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Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze

Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze: Buchauszug


Dagmar Braunschweig-Pauli: Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze.

Ein Rezept- & Einkaufsbuch für Jodempfindliche und Gesundheitsbewußte.

Verlag Braunschweig-Pauli, Trier, 2. Auflage 2012
184 Seiten, Spiralbindung.
ISBN: 978-3-9811477-2-8, EUR 31,90.


Rezension

Unter "Büchertipps" schreibt Frau Dr. Petra Kühne, Ökotrophologin vom Arbeitskreis Ernährungsforschung e.V. (=AKE e.V.) im Ernährungsrundbrief Weihnachten/Winter 4-13, 4. Quartal 2013, S. 57 in ihrer Rezension über "Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze" u.a.:

"Was soll man essen, wenn man auf Jodzusätze mit Unverträglichkeit reagiert? Für Betroffene ist dies ein großes Problem, denn in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Verwendung von Jodsalz weit verbreitet. ... Für alle Betroffenen hat die Autorin Dagmar Braunschweig-Pauli, selbst seit Jahren damit konfrontiert, dieses Koch- und Einkaufsbuch geschrieben. ... Im Vorwort schreiben ein Arzt und ein Politiker über die schwierige Situation, die für Jodempfindliche durch die weitgehende Jodierung entstanden ist, und dass Abhilfe geschaffen werden müsste. Leider zeigt sich dafür bisher kaum Verständnis in der Politik, oft wird von Ärzten eine Jodempfindlichkeit sogar bestritten. So ist es für die betroffenen Menschen eine große Hilfe, hier Ratschläge und Anregungen für ihre Ernährung zu finden. Petra Kühne."




Klappentext

Unjodiert essen ist das Gegenteil von jodiert essen.
Jodiert essen wir in Deutschland seit Beginn der sogenannten “generellen Jodsalzprophylaxe”.
Jodiert sind Lebens- und Futtermittel, denen künstlich(-es) Jod zugesetzt wird.

Jodierung ist also eine künstliche Veränderung der Lebens- und Futtermittel durch den Zusatzstoff Jod.

Unjodiert essen kann man in Deutschland nur, wenn man sich informiert, wo überall in den Lebensmitteln auch undeklariert heimlich Jod enthalten ist.
Unjodiert essen kann man in Deutschland nur, wenn man - mit Hilfe der Informationen über das versteckte Jod - bereit ist, lange Einkaufswege, geduldiges Durchlesen der Inhaltsdeklarationen und sorgfältigste Produktauswahl auf sich zu nehmen.
Unjodiert essen in Deutschland - das bedeutet fast leere Einkaufswagen oder erfolgloses Nachfragen nach unjodierten Produkten in Lebensmittelgeschäften.


Buchauszug

S. 9:

"Vorwort
des Schilddrüsenspezialisten
Professor Dr. med. Jürgen Hengstmann, Berlin

Wenn eine durch geerbte oder spontan entstandene Unverträglichkeit von Bestandteilen der
Nahrung besteht, gilt es für den behandelnden Arzt und den Patienten eine vollständige Liste
der betreffenden Nahrungsmittel zu erstellen oder aus dem Internet zu besorgen.
Ist das auch für Jod so einfach?
Einfach sieht es aus, wenn in der Zutatenliste von Fertigprodukten die Zutat von Jodsalz/
jodiertes Speisesalz – fast immer richtig angegeben - angegeben ist.

Deutlich schwieriger stellt sich die Sachlage aber dar, wenn z.B. nirgendwo deklarierte hohe Mineralstoffzusätze
(Jod, aber auch Jodat) bei der Ernährung von Nutztieren verwendet werden.
Das dadurch entstehende „unerwartete“ Problem unkontrolliert hoher Jodzufuhr gilt
besonders für die große, nicht nur in Deutschland zufindende Zahl von Patienten mit
„Hashimoto-Thyreoiditis“ (Schilddrüsenrheuma)
Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann durch Vermeiden hoher Jodmengen in der Ernährung
der unwiederbringliche Verlust von Schilddrusengewebe vermieden werden, der Erhalt einer
normalen Schilddrüsenfunktion ist möglich.
Aber auch bei anderen Erkrankungen, wie z.B. Morbus Basedow während der medikamentösen
Behandlung mit Thyreostatika, mit Psychopharmaka behandelten Depressionen, Dermatitis
herpetiformis Duhring, Vitiligo oder Zöliakie kann Jodkarenz versucht werden.
Für den möglichen Weg zu einem normal verlaufenden Leben ist dieser Einkaufsratgeber
unerläßlich.
Jürgen H. Hengstmann"


S. 10f.:

"Geleitwort
von Frank Rösner
...

Der Jodprophylaxe fehlt die gesetzliche Grundlage
Als ich im Oktober 2008 den Vortrag von Frau Braunschweig-Pauli in Garmisch-Partenkirchen
besuchte, war mir nicht klar, was auf mich zukam und wie sich die Dinge danach entwickeln
wurden.
In der Presse wurde die Veranstaltung unter dem Stichwort „Schilddruse“ angekundigt.
Der eigentliche Inhalt, die Kritik an der Jodierung von Lebensmitteln, ging aus dem
Veranstaltungshinweis jedoch nicht hervor. Und das war auch gut so, denn wer weiß, ob ich
dann den Weg ins Kongresshaus gefunden hätte.
Denn „natürlich“ war ich, wie wohl die meisten Deutschen, bis dato der Meinung, daß
Jod, respektive Jodsalz, fur unsere Gesundheit wichtig und unverzichtbar ist. Schließlich
hat sich diese Information seit dem Beginn der Jodprophylaxe vor über 20 Jahren zu einem
Selbstläufer entwickelt.
Meine Auffassung änderte sich jedoch während der Ausführungen von Frau Braunschweig-
Pauli schlagartig. Selten habe ich ein derartiges „Deja-vu“ erlebt. ..."

S. 14,ff.:

"Einleitung
"Man nehme ...

Dieses Koch- und Einkaufsbuch ist eines jener Kochbücher, in denen Rezepte und Einkaufsquellen für die Zutaten vermerkt sind. Einzigartig daran ist jedoch, daß es ausschließlich Einkaufsquellen für nicht künstlich jodierte Produkte zusammenstellt.

Will oder muß man aus gesundheitlichen Gründen den künstlichen Jodzusätzen in Lebensmitteln, Fleisch- und Milchprodukten ausweichen, braucht man in Deutschland, Österreich und der Schweiz Spezialkenntnisse, um zu wissen, wo man welches Produkt aus welchem Herkunftsland als nicht künstlich jodiert kaufen kann.

Leider darf auch im Biobereich jodiertes Viehfutter verwendet werden, so daß auch viele tierische Bio-Produkte keine Nische für unjodierte Lebensmittel darstellen.

„Kochen und Einkaufen ohne Jodzusätze“ entstand auf Grund vieler Nachfragen von Jodgeschädigten nach Einkaufsquellen von unjodierten Lebensmitteln und nach Rezepten von Gerichten mit unjodierten Zutaten. Hier finden sich neben Familienrezepten auch internationale Rezepte samt Bezugsnachweisen für nicht künstlich jodierte Zutaten. ..."

S. 16f:

"Wachsende Gruppe Jodempfindlicher

Diese stetig wachsende Gruppe von Jodempfindlichen ist durch die künstlichen Jodzusätze
meist erstmalig jodkrank geworden. In Deutschland, wo bereits seit 1985/86 das Viehfutter
heimlich jodiert wird und spätestens ab 1993 (s. 2. Verordnung zur Änderung der
Vorschriften über jodiertes Speisesalz vom 22.12.1993) die zusätzliche, offiziell proklamierte
Jodsalzprophylaxe zu der politisch angestrebten „flächendeckenden Jodierung“ geführt
hat, sind infolge der unausweichlichen Jodierung nahezu sämtlicher Grundnahrungs- und
Lebensmittel aktuell (2009) bereits 33% der Bevölkerung schildüsenkrank.

Damit ihre jodinduzierte Erkrankung überhaupt therapiert werden kann, müssen Menschen
mit jodinduzierten Schilddrüsenerkrankungen wie z. B. Morbus Hashimoto und Morbus
Basedow, Heißen und Kalten Knoten, Kropf und Schilddrüsenkrebs, alle künstlich jodierten
Lebensmittel meiden. Folglich kann diese große Bevölkerungsgruppe auf Grund der nahezu
generellen Jodierung der Lebens- und Futtermittel in Deutschland, aber auch in Österreich
und der Schweiz, die einheimischen, jodierten Lebensmittel aus gesundheitlichen Gründen
nicht mehr essen.

Die Zielgruppe

Zusätzliches Jod, das den individuellen Jodbedarf des einzelnen Menschen übersteigt,
schädigt außer der Schilddrüse praktisch jedes andere Organ im Körper: die Haut (mit
Haaren und Nägeln) und Schleimhaut (Speiseröhre, Magen und Darm), das Zentrale
Nervensystem, die Augen, die Knochen, das Herz-Kreislaufsystem, sämtliche Hormondrüsen,
die Fortpflanzungsorgane, die Nieren, die Bauchspeicheldrüse, die Atmungsorgane.
Ich habe dieses Rezept-& Einkaufsbuch für Menschen mit folgenden Erkrankungen
geschrieben, bei denen künstliche Jodzusätze auf ärztlichen Rat hin unbedingt gemieden
werden müssen:

für Menschen mit den Autoimmunerkrankungen Morbus Hashimoto und
Morbus Basedow, Depressionen (auch die, die mit Psychopharmaka behandelt werden),
Dermatitis herpetiformis Duhring, Exophthalmus, Jodallergie, Jodakne, Jodfehlverwertung,
Jodismus/Jodvergiftung, Heißen und Kalten Knoten, Schilddrüsenkrebs, Krebs an allen
Organen, Osteoporose, Schilddrüsenüber- und Unterfunktion, subklinische Hyperthyreose,
Schilddrüsenentzündung, Tuberkulose, Thyreotoxische Krise/Thyreotoxikose, Vitiligo, Zöliakie...."


Ausweg aus der Jodfalle

Aber was ißt man nun in einem Land, in dem man fast nichts Unjodiertes mehr zum Essen
kaufen kann?
Was kocht man für Gerichte, wenn man kaum noch im Inland erzeugte, unjodierte Zutaten
bekommt?
Seitdem ich 1995 zusammen mit meinem Mann, Dr. Heinrich Pauli († 2000), die „Deutsche
Selbsthilfegruppe der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken“ gegründet
habe und anfangs noch mit der Schreibmaschine geschriebene Einkaufshilfen und Rezepte
an Betroffene verschickt habe, bekomme ich immer wieder drei zentrale Fragen von
Jodbetroffenen gestellt:

1. Was essen Sie eigentlich?
2. Woher nehmen Sie überhaupt die unjodierten Zutaten? Und
3. Können Sie mir gute, möglichst zeitsparende Rezepte für unjodierte Gerichte sagen?
Denn wer in Deutschland, Österreich und der Schweiz kein zusätzliches Jod in Lebensmitteln
verträgt, sieht sich gleich zwei Zwickmühlen gegenüber: erstens der mühsamen Suche nach
unjodierten Lebensmitteln überhaupt und zweitens dem mit der zeitaufwendigen Suche nach
unjodierten Zutaten und dem Selberkochen bzw. Selberbacken zusammenhängenden sehr
großen Zeitaufwand.
Wir Jodempfindlichen bekommen ja nicht alle unjodierten Produkte in einem einzigen Laden.
Leider nicht einmal die meisten!
Im Supermarkt an der Ecke sind meist nur wenige unjodierte Produkte zu bekommen, und
wenn es welche gibt, sind sie meist aus dem Ausland.
Zu den meisten Einkaufsquellen unjodierter Lebensmittel, vor allem, wenn wir unjodierte
Fleisch- und Milchprodukte, Eier und Geflügel haben möchten, müssen wir mit dem Auto sehr
weit, oft viele hundert Kilometer ins benachbarte Ausland fahren. ...

Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich auf diese Weise eine Art „Milchtourismus“ von
Deutschland aus ins benachbarte Ausland entwickelt, der bereits in den entsprechenden
Einkaufsmärkten, wie beispielsweise „Copal“ in Luxemburg, dem Verkaufspersonal als sehr
ungewöhnlich auffällt. ..."

S. 19ff:

"I. Informationsteil

Die 8 Faustregeln für „unjodiertes“ Einkaufen*

Die Kenntnis der hier folgenden 8 Faustregeln* ist die unverzichtbare Voraussetzung für den
Einkauf von nicht künstlich jodierten Koch- und Backzutaten
* Zuerst veröffentlicht in Dagmar Braunschweig-Pauli:
„Basisartikel JOD. Basisinformationen zur „generellen Jodsalzprophylaxe“, Trier 2008.


Da Jod außer dem Salz vielfach (es gibt wenige Ausnahmen) auch dem Viehfutter, den
Lecksteinen- und schalen und vielen Halb- und Fertigprodukten beigemischt werden darf, ...
Die offizielle Jod-Deklaration ist halbherzig und meines Erachtens nach verbrauchertäuschend
und verbrauchergefährdend: Jod in Form von Jodsalz wird zwar auf verpackten Produkten
deklariert, aber nicht als „indirekter“ Jodzusatz auf Fleisch- und Milchprodukten wie Milch,
Sahne, Quark, Joghurt, Butter etc. Eiern und allen Folgeprodukten, z. B. auch Schokolade
und ..."

S. 32ff.:

"II. Rezeptteil
Ersatz-Milch
...
Süsse Ersatz-Sahne ..."

s. 143ff.:

"III. Einkaufsteil
Ladenhüter Jodmilch

Die Milch – das größte Sorgenkind deutscher Lebensmittel-Produktion
Die Milch ist in Deutschland das größte Ernährungsproblem, weswegen ich ihr hier ein
eigenes Kapitel widme.
Milch ist meines Wissens nach aber nicht deshalb das größte Problem in unserer Ernährung,
weil es im Bereich der Subventionen und Erzeugerpreise politische Fehlentscheidungen
gegeben hat, sondern meiner Erfahrung als Jodgeschädigte nach allein deshalb, weil
in Deutschland mit der Jodmilch – über fast vollständig jodiertes Viehfutter und jodierte
Lecksteine, leider auch zum größten Teil im Biobereich! – ein Produkt produziert wird, das
immer weniger Menschen aus gesundheitlichen Gründen vertragen und deshalb auch kaufen
können, selbst wenn sie es wollten.
Mit anderen Worten: immer mehr Menschen, die – erst durch die Zwangsjodierung in
Deutschland krank geworden sind – müssen aus gesundheitlichen Gründen auf inländische
Milch verzichten, weil sie über das nahezu ausschließlich jodierte Futter jodierte Milch!
geworden ist
. Und das sind, laut Expertenaussagen, inzwischen bereits 33% der Bevölkerung,
Tendenz steigend, weil ja weiter jodiert wird. ..."

s. 159ff.:

"IV. Adressteil
Regionale
Einzelbezugsadressen auf einen Blick ..."


s. 173ff.:

"V. Glossar
Agar-Agar" bis "Zahntampons".

s. 179:

"Literatur"




Aktualisiert 31.01.2017