischen Praxen seinen Platz als Spezial-Nachschlagewerk über jodinduzierte Erkrankungen neben dem "Psychrembel" inne, dessen Stichworte zu "IOD" ja seit der 258. Auflage um einige Jodsymptome (z.B. Jodismus, Jodallergie, worüber ich ausführlicher in "Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum" geschrieben habe) verringert worden sind.

Die Jod-Lüge steht auch seit ihrem Erscheinen 2003 in vielen Bibliotheken.
Folgende Bibliotheken in Deutschland und Österreich, in denen "Die Jod-Lüge", mein Lexikon der Jodkrankheiten steht, sind mir bekannt:

Deutschland in der Bibliothek des Deutschen Bundestags, als 3. Neuanschaffung für das Jahr 2003 (mir bekannt seit Juni 2003), in der Stadtbücherei Marburg (mir bekannt seit 02.09.2003) in der Stadtbücherei Wilhelmhaven (mir bekannt seit 03.11.2003), der Fachinformationsstelle für Zivil - und Katastrophenschutz (mir bekannt seit 25.12.2003), der Stadtbücherei Ansbach (mir bekannt seit 23.03.2004), der Stadtbibliothek Bremen (mir bekannt seit 08.03.2005), in der Stadtbibliothek Trier.

Österreich in der Stadtbücherei Salzburg, Schloß Mirabell (mir bekannt seit 10.11.2003)


Buchauszug aus dem Vorwort der 6. Auflage, 2013, S. 11ff.

"Seit1985/86 findet die vom Gesundheitsministerium propagierte "generelle Jodsalzprophylaxe" in Deutschland statt, und zwar mit Erfolg: die meisten Bäcker und Metzger verwenden in ihrer Produktion Jodsalz. Außerdem enthalten auch Milch und Milchprodukte, deutsche Fleischerzeugnisse und Eier durch die Verwendung von jodiertem Viehfutter seit 1992 die vierfache Jodmenge im Vergleich zu 1988. (Vgl. Köhrle, "Mineralstoffe und Spurenelemente", S. 229) ...

Prof. Dr. med. Jürgen Hengstmann, ehemaliger Chefarzt für innere Medizin am Urban Klinikum, dem Lehrkrankenhaus der Freien Universität Berlin, äußert sich in dem Streitgespräch: "Jodprophylaxe für alle. Jodierte Lebensmittel: Gefahr oder Schutz?", das im Naturarzt Nr. 8, 2002 erschien, deutlich ablehnend: "Die propagierte generelle Jodsalzprophalxe findet also statt. Aber nützt sie auch tatsächlich uns allen oder kann sie auch schaden? ... rund zehn Prozent (der Bevölkerung, Anm. d. Aut.) haben eine Anlage für Funktionsstörungen der Schilddrüse, die durch erhöhte Jodzufuhr ausgelöst oder verstärkt werden können. Dies kann ihre Beschwerden, zum Beispiel körperliche und psychische Unruhe, Zittern, Schweißausbrüche oder schnellen Herzschlag verschlimmern. Darf man die Gesundheit einer Mehrheit durch die mögliche Gefährdung einer großen Gruppe erkaufen? Schon vor Jahrtausenden ist eine wichtige Handlungsmaxime für den Arzt formuliert worden: Nil nocere - keinem Menschen Schaden zufügen!

Der zweite Kritikpunkt an den Pro-Jod-Kampagnen hängt mit dem ersten zusammen: Ist es zulässig, den Menschen die Möglichkeit zu nehmen, sich für oder gegen eine Medikamentation zu entscheiden? ...
Man tut so, als ob sich gesundheitsbewußte Kunden sowieso schlauerweise für Jodsalz entscheiden würden, wenn sie es könnten; und für die anderen ist die zwangsweise Mehrversorgung mit Jod allemal besser als ein Kropf oder sonstige, oft effektheischend geschilderte Folgen von Jodmangel.

Doch es kann durchaus auch gesundheitsbewußt sein, dass sich ein Mensch, je nach Veranlagung, gegen die jodierten Produkte entscheidet. Wenn er denn könnte! Das würde nämlich voraussetzen, dass erstens von jeder Produktgruppe mindestens ein nichtjodiertes Produkt erhältlich ist, und zweitens, dass die jodierten Produkte eindeutig gekennzeichnet sind....

Die 100 000 Schilddrüsenoperationen im Jahr in Deutschland sind ... bei jüngeren Folge jetziger Überversorgung mit Jod. ...

Doch wie sieht es bei der relativ häufig auftretenden Basedow-Hyperthyreose aus? ...
Wird nun durch Lebensmittel (oder Medikamente) zusätzliches Jod aufgenommen, entstehen daraus schnell entsprechende Mengen an Schilddrüsenhormonen. Deren Wirkungen im Organismus hat der Patient zu erleiden. Zu den typischen Basedow-Symptomen gehören unter anderem Herzrasen, Unruhe und Augenveränderungen.
Die medikiamentöse Therapie der Schilddrüsenüberfunktion würde durch eine Minderung der Jodzufuhr dagegen erheblich erleichtert, denn Jodmangel erhöht die Wirksamkeit der thyreostatischen Medikamente. Aber wie soll sich der Patient für diesen "gesunden" Jodmangel entscheiden, wenn er auf den Jodgehalt seiner Nahrung keinen Einfluss mehr hat, wenn er nicht einmal erfahren kann, wo Jod zugesetzt wurde und wo nicht?"

Die Krankheitsentwicklung parallel zur Jodierung zeigt, dass jodinduzierte Erkrankungen nicht nur zugenommen haben, sondern geradezu eskaliert sind, ohne dass ein Ende der erschreckenden Entwicklung abzusehen wäre: der beispielhaft von Professor Hengstmann erwähnte Jod-Basedow ist allein bis 2009 von 1% auf über 4% gestiegen. Morbus Hashimoto, zu Beginn der Jodierung so selten, dass er nicht in Prozenten ausgedrückt werden konnte, liegt jetzt bei 12,5 %, Tendenz steigend.

Zugenommen haben die schweren Akne-Fälle außerhalb der Pubertät, zugenommen haben die Hyperaktivität, Depressionen und das "restless legs"-Syndrom, die Lichtallergie, schwere Herzerkrankungen und Krebs.
Zugenommen haben die Jodallergie, deren schwerste Form, auch bei allerkleinsten Mengen Jod in Lebensmitteln, der tödlich verlaufende anaphylaktische Schock ist.
Zugenommen haben die Unfruchtbarkeit und Impotenz.
Zugenommen hat die Zahl der Patienten mit Herzinsuffizienz. Experten schätzen die Zahl der Neuerkrankungen auf 300 000 im Jahr, wie die Deutsche Herzstiftung in Frankfurt am Main berichtete (Zeitungsnotiz vom 14.3.2000).
Die Tuberkulose wird bie Menschen und Tieren reaktiviert.
Zugenommen hat gleichzeitig aber auch die Unwissenheit bei Medizinern und Therapeuten über die vielfältigen Symptome, die durch Jod ausgelöst werden, weil in medizinischen Handbüchern zeitgleich zum Aufbau der sogenannten "flächendeckenden Jodprophylaxe" wichtige Stichworte zur Jodproblematik gestrichen worden sind.
So wurde im "Pschyrembel", dem "Klinischen Wörterbuch", das bisher zu den verlässlichsten medizinischen Nachschlagewerken zählte, mit der 258. Auflage (1998) das Stichwort "Iodismus" gestrichen, das bis dahin zur Standardinformation dieses Lexikons über Jodschäden gehörte.
Auf Nachfrage der Autorin beim Walter de Gruyter-Verlag wurde erklärt, diese Streichung wäre auf Anraten von Experten erfolgt.
...
Die immer dringender und schwieriger werdende Suche nach Informationen über Jodschäden will dieses alphabetische Symptom-Lexikon unterstützen. Es will mithelfen, die zum Teil neu entstandenen Wissenslücken über Jod zu schließen. Außerdem möchte es Leser und Ratsuchende anregen, in der angegebenen Fachliteratur nachzuschlagen, um sich über die hier nur knapp erwähnten Symptom-Beschreibungen ausführlicher zu informieren. ..."


Aktualisiert am 24.01.2014