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Aktualisiert am 24.05.2018

Thema



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über die heimliche Zwangsjodierung unserer Lebensmittel wurde nötig, weil die Website-Inhaberin seit dem 11. April 2017 - aus nicht zu verifizierenden Gründen - keinen Zugriff

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Alle hier genannten Fakten sind wissenschaftlich belegt.
Einzelne Nachfragen können in der medizinischen Fachliteratur - s. Literaturnachweis - nachgelesen werden.

Tourist-Information about Iodined Food in Germany

Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. Trier, den 12. November 2018

Tourist-Information about iodined food in Germany

Important Information for all Persons, who want to visit Germany:

Food – also most of biofood - and Salt in Germany is usually iodined.

Milk, Butter, Eggs etc. – including also those from biofarms - are iodined, because in Germany the feeding of animals – often in biofarms too - is mostly iodined.

Salt- iodined Salt must be declared.

German food/German biofood, which includes iodined milk, butter, eggs, meat etc. is nearly generally iodined,
because the feeding of the animals in Germany (and also in Austria and Switzerland) is usually iodined, but not declared.

Tourists
, who must or want to avoid iodine, have to ask for food without iodine or they choose products, for instance (all informations without guarantee, because situations can change) from France, Italy, Irland, Scotland, Poland, Israel, Newsealand, United Kingdom, Denmark, Belgium, Portugal, Spain, Hungaria, Greece, Australia, Bolivia, Canada, Chile, Egypt, Netherlands, Russia, Swede, Tunesia, South Africa (s. Dagmar Braunschweig-Pauli: Kochen & Einkaufen ohne Jodzusätze, S. 24)

Attention: too much iodine - in food and medicine - can cause for example impotence, cancer, severe heart attack, Morbus Basedow, Morbus Hashimoto, miscarriage, depression, circulatory collapse, sudden heart death, chocking hazard, anaphylactic shock and several other severe deseases. (s. Dagmar Braunschweig-Pauli: Die Jod-Lüge. Das Lexikon der Jodkrankheiten, Herbig-Verlag, 2013)

A
ll informations without guarantee, because situations can change.

© by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken, November 2018.

Krebsprävention

© by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier, den 06.09.2018



Krebsprävention

Die gegenwärtige Situation
Über die steigende Zahl von Krebserkrankungen, u.a. von Brust – Prostata- und Schilddrüsenkrebs - wird in den Medien oft berichtet, ebenso davon, wie eine möglicherweise erfolgreiche Krebsprävention aussehen könne..

Hinweise auf spezielle mögliche Ursachen für Krebs an allen Organen sind vorhanden und werden in der medizinischen Fachliteratur hinreichend dokumentiert: bekannt sind in der medizinischen Forschung seit 1971 Studien zur Kanzerogenität des Jodes, das seit 1985 in überhöhten Mengen z.T. ohne unser Wissen in die Nahrungskette - in Form der nicht bekannt gemachten Jodierung des Viehfutters, später offiziell in Form der sogenannten „generellen Jodsalzprophylaxe“ - eingeschleust wird.

Jod steht an erster Stelle der in der Medizin seit langem international bekannten kanzerogenen Stoffe.

Das scheint in Deutschland - vielleicht ja auch auf Grund der in Deutschland praktizierten sogenannten "generellen Jodsalzprophylaxe"? - aus dem Focus geraten zu sein. Daraus ergibt sich eine zwiespältige Wissenslage: die in der internationalen medizinischen Forschung bekannte krebsauslösende und krebsverstärkende Wirkung des Stoffes Jod scheint in Deutschland– bis auf Einzelfälle – offensichtlich noch nicht in die laut Medizinrecht verpflichtende „therapeutische Aufklärungspflicht“ (s. Pschyrembel unter „Aufklärungspflicht“) eingeflossen zu sein. Eben so wenig gelangt dieses Wissen – bis auf wenige Ausnahmen - in die öffentliche Berichterstattung über Krebsprävention und Krebstherapien und in das allgemeine Bewußtsein von Krebspatienten, für die dieses Wissen lebensrettend sein würde. Einzig die medizinische Fachliteratur und vereinzelte Sachbücher (s. Literaturangaben) widmen sich dem Jod als Krebsauslöser.

Krebsfördernde Wirkung von Jod seit 1971 bekannt
Spätestens seit 1987 weiß man in deutschen Fachkreisen um die starke krebsfördernde Wirkung des Jodes. Damals erschien der Aufsatz „Einfluß von Nahrungsmittelinhalts- und zusatzstoffen auf die Nitrosaminbildung unter physiologischen Bedingungen - ein kurzer Überblick“ der Ernährungs-
wissenschaftler Prof. Dr. D. Lathia und D. Kloep.
Einleitend stellen Lathia und Kloep fest: „Internationale wissenschaftliche Untersuchungen haben bereits gezeigt, daß mehr als 40 Prozent der Organkrebse durch Fehl- und/oder Mangelernährung sowie durch Zufuhr karzinogener Substanzen entstehen. ... Die Ergebnisse der bisherigen umfangreichen Untersuchungen zeigten deutlich, daß die Nitrosamine in zahlreichen Organen selektiv Krebs erzeugen. ... So wirken einige Nahrungsmittelinhaltsstoffe wie Bromide, Jodide, Thiozyanate, Chlorogensäure, Polyphenole, Metallsalze usw. katalysierend auf die In-vivo-und In-vitro-Nitrosaminbildung.“

In dem Kapitel „Nahrungsmittelinhaltstoffe als Katalysatoren“ berichten die beiden Autoren von Forschungsarbeiten von „Boyland et al. (1971)“, die „die katalytische Wirkung einiger Anionen auf die Bildungsgeschwindigkeit der Nitrosamine“ untersuchten und dabei „die starke katalytische Wirkung von Halogeniden wie Bromid und Jodid sowie Pseudohalogenid Thiocyanat auf die Nitrosierungsreaktion“ feststellten.

Diese starke katalytische Wirkung von Halogeniden auf die Bildungsge-
schwindigkeit der Nitrosamine veranschaulichen die Autoren in einer Tabelle, in der sie die Stoffe nach der Stärke ihres katalytischen Effektes mit 1-3 Kreuzen versehen. Jod steht darin an erster Stelle, es hat den stärksten katalytischen Effekt auf die Nitrosaminbildung, der mit drei Kreuzen angegeben wird.

Ebenfalls drei Kreuze hat das an zweiter Stelle stehende Thiocyanat.
Chlorogensäure
, steht mit zwei Kreuzen an dritter Stelle.

Im Kapitel „Synergistische Wirkung verschiedener Katalysatoren“ erklären die Autoren: „Da die Möglichkeit besteht, daß zwei Katalysatoren wie z. B. Jodid- und Thiocyanationen bzw. Chlorogensäure und Thiocyanationen gleichzeitig im Speichel oder im Magensaft durch übermäßigen Verzehr von jod-, jodhaltigen Nahrungsmitteln ... vorkommen und beide Katalysatoren in vivo einen synergistischen Einfluß auf die Nitrosaminbildung ausüben können, wurden von uns auch die synergistischen Wirkungen von Jodid und Thiocyanationen und Chlorogensäure und Thiocyanationen auf die In-vitro-NMNA-Bildung untersucht.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung … zeigen deutlich einen sehr starken synergistischen Effekt dieser beiden Kombinationen (Lathia&Rütten 1979; Lathia & Frenzen 1983).“

Lathia und Kloep fassen zusammen: ... Die Katalysatoren wie Thiocyanat, Jodid und Chlorogensäure können jeweils einzeln eine katalytische oder zu zweit eine synergistische Wirkung auf die Nitrosierung ausüben, wenn sie gleichzeitig mit Nitrit und sek. Amin im Magen vorkommen. Dadurch könnte der menschliche Körper erhöhter Krebserkrankung durch die Potentierung der Nitrosaminbildung ausgesetzt werden.“

Eigentlich hätte unsere Bevölkerung bereits ab 1971, oder 1983 oder spätestens aber ab 1987 offiziell vor Jod als einer starken krebsfördernden Substanz gewarnt werden müssen.

1984 gründete sich der „Arbeitskreis Jodmangel“.

Trotzdem taucht Jod als Krebsauslöser immer wieder in wissenschaftlichen Texten auf.

Ein Bericht des Schweizer Schilddrüsenspezialisten und Jodbefürworters Prof. H. Bürgi et al. über die Kanzerogenität von Halogenen in dem englischsprachigen Organ Thyroid mit dem Titel „The Toxicology of Iodate: A Review of the Literature“ liefert in dem Kapitel „Carcinogenicity“ einen weiteren Beleg für die krebserregende Wirkung von Jod. Die Übersetzung des englischen Textes lautet: „Kanzerogenität. Jod ist niemals“ (!) „auf seine krebserregende Wirkung getestet worden, im Gegensatz zu Brom, was als Nierenkrebs erregend bekannt ist. ... Im Hinblick auf die strukturelle Analogie und die physiochemische Gleichheit zwischen Brom und Jod müssen wir seriöserweise in Betracht ziehen, dass Jod auch ein gewisses Krebsrisiko darstellt.“



Schilddrüsenkrebs
Auf dem „14. Wiesbadener Schilddrüsengespräch“ im Februar 1996 kamen in der Diskussion über den Vortrag von Prof. Dr. Lothar-Andreas Hotze auch Karzinome zur Sprache. Prof. Dr. med. Robert A. Wahl, Frankfurt, erwähnte folgendes: „In Japan haben etwa 25% der Bevölkerung altersunabhängig kleine papilläre Mikrokarzinome, ... In Skandinavien fand sich eine Inzidenz von etwa 6%. In unserer Bevölkerung ist bei älteren Menschen mit einer Inzidenz von 2-3% papillären Mikrokarzinomen als Zufallsbefund auszugehen.“

Japan ist das Land mit dem höchsten natürlichen Jodvorkommen der Welt.

In Skandinavien werden auch höhere natürliche Jodmengen – über Fischgerichte - aufgenommen.

Deutschland hatte vor der Jodierung die niedrigste Rate von Schilddrüsen-
krebserkrankungen, was sich seit der Zwangsjodierung geändert hat, Tendenz steigend.



Schilddrüsenerkrankungen sind frauenfeindlich
Genau wie bei den anderen Schilddrüsenerkrankungen sind auch bei Schilddrüsenkrebs wieder die Frauen benachteiligt. Auf dem „19. Wiesbadener Schilddrüsengespräch“ 2001 hält Prof. Dr. Derwahl diesen geschlechtsspezifischen Unterschied fest: Es ist seit langem bekannt, daß Schilddrüsenknoten, -adenome und –karzinome bei Frauen häufiger sind als bei Männern, (Mack, W. et al. 1998). ...

Die Inzidenz benigner Schilddrüsenknoten steigt laut epidemiologischen Studien mit der Anzahl der Schwangerschaften (Glinoer, D. et al. 1991).“ (a.a.O., S. 64)



Amerikanische Studie über Krebs durch höhere Jodzufuhr.
Amerikanische Wissenschaftler des amerikanischen „National Cancer Institute“ veröffentlichten im Juli 2009 in der Zeitschrift „Cancer“, daß man in den letzten 10 Jahren eine Verdopplung der Schilddrüsenkarzinome beobachtet habe. Zitat aus dem Juni-Newsletter 2009 der Schilddrüsenpraxis von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Lothar-Andreas Hotze (+): „Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass Ernährungs-gewohnheiten eine Rolle spielen, deren Einfluß jedoch noch weiterer Untersuchungen bedarf: ... *Höhere Zufuhr von Jod: Höhere Erkrankungsrate*. Prof. Davidson vermutet, dass die Zunahme von Autoimmunerkrankungen (Hashimoto Thyreoiditis), die nicht behandelt werden, zu einem Anstieg der Krebserkrankungen der Schilddrüse beiträgt, da das erhöhte TSH einen Wachstumsfaktor darstellt. Davidson, Zitat: „…wenn das TSH chronisch erhöht ist, kann das das Risiko von Schilddrüsenkrebs erhöhen.“ Zitat Ende.

Für alle Jodgeschädigten in Deutschland ist diese amerikanische Studie über die kanzerogene Wirkung von Jod – vielleicht in letzter Minute – lebensrettend und gleichzeitig befreiend.

Brustkrebs
In Amerika ist die kanzerogene Wirkung des Jodes - auch via Jodsalz - bekannt und unbestritten. Susun S. Weed schreibt in ihrem 1997 erstmals in Deutschland publizierten Sachbuch „BrustGesundheit. Naturheilkundliche Prävention und Begleittherapien bei Brustkrebs“: „Wenn Erwachsene jedoch durch zusätzliche Jodzufuhr - wie z. B. Jodsalz - ihren Bedarf überschreiten, steigt auch ihr Brustkrebsrisiko.“ (a.a.O., S. 49)

In H. P.T. Ammons „Arzneimittel-neben- und Wechselwirkungen“ wird das Brustkrebsrisiko in Zusammenhang mit der Langzeittherapie mit Schilddrüsenhormonen erwähnt, Zitat: „Eine Studie an 5500 unter Schilddrüsenhormonbehandlung stehenden Patientinnen, bei denen eine Mammographie durchgeführt wurde, ergab, daß bei 635 Brustkrebs vorlag. ... Bei denen, die Schilddrüsenhormone über 15 Jahre bekommen hatten, lag die Krebsrate sogar bei 19,5%. Nach neueren Untersuchungen kann dieser Verdacht einer Kanzerogenität nicht aufrechterhalten werden.“ (a.a.O., S. 889)
Trotz der nachträglichen Einschränkung sollte m.E. die gegenwärtige Schilddrüsentherapie, in der oft Schilddrüsenhormone als Langzeittherapie eingesetzt werden, vorsichtshalber kritisch gesehen werden. Vor allem deshalb, weil Ammon über Thyreostatika an anderer Stelle schreibt: „Wenn bei den Thiouracilen bisher auch keine direkte kanzerogene Wirkung beobachtet werden konnte, so sind sie doch imstande, über eine vermehrte TSH-Abgabe Schilddrüsenadenome auszulösen, die sekundär maligne entarten können.“ (a.a.O., S. 899).



Prostata-Krebs
Unter dem Aspekt der Viehjodierung sind neuere Ergebnisse wichtig, denen zufolge hoher Milchkonsum für Prostata-Krebs verantwortlich gemacht wird.
Unter der Überschrift „Hoher Milchkonsum kann Prostata-Krebs bei Männern fördern“ in „Umwelt&Gesundheit“ 1/2006, werden Studienergebnisse, die im Dezember 2005 im „Journal of the National Cancer Institute“ erschienen sind, referiert. Demnach erhöhen Männer ihr Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, um 30 Prozent, wenn sie „häufig Milchprodukte konsumieren,...“. Schon bei drei verschiedenen Milchprodukten von ca. 400 Gramm Milch, bestehend aus Milch oder Jodghurt, Käse, Butter und Eis, erhöhe sich „das Risiko für Prostatakrebs um neun Prozent.“ (a.a.O., S. 5) Dieses Phänomen führen die Forscher auf die hohen Kalziummengen zurück, die „im Körper die Bildung von Vitamin D unterdrücken – ein Stoff, der Prostatakrebs wirksam vorbeugt.“ (a.a.O.)

Möglicherweise sind aber auch die sehr hohen Jodmengen in Milchprodukten eine Haupt- oder Mitursache für das erhöhte Prostatakrebs-Risiko. Bei einem bei uns bis 2006 erlaubten Jodzusatz im Viehfutter von 10 mg Jod/Kg Futter befinden sich in 1 000 Gramm Milchprodukten allein 3044 Mikrogramm Jod. Dieser Menge entsprechend befinden sich in nur 400 Gramm Milchprodukten in dem für die Laboruntersuchungen relevanten Zeitraum immer noch ca. 1218 Mikrogramm Jod. Dagegen hält die WHO eine tägliche Jodaufnahme von 200 Mikrogramm bereits für riskant, um eine jodinduzierte Hyperthyreose zu entwickeln.
Die über jodiertes Viehfutter aufgenommene Jodmenge in 400 Gramm Milchprodukte entspricht also mehr als dem 6-fachen der kritischen Tagesmenge an Jod. Und man verzehrt täglich ja mehr als drei Milchprodukte.

Fazit
Eine Krebsprävention bei gleichzeitiger Jodierung der Futter- und Lebensmittel ist kaum möglich.
Eine erfolgreiche Krebsdiät enthält deshalb keinerlei Jodzusätze über den individuellen Bedarf des Einzelnen hinaus.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird – neben Salz – auch das Viehfutter jodiert, weswegen tierische Produkte und Halb- und Fertigprodukte mit tierischen Bestandteilen aus diesen Ländern aktuellem medizinischen Wissensstand zufolge aller Wahrscheinlichkeit nach keine Krebsprävention gewährleisten können.*

*Gekürzte Fassung des Artikels Krebsauslöser Jod. Die Kanzerogenität des Jodes ist in der Medizin bekannt, von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. für „balance 2/2015“.

Literatur

Ammon, H. P.T.:
Arzneimittelneben- und Wechselwirkungen. 3Stuttgart 1991.

Braunschweig-Pauli, D.: Hohe Krebsrate bei hoher Jodzufuhr, in: Artikelserie „Jodunverträglichkeiten“, Trier 1997.

Braunschweig-Pauli, D: Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum, 3. Aktualisierte Auflage Trier, 2012, Kapitel 40 „Jod ist krebserregend“, S. 210-222.

Braunschweig-Pauli, D.: Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod, Herbig-Verlag München, 2003/06/08/10/13, Kapitel: „Krebs“, S. 141-144.

Braunschweig-Pauli, D: Die Heilkraft des Knoblauchs, Herbig Verlag München, 2. Aufl. 2013, S. 103 ff.: „Knoblauch in Krebsprävention und – therapie.“

Lathia, D./ Kloepp, D.: Einfluß von Nahrungsmittelinhalts- und zusatzstoffen auf die Nitrosaminbildung unter physiologischen Bedingungen – ein kurzer Überblick, in: „Ernährung (Nutrition) Bd. 11,Nr. 2, 1987, S. 98-101.

Handbuch Medikamente, hrsg. von Stiftung Warentest, Kapitel: Hormone/ Kropf/ Iodid, unter „Achtung: Unter folgenden Bedingungen dürfen Sie kein Iodid einnehmen – Der Verdacht auf Schilddrüsenkrebs ist nicht ausgeräumt“, 3. Aufl. Berlin 2000, S. 321.

Susun S. Weed: „BrustGesundheit. Naturheilkundliche Prävention und Begleittherapien bei Brustkrebs“, Orlanda Frauenverlag Berlin 1997.

Krebsprävention

© by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier, den 06.09.2018



Krebsprävention

Die gegenwärtige Situation
Über die steigende Zahl von Krebserkrankungen, u.a. von Brust – Prostata- und Schilddrüsenkrebs - wird in den Medien oft berichtet, ebenso davon, wie eine möglicherweise erfolgreiche Krebsprävention aussehen könne..

Hinweise auf spezielle mögliche Ursachen für Krebs an allen Organen sind vorhanden und werden in der medizinischen Fachliteratur hinreichend dokumentiert: bekannt sind in der medizinischen Forschung seit 1971 Studien zur Kanzerogenität des Jodes, das seit 1985 in überhöhten Mengen z.T. ohne unser Wissen in die Nahrungskette - in Form der nicht bekannt gemachten Jodierung des Viehfutters, später offiziell in Form der sogenannten „generellen Jodsalzprophylaxe“ - eingeschleust wird.

Jod steht an erster Stelle der in der Medizin seit langem international bekannten kanzerogenen Stoffe.

Vielleicht ja auf Grund der in Deutschland praktizierten faktischen „Zwangsjodierung“ scheint das aber aus dem Focus geraten zu sein.

Für Deutschland ergibt das daraufhin eine zwiespältige Wissenslage: die in der internationalen medizinischen Forschung bekannte krebsauslösende und krebsverstärkende Wirkung des Stoffes Jod scheint in Deutschland– bis auf Einzelfälle – offensichtlich noch nicht in die laut Medizinrecht verpflichtende „therapeutische Aufklärungspflicht“ (s. Pschyrembel unter „Aufklärungspflicht“) eingeflossen zu sein. Eben so wenig gelangt dieses Wissen – bis auf wenige Ausnahmen - in die öffentliche Berichterstattung über Krebsprävention und Krebstherapien und in das allgemeine Bewußtsein von Krebspatienten, für die dieses Wissen lebensrettend sein würde. Einzig die medizinische Fachliteratur und vereinzelte Sachbücher (s. Literaturangaben) widmen sich dem Jod als Krebsauslöser.

Krebsfördernde Wirkung von Jod seit 1971 bekannt
Spätestens seit 1987 weiß man in deutschen Fachkreisen um die starke krebsfördernde Wirkung des Jodes. Damals erschien der Aufsatz „Einfluß von Nahrungsmittelinhalts- und zusatzstoffen auf die Nitrosaminbildung unter physiologischen Bedingungen - ein kurzer Überblick“ der Ernährungs-
wissenschaftler Prof. Dr. D. Lathia und D. Kloep.
Einleitend stellen Lathia und Kloep fest: „Internationale wissenschaftliche Untersuchungen haben bereits gezeigt, daß mehr als 40 Prozent der Organkrebse durch Fehl- und/oder Mangelernährung sowie durch Zufuhr karzinogener Substanzen entstehen. ... Die Ergebnisse der bisherigen umfangreichen Untersuchungen zeigten deutlich, daß die Nitrosamine in zahlreichen Organen selektiv Krebs erzeugen. ... So wirken einige Nahrungsmittelinhaltsstoffe wie Bromide, Jodide, Thiozyanate, Chlorogensäure, Polyphenole, Metallsalze usw. katalysierend auf die In-vivo-und In-vitro-Nitrosaminbildung.“

In dem Kapitel „Nahrungsmittelinhaltstoffe als Katalysatoren“ berichten die beiden Autoren von Forschungsarbeiten von „Boyland et al. (1971)“, die „die katalytische Wirkung einiger Anionen auf die Bildungsgeschwindigkeit der Nitrosamine“ untersuchten und dabei „die starke katalytische Wirkung von Halogeniden wie Bromid und Jodid sowie Pseudohalogenid Thiocyanat auf die Nitrosierungsreaktion“ feststellten.

Diese starke katalytische Wirkung von Halogeniden auf die Bildungsge-
schwindigkeit der Nitrosamine veranschaulichen die Autoren in einer Tabelle, in der sie die Stoffe nach der Stärke ihres katalytischen Effektes mit 1-3 Kreuzen versehen. Jod steht darin an erster Stelle, es hat den stärksten katalytischen Effekt auf die Nitrosaminbildung, der mit drei Kreuzen angegeben wird.

Ebenfalls drei Kreuze hat das an zweiter Stelle stehende Thiocyanat.
Chlorogensäure
, steht mit zwei Kreuzen an dritter Stelle.

Im Kapitel „Synergistische Wirkung verschiedener Katalysatoren“ erklären die Autoren: „Da die Möglichkeit besteht, daß zwei Katalysatoren wie z. B. Jodid- und Thiocyanationen bzw. Chlorogensäure und Thiocyanationen gleichzeitig im Speichel oder im Magensaft durch übermäßigen Verzehr von jod-, jodhaltigen Nahrungsmitteln ... vorkommen und beide Katalysatoren in vivo einen synergistischen Einfluß auf die Nitrosaminbildung ausüben können, wurden von uns auch die synergistischen Wirkungen von Jodid und Thiocyanationen und Chlorogensäure und Thiocyanationen auf die In-vitro-NMNA-Bildung untersucht.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung … zeigen deutlich einen sehr starken synergistischen Effekt dieser beiden Kombinationen (Lathia&Rütten 1979; Lathia & Frenzen 1983).“

Lathia und Kloep fassen zusammen: ... Die Katalysatoren wie Thiocyanat, Jodid und Chlorogensäure können jeweils einzeln eine katalytische oder zu zweit eine synergistische Wirkung auf die Nitrosierung ausüben, wenn sie gleichzeitig mit Nitrit und sek. Amin im Magen vorkommen. Dadurch könnte der menschliche Körper erhöhter Krebserkrankung durch die Potentierung der Nitrosaminbildung ausgesetzt werden.“

Eigentlich hätte unsere Bevölkerung bereits ab 1971, oder 1983 oder spätestens aber ab 1987 offiziell vor Jod als einer starken krebsfördernden Substanz gewarnt werden müssen.

1984 gründete sich der „Arbeitskreis Jodmangel“.

Trotzdem taucht Jod als Krebsauslöser immer wieder in wissenschaftlichen Texten auf.

Ein Bericht des Schweizer Schilddrüsenspezialisten und Jodbefürworters Prof. H. Bürgi et al. über die Kanzerogenität von Halogenen in dem englischsprachigen Organ Thyroid mit dem Titel „The Toxicology of Iodate: A Review of the Literature“ liefert in dem Kapitel „Carcinogenicity“ einen weiteren Beleg für die krebserregende Wirkung von Jod. Die Übersetzung des englischen Textes lautet: „Kanzerogenität. Jod ist niemals“ (!) „auf seine krebserregende Wirkung getestet worden, im Gegensatz zu Brom, was als Nierenkrebs erregend bekannt ist. ... Im Hinblick auf die strukturelle Analogie und die physiochemische Gleichheit zwischen Brom und Jod müssen wir seriöserweise in Betracht ziehen, dass Jod auch ein gewisses Krebsrisiko darstellt.“



Schilddrüsenkrebs
Auf dem „14. Wiesbadener Schilddrüsengespräch“ im Februar 1996 kamen in der Diskussion über den Vortrag von Prof. Dr. Lothar-Andreas Hotze auch Karzinome zur Sprache. Prof. Dr. med. Robert A. Wahl, Frankfurt, erwähnte folgendes: „In Japan haben etwa 25% der Bevölkerung altersunabhängig kleine papilläre Mikrokarzinome, ... In Skandinavien fand sich eine Inzidenz von etwa 6%. In unserer Bevölkerung ist bei älteren Menschen mit einer Inzidenz von 2-3% papillären Mikrokarzinomen als Zufallsbefund auszugehen.“

Japan ist das Land mit dem höchsten natürlichen Jodvorkommen der Welt.

In Skandinavien werden auch höhere natürliche Jodmengen – über Fischgerichte - aufgenommen.

Deutschland hatte vor der Jodierung die niedrigste Rate von Schilddrüsen-
krebserkrankungen, was sich seit der Zwangsjodierung geändert hat, Tendenz steigend.



Schilddrüsenerkrankungen sind frauenfeindlich
Genau wie bei den anderen Schilddrüsenerkrankungen sind auch bei Schilddrüsenkrebs wieder die Frauen benachteiligt. Auf dem „19. Wiesbadener Schilddrüsengespräch“ 2001 hält Prof. Dr. Derwahl diesen geschlechtsspezifischen Unterschied fest: Es ist seit langem bekannt, daß Schilddrüsenknoten, -adenome und –karzinome bei Frauen häufiger sind als bei Männern, (Mack, W. et al. 1998). ...

Die Inzidenz benigner Schilddrüsenknoten steigt laut epidemiologischen Studien mit der Anzahl der Schwangerschaften (Glinoer, D. et al. 1991).“ (a.a.O., S. 64)



Amerikanische Studie über Krebs durch höhere Jodzufuhr.
Amerikanische Wissenschaftler des amerikanischen „National Cancer Institute“ veröffentlichten im Juli 2009 in der Zeitschrift „Cancer“, daß man in den letzten 10 Jahren eine Verdopplung der Schilddrüsenkarzinome beobachtet habe. Zitat aus dem Juni-Newsletter 2009 der Schilddrüsenpraxis von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Lothar-Andreas Hotze (+): „Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass Ernährungs-gewohnheiten eine Rolle spielen, deren Einfluß jedoch noch weiterer Untersuchungen bedarf: ... *Höhere Zufuhr von Jod: Höhere Erkrankungsrate*. Prof. Davidson vermutet, dass die Zunahme von Autoimmunerkrankungen (Hashimoto Thyreoiditis), die nicht behandelt werden, zu einem Anstieg der Krebserkrankungen der Schilddrüse beiträgt, da das erhöhte TSH einen Wachstumsfaktor darstellt. Davidson, Zitat: „…wenn das TSH chronisch erhöht ist, kann das das Risiko von Schilddrüsenkrebs erhöhen.“ Zitat Ende.

Für alle Jodgeschädigten in Deutschland ist diese amerikanische Studie über die kanzerogene Wirkung von Jod – vielleicht in letzter Minute – lebensrettend und gleichzeitig befreiend.

Brustkrebs
In Amerika ist die kanzerogene Wirkung des Jodes - auch via Jodsalz - bekannt und unbestritten. Susun S. Weed schreibt in ihrem 1997 erstmals in Deutschland publizierten Sachbuch „BrustGesundheit. Naturheilkundliche Prävention und Begleittherapien bei Brustkrebs“: „Wenn Erwachsene jedoch durch zusätzliche Jodzufuhr - wie z. B. Jodsalz - ihren Bedarf überschreiten, steigt auch ihr Brustkrebsrisiko.“ (a.a.O., S. 49)

In H. P.T. Ammons „Arzneimittel-neben- und Wechselwirkungen“ wird das Brustkrebsrisiko in Zusammenhang mit der Langzeittherapie mit Schilddrüsenhormonen erwähnt, Zitat: „Eine Studie an 5500 unter Schilddrüsenhormonbehandlung stehenden Patientinnen, bei denen eine Mammographie durchgeführt wurde, ergab, daß bei 635 Brustkrebs vorlag. ... Bei denen, die Schilddrüsenhormone über 15 Jahre bekommen hatten, lag die Krebsrate sogar bei 19,5%. Nach neueren Untersuchungen kann dieser Verdacht einer Kanzerogenität nicht aufrechterhalten werden.“ (a.a.O., S. 889)
Trotz der nachträglichen Einschränkung sollte m.E. die gegenwärtige Schilddrüsentherapie, in der oft Schilddrüsenhormone als Langzeittherapie eingesetzt werden, vorsichtshalber kritisch gesehen werden. Vor allem deshalb, weil Ammon über Thyreostatika an anderer Stelle schreibt: „Wenn bei den Thiouracilen bisher auch keine direkte kanzerogene Wirkung beobachtet werden konnte, so sind sie doch imstande, über eine vermehrte TSH-Abgabe Schilddrüsenadenome auszulösen, die sekundär maligne entarten können.“ (a.a.O., S. 899).



Prostata-Krebs
Unter dem Aspekt der Viehjodierung sind neuere Ergebnisse wichtig, denen zufolge hoher Milchkonsum für Prostata-Krebs verantwortlich gemacht wird.
Unter der Überschrift „Hoher Milchkonsum kann Prostata-Krebs bei Männern fördern“ in „Umwelt&Gesundheit“ 1/2006, werden Studienergebnisse, die im Dezember 2005 im „Journal of the National Cancer Institute“ erschienen sind, referiert. Demnach erhöhen Männer ihr Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, um 30 Prozent, wenn sie „häufig Milchprodukte konsumieren,...“. Schon bei drei verschiedenen Milchprodukten von ca. 400 Gramm Milch, bestehend aus Milch oder Jodghurt, Käse, Butter und Eis, erhöhe sich „das Risiko für Prostatakrebs um neun Prozent.“ (a.a.O., S. 5) Dieses Phänomen führen die Forscher auf die hohen Kalziummengen zurück, die „im Körper die Bildung von Vitamin D unterdrücken – ein Stoff, der Prostatakrebs wirksam vorbeugt.“ (a.a.O.)

Möglicherweise sind aber auch die sehr hohen Jodmengen in Milchprodukten eine Haupt- oder Mitursache für das erhöhte Prostatakrebs-Risiko. Bei einem bei uns bis 2006 erlaubten Jodzusatz im Viehfutter von 10 mg Jod/Kg Futter befinden sich in 1 000 Gramm Milchprodukten allein 3044 Mikrogramm Jod. Dieser Menge entsprechend befinden sich in nur 400 Gramm Milchprodukten in dem für die Laboruntersuchungen relevanten Zeitraum immer noch ca. 1218 Mikrogramm Jod. Dagegen hält die WHO eine tägliche Jodaufnahme von 200 Mikrogramm bereits für riskant, um eine jodinduzierte Hyperthyreose zu entwickeln.
Die über jodiertes Viehfutter aufgenommene Jodmenge in 400 Gramm Milchprodukte entspricht also mehr als dem 6-fachen der kritischen Tagesmenge an Jod. Und man verzehrt täglich ja mehr als drei Milchprodukte.

Fazit
Eine Krebsprävention bei gleichzeitiger Jodierung der Futter- und Lebensmittel ist kaum möglich.
Eine erfolgreiche Krebsdiät enthält deshalb keinerlei Jodzusätze über den individuellen Bedarf des Einzelnen hinaus.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird – neben Salz – auch das Viehfutter jodiert, weswegen tierische Produkte und Halb- und Fertigprodukte mit tierischen Bestandteilen aus diesen Ländern aktuellem medizinischen Wissensstand zufolge aller Wahrscheinlichkeit nach keine Krebsprävention gewährleisten können.*

*Gekürzte Fassung des Artikels Krebsauslöser Jod. Die Kanzerogenität des Jodes ist in der Medizin bekannt, von Dagmar Braunschweig-Pauli M.A. für „balance 2/2015“.

Literatur

Ammon, H. P.T.:
Arzneimittelneben- und Wechselwirkungen. 3Stuttgart 1991.

Braunschweig-Pauli, D.: Hohe Krebsrate bei hoher Jodzufuhr, in: Artikelserie „Jodunverträglichkeiten“, Trier 1997.

Braunschweig-Pauli, D: Jod-Krank. Der Jahrhundertirrtum, 3. Aktualisierte Auflage Trier, 2012, Kapitel 40 „Jod ist krebserregend“, S. 210-222.

Braunschweig-Pauli, D.: Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod, Herbig-Verlag München, 2003/06/08/10/13, Kapitel: „Krebs“, S. 141-144.

Braunschweig-Pauli, D: Die Heilkraft des Knoblauchs, Herbig Verlag München, 2. Aufl. 2013, S. 103 ff.: „Knoblauch in Krebsprävention und – therapie.“

Lathia, D./ Kloepp, D.: Einfluß von Nahrungsmittelinhalts- und zusatzstoffen auf die Nitrosaminbildung unter physiologischen Bedingungen – ein kurzer Überblick, in: „Ernährung (Nutrition) Bd. 11,Nr. 2, 1987, S. 98-101.

Handbuch Medikamente, hrsg. von Stiftung Warentest, Kapitel: Hormone/ Kropf/ Iodid, unter „Achtung: Unter folgenden Bedingungen dürfen Sie kein Iodid einnehmen – Der Verdacht auf Schilddrüsenkrebs ist nicht ausgeräumt“, 3. Aufl. Berlin 2000, S. 321.

Susun S. Weed: „BrustGesundheit. Naturheilkundliche Prävention und Begleittherapien bei Brustkrebs“, Orlanda Frauenverlag Berlin 1997.

Neuerscheinung 2018 Liebe & Partnerschaft

Neuerscheinung 2018

Dagmar Braunschweig-Pauli: Liebe & Partnerschaft vertragen kein Jod. Wie Jod auf die Sexualität wirkt. Verlag Braunschweig-Pauli Trier, 1. Aufl 2018, Erscheinungstermin 07. April 2018, ISBN: 978 -3-9811477-4-2. Neuerscheinung 2018

Liebe & Partnerschaft vertragen kein Jod

Jodvideo

Aufklärungs-Video (YouTube)
Aufklärungs-Video (YouTube) Zum Start des Videos bitte auf die Abbildung klicken.

Sachstand

Auf dieser Website finden Sie wichtige Informationen zur sogenannten "Jodsalzprophylaxe", die durch die nahezu vollständige Jodierung von Viehfutter - leider auch oft im Biobereich - praktisch zu einer Zwangsjodierung geführt hat.

Denn tierische Produkte wie Milch, Butter, Quark, Joghurt, Käse, Eier etc. und Folgeprodukte, die infolge der Jodfütterung zusätzliche - hohe! - Jodmengen enthalten, müssen nicht als jodiert deklariert werden.

Mit anderen

Worten: es gibt einen großen Bereich von Lebensmitteln mit tierischen Bestandteilen, auf deren Deklaration zwar kein Jod auftaucht, die aber über das jodierte Futter durchaus hohe, teilweise sogar sehr hohe Jodgehalte enthalten.

2018

2018


Grundprobleme „Jodsalzprophylaxe“:

Jod – muß in die Liste der allergenen Stoffe
aufgenommen werden.
Jod wurde 2002 nicht in die europäische Liste der
allergenen Stoffe aufgenommen, obwohl die Jodallergie – und Erkrankungen
der Schilddrüse, bei denen eine Jodzufuhr ebenfalls kontraindiziert ist -
unbestritten
in der Medizin bekannt und vielfach dokumentiert ist und bei medizinischen
Behandlungen – u.a. Operationen – Jodallergie als Risikofaktor auf der in Krankenhäusern verwendeten
Liste der Kontraindikationen steht.

Sämtliche Jodinduzierte Erkrankungen, die seit ca. 1995 aus dem Pschyrembel, dem Klinischen Wörterbuch für Mediziner, entfernt worden sind, müssen wieder in den Pschyrembel aufgenommen werden, damit alle durch Jod verursachten bzw. verschlimmerten Erkrankungen von Medizinern nachgeschlagen, erkannt und sachgerecht behandelt werden können.

Kontrast – und Desinfektionsmittel sowie Verbandszeug ohne Jod müssen generell zur Verfügung gestellt werden!
Auf Grund der in Deutschland fast ausschließlich verwendeten jodhaltigen Kontrastmittel müssen Jodallergiker auf oft lebensrettende Untersuchungen verzichten, da das im Kontrastmittel befindliche Jod für Jodallergiker den sicheren Tod bedeutet. Menschen mit Schilddrüsenerkankungen wie Hyperthyreose, Morbus Basedow, Heißen Knoten, bei denen eine Jodzufuhr zu über 50% zu einer thyreotoxischen Krise führen kann, befinden sich bei der Verwendung von jodhaltigen Kontrastmitteln in Lebensgefahr. Dies ist ein katastrophaler medizinischer Notstand, der umgehend beseitigt werden muß.
Im Bayerischen Roten Kreuz sind jodhaltige

Desinfektionsmittel seit Jahren verboten wegen der steigenden Anzahl von Jodallergikern, die an Unfällen beteiligt sind.

Beispiel. Die Notoperation nach einem Unfall mußte in einem Krankenhaus in Rheinland-Pfalz eine Woche aufgeschoben werden, da es so lange dauerte, bis der OP frei von jodhaltigen Desinfektionsmitteln war und der Operateur nicht jodhaltiges Verbandsmaterial im Ausland besorgt hatte.

Behandlung jodinduzierter Erkrankungen im Ausland, in dem jodinduzierte Erkrankungen nicht tabuisiert werden, muß generell möglich sein!
Immer mehr durch die deutsche Jodierung erkrankte und wegen des Jodtabus oft nicht in Deutschland sachgerecht behandelte Menschen lassen aus Verzweiflung ihre Erkrankungen im Ausland, in dem jodinduzierte Erkrankungen erkannt, diagnostiziert und sachgerecht therapiert werden, behandeln. Diese im Ausland vorgenommenen Behandlungen müssen auch von deutschen Krankenkassen bezahlt werden, da jodinduzierte Erkrankungen zwar durch deutsche Gesundheitsmaßnahmen aufgezwungen werden, aber vielfach nicht sachgerecht behandelt werden können.
Es ist den Bürgern, die ihre Krankenkassenbeiträge bezahlen nicht zuzumuten, für die ihnen aufgezwungene, durch Jod verursachte Erkrankung, die in Deutschland wegen des Jodtabus häufig nicht behandelbar ist, und die sie zwingt, die richtige Behandlung im Ausland zu suchen, doppelt zu bezahlen.

Deklaration sämtlicher Jodeinträge in Lebensmitteln – vor allem auch die über jodierte Futtermittel aufgenommenen Jodmengen.

Auf Jod,
das über Kochvorgänge, Salzkristall - Lampen – und Teelichter sowie Duftkerzen in die Atemluft gelangt, muß in Form eines Gefahrenhinweises gut sichtbar hingewiesen werden (z.B. in Restaurants/Kaufhäusern etc).;

jodhaltige Produkte, bei denen das enthaltene Jod in die Atemluft gelangt, wenn sie unverpackt angeboten werden - z.B. möglich bei Salzkristall-Lampen, Salzkristall-Teelichtern und Duftkerzen - müssen für den Verkauf vakuum verpackt werden, damit das in die Atemluft geratene Jod bei jodempfindlichen Verbrauchern nicht zu tödlichen allergischen Schocks führen kann.

Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Sprecherin Deutsche SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken Trier, den 12.01.2018

Worst Case-Gesundheitspolitik

© Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier, den 19.09.2017



Worst Case-Gesundheitspolitik – verantwortliche CDU schweigt seit Jahrzehnten zu Jodschäden.



Es gab gerade eine sehr gefährliche Situation bei einer Jodallergikerin: bei einer OP war - gegen den ausdrücklichen Hinweis der Patientin, daß wegen ihrer ärztlich bestätigten Jodallergie auf keinen Fall jodhaltige Desinfektionsmittel eingesetzt werden dürfen! - trotzdem während ihrer Narkose das Operationsfeld mit jodhaltigem Desinfektionsmittel desinfiziert worden.

Die Jodallergikerin hatte nach der OP starke Hautreaktionen, wie sie sie von Jodreaktionen kannte, und fragte die behandelnde Ärztin nach dem bei ihrer OP eingesetzten Desinfektionsmittel. Sie erhielt folgende Antwort, Zitat: „Wir haben im Internet recherchiert und gefunden, dass es keine Jod-Allergie gibt." Zitat Ende.

Die fortwährende und einseitige Pro-Jodwerbung hat offensichtlich dazu geführt, daß es Mediziner gibt, die die vom Medizinrecht (§223 ff. StGB) vorgeschriebenen Grenzen bewußt überschreiten und den schriftlich festgehaltenen Patientenwillen zum Schaden des Patienten ignorieren. Vielleicht sogar deshalb, weil sie sich wohl im Einklang mit in einigen Medizinerkreisen bekannten "Anweisungen von oben" fühlen", Zitat: "Wir haben die Anweisung, keine Patienten mehr vor Jod zu warnen, auch die Patienten mit Überfunktion und Morbus Basedow nicht." Zitat Ende (zitiert aus "Jod-Krank", a.a.O., S. 21)

In dem aktuellen Präzedenzfall sehe ich eine generelle Gefahr für die medizinische Behandlung all derjenigen Menschen, die kein zusätzliches Jod vertragen, und deren Zahl von Experten (bereits 2006) auf über 33% der Bevölkerung geschätzt wurde, Tendenz steigend. Laut „Arzneiverordnungsreport 2004“ wird sogar von einer Betroffenenzahl von 40 Millionen, also fast 50% der Bevölkerung ausgegangen (a.a.O., S. 45)

Die von den politischen Verantwortlichen der CDU-Regierung unter Helmut Kohl seit den achtziger Jahren geplante und durchgezogene Jodierung der Lebens- und Futtermittel hat in Deutschland praktisch zu einer Zwangsmedikation mit Jod geführt

– und damit unmittelbar zu einer gravierenden Verletzung des unverletzlichen Grundrechtes GG2,2, dem „Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“: denn wer dieses zusätzliche, praktisch unausweichliche Jod in den Lebensmitteln aus gesundheitlichen Gründen nicht verträgt – das sind u.a. die Menschen mit Über- und Unterfunktion der Schilddrüse, Menschen mit den sogenannten aktiven und inaktiven Bereichen, Menschen mit den Autoimmunerkrankungen Morbus Basedow und Morbus Hashimoto und Schilddrüsenkrebs – hat in Deutschland mit deutschen Lebensmitteln kaum eine (Über-)Lebenschance.
Wer nicht auf ausländische, nicht künstlich jodierte Lebensmittel ausweichen kann, wird über die jodierten Lebensmittel zwangsjodiert, zwangskrank gemacht und muß sehr nebenwirkungsreiche Medikamente nehmen, die die krank machende Jodwirkung wieder abbremsen sollen.

Vor allem Basedow-Patienten und Jodallergiker leben in Deutschland täglich in der akuten Gefahr, an einer tödlich verlaufenden „Thyreotoxischen Krise“ oder dem „anaphylaktischen Schock“ zu sterben, wenn sie jodierte Nahrung zu sich nehmen.

Alle Appelle und Petitionen und Hilferufe von uns Jodgeschädigten an die politisch Verantwortlichen vor allem denen der ursächlich verantwortlichen CDU verhallen seit 22 Jahren ungehört – alles, was wir bisher vorbrachten, traf auf taube Ohren.

Inzwischen steht man, was die etablierten Parteien SPD, FDP und GRÜNE angeht, offensichtlich auch parteienübergreifend hinter dieser vermeintlich gesundheitspolitischen Maßnahme, die bis jetzt nur zu einer gigantischen Krankheits- Kosten- und Leidenswelle geführt hat.

Silberstreifen am Horizont: einige der noch jungen bzw. jüngeren Parteien, die Newcomer, sind für die Jodproblematik und die daraus resultierenden Gesundheitsschäden und Diskriminierungen der Betroffenen aufgeschlossen. Dazu siehe die drei Antworten auf meine Wahlprüfsteine 2017.

CDU-Politiker, die verkennen, daß sie mit der Zwangsjodierung bis jetzt schon ca.30 Millionen Menschen krank gemacht haben und aus der täglichen Ernährung ausklinken, verpassen die Zeichen der Zeit.

Frei nach Gorbatschow: „Wer nicht mit der Jodierung aufhört, verpaßt Millionen Wähler!“

Literatur
Braunschweig-Pauli, Dagmar: Jod-Krank, der Jahrhundertirrtum, Andechs 2000/Trier 2007, 2012.
Schwabe, Ulrich/ Paffrath, Dieter (Hrsg.): Arzneiverordnungsreport 2004, Springer-Verlag 2004, S. 45.
©by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier, den 19.09.2017

Lithium im Trinkwasser?

Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier den 17.09.2017

Lithium im Trinkwasser? - Eine weitere Zwangsmedikation in Sicht?

Am 24. August 2017 wurde auf www.aerzteblatt.de/nachrichten/77832/Lithium-im-Trinkwasser-koennte-vor-Dement-schuetzen der Artikel „Lithium im Trinkwasser könnte vor Demenz schützen“, © rme/aerzteblatt.de, veröffentlicht.

Dieser Artikel basiert auf einer im Jama Psychiatry (2017; doi:10.1001/jamapsychiatry.2ß17.2362) erwähnten „bevölkerungsbasierten Fall-Kontroll-Studie“, derzufolge es Zusammenhänge zwischen lithiumhaltigem Trinkwasser und geringerer Häufigkeit von Altersdemenz zu geben scheint.

Der Australier „John McGrath vom Queensland Brain Institute in Brisbane“ brachte auf Grund dieses vermuteten Zusammenhanges – der allerdings noch durch weitere Forschungen bestätigt werden müßte - die Idee auf, Trinkwasser mit Lithium anzureichern. (Zitate nach der Quelle s.o.).

Bei dieser „Idee“ bleibt unberücksichtigt, daß eine Medikation über Grundnahrungsmittel in Deutschland weder vom Grundgesetz, noch vom Medizinrecht, noch von den Richtlinien für Lebensmittel, die keine Medikamente enthalten dürfen, gedeckt ist, sondern gemäß §§ 223ff. StGB Körperverletzung bzw. gemäß §§ 224 StGB Gefährliche Körperverletzung darstellt.

Da der gegenwärtig praktizierten Jodsalzprophylaxe aber eine ähnlich gelagerte „Idee“ zugrunde liegt, die ebenso durch keines der geltenden Gesetze gedeckt ist, und trotzdem praktisch generalstabmäßig umgesetzt worden ist, sollte man sich über die neue „Idee“ für eine Zwangsmedikation des Trinkwassers, diesmal durch Lithium, so abstrus sie ist, Sorgen machen.

Lithium (Li) wird in Form einer Lithiumtherapie therapeutisch als sogenanntes „Antidepressivum“ bei der Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen, z.B. „manisch-depressiven Verlaufsformen“ (s. Ammon, a.a.O., S. 283) eingesetzt.

Mit Lithium kann man also Menschen erfolgreich ruhig stellen – nach dem Motto: „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht!“ (Zitat Graf von der Schulenburg-Kehnert)

Eine medizinische Lithiutherapie – für die aber die persönliche Einwilligung des Patienten vorliegen muß, andernfalls sie Körperverletzung gemäß §§223 StGB darstellt - ist mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden. „Im Gegensatz zur bisherigen Auffassung sind die durch Lithium entstandenen Schäden bei Absetzen nicht in jedem Fall voll reversibel.“ (s. Ammon, a.a.O., S. 287)

So wird nach Absetzen der Lithiumtherapie über eine “Lithium-Entzugssymptomatik” diskutiert und darüber, dass „die REM-Phasen bei Lithiumsalzen verkürzt zu sein“ scheinen. Auch „Manien können leicht nach plötzlichem Lithium-Absetzen auftreten.“ (s. Ammon, a. a. O., S. 294)
“…und nach Gabe von therapeutischen Lithiumdosen können Muskelzuckungen und Tremor auftreten, die manchmal nur initial, manchmal aber auch dauernd vorhanden sind. Die Häufigkeit beträgt beim Lithium 10-50%“ (s. Ammon, a. a.

O., S. 295)

Weitere Nebenwirkungen von Lithium werden wie folgt beschrieben: „Auch können nach Lithiumgabe in 30% der Anwendung Muskelschwäche … auftreten.“ (s. Ammon, a. a. O., S. 296)
“Auf das mögliche Auftreten eines Diabetes insipidus unter einer Lithium-Therapie sollte geachtet werden.“
Durch von Lithium verursachte Ödeme kann „eine latente Herzinsuffizienz manifest werden“.

Mit einer pauschalen Lithiumgabe über Salz hat man schon in Amerika schlechte Erfahrungen gemacht.

So ersetzte man in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den USA Kochsalz durch Lithiumchlorid, und „es traten in der Folge Lithiumintoxikationen auf, ….“ (s. Ammon, a. a. O., S. 300)

Besonders die Schilddrüse scheint durch zusätzliche Lithiumgaben geschädigt zu werden.
“Auswirkungen einer Lithiumbehandlung auf die Schilddrüsenfunktion” sind u.a. „Hypothyreoidismus mit oder ohne Kropf“ … und „hängt also mit der Einnahme von Iod mit der Nahrung zusammen. Bei einer mehr als 12 Monate dauernden Lithiumtherapie wurde in 2-15% der Fälle eine benigne euthyreote Struma beoachtet.“ (s. Ammon, a. a. O., S. 302) “Da Lithiumsalze eine Hypothyreose und/oder Kropf auslösen können, sollte die gleichzeitige Anwendung von Iodid-Präparaten vermieden werden …“ (s. Ammon, a. a. O., S. 310)

In der Schwangerschaft ist Lithium “Kontraindiziert in den ersten 4 Monaten” (s. Rote Liste, a. a. O., Orange, S. 311) weil es die Plazenta überwindet. „Lithium erfordert von allen psychotropen Stoffen die größte Sorgfalt in der Anwendung. Eine erhöhte Zahl von Mißbildungen konnte bei den Psychopharmaka nur bzgl. des Lithium sicher nachgewiesen werden.“(s. Ammon, a. a. O., S. 304)

Die Auflistung der Gegenanzeigen und Kontraindikationen bei einer Lithiumanwendung sind umfangreich und umfassen praktisch alle Erkrankungen des ZNS, Schwangerschaft und Stillzeit, Herzinsuffizienz, Leberschäden, Morbus Addison, hypothyreote Struma und Psoriasis. (s. Ammon, a. a. O., S. 305)

Früher war es auch in deutschen psychiatrischen Einrichtungen selbstverständlich, daß bei einer gleichzeitigen Anwendung von lithiumhaltigen Antidepressiva kein Jodsalz und natürlich auch keine jodierten Lebensmittel verwendet werden durften.

Zwar ist dieses Wissen noch verschiedentlich in Fachkreisen präsent, aber ob es auch noch so strikt in der Praxis, also der Ernährung von psychisch Kranken, die lithiumhaltige Antidepressiva erhalten und deshalb keine zusätzlichen Jodgaben bekommen dürfen, angewendet werden kann, ist bei der gegenwärtigen durchjodierten Ernährungslage in Deutschland infolge der Jodierung von Lebens- UND Futtermitteln eher fraglich.

Marschiert die Zahl der behandlungsbedürftigen – und überwiegend jodinduzierten - Schilddrüsenerkrankungen nach Schätzung von Experten (s. Arzneiverordnungsreport 2004, S. 45) auf die 50% der Bevölkerung zu, so dürfte bei einer Zugabe von Lithium in Trinkwasser auch noch die im Moment noch nicht betroffene andere Hälfte der Bevölkerung ebenfalls unnötig krank (gemacht) werden.

Literatur
Ammon, Hermann P.T. (Hrsg.): Arzneimittelneben- und Wechselwirkungen. 3Stuttgart 1991.
Rote Liste ® 2009, Frankfurt/Main, Teil: Orange, S. 311f.
Schwabe, Ulrich/ Paffrath, Dieter (Hrsg.): Arzneiverordnungsreport 2004, Springer-Verlag 2004, S. 45.

Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M.A., Trier den 17.09.2017

Jod-Tabletten Alibi für unbeherrschbare Risiken?

Dagmar Braunschweig-Pauli M. A

Jod-Tabletten – Alibi für unbeherrschbare Risiken?

Jod-Tabletten werden von vielen Bürgern oft als sichere Schutzmaßnahme gegen die atomare Strahlung bei einem Super-Gau angesehen, was so aber nicht stimmt.

„Jodtabletten schützen nicht gegen Strahlung von außerhalb des Körpers oder gegen andere radioaktive Stoffe als Jod“. (s. Handbuch für d. Katastrophenschutz, a. a..O., S. 159)

Gegen die Aufnahme anderer radioaktiver Stoffe in den Körper oder gegen Bestrahlung des Körpers von außen schützen Jodtabletten nicht.“ (a.a.O., S. 156)

Jod-Tabletten sollen also nur dieses eine Organ, die Schilddrüse, vor der Aufnahme von radioaktivem Jod schützen, um eine spätere Entstehung von Schilddrüsenkrebs vielleicht zu verhindern. Der übrige Körper bleibt nach wie vor ungeschützt gegenüber dem radioaktiven Jod und andere radioaktiven Stoffe, die bei einem Super-Gau frei werden.

Seit einigen Tagen wird in öffentlichen Medien darauf hingewiesen, daß im Raum Aachen vorsorglich Jod-Tabletten an die Bevölkerung ausgegeben werden, damit im Ernstfall – also im Falle eines Super-Gaus – die Bevölkerung ausreichend mit Jod-Tabletten für eine sogenannte „Jodblockade“ der Schilddrüse versorgt sei.

Viele besorgte Jodallergiker haben deshalb bei der Deutschen SHG der Jodallergiker, Morbus Basedow- und Hyperthyreosekranken nachgefragt, was es damit auf sich habe und wie sie sich im Falle eines Super-Gaus verhalten könnten.

Die Jodblockade der Schilddrüse mit Jod-Tabletten ist nicht für jeden Bürger gedacht, schon gar nicht für Menschen mit bekannter oder unbekannter Jodallergie und Schilddrüsenerkrankungen, bei denen es durch eine hohe Jodzufuhr zu einem krisenhaften Zustand, genannt „thyreotoxische Krise“ kommen kann, wie es bei Überfunktion, Morbus Basedow, sogenannten Heißen Knoten und latenter Hyperthyreose der Fall sein kann.
Die thyreotoxische Krise verläuft laut Schilddrüsenspezialist Prof. Dr. med. Peter Pfannenstiel zu über 50 % tödlich.

Die schwerwiegenden Kontraindikationen, Unverträglichkeiten und Risiken der Jodblockade der Schilddrüse, die unbedingt beachtet werden müssen, und die die Einnahme von Jod-Tabletten absolut verbieten, werden u.a. im Handbuch für d. Katastrophenschutz (a.a.O., S.164) beschrieben.


Unverträglichkeiten und Risiken
Überempfindlichkeit gegenüber Jod: Personen mit echter Jodüberempfindlichkeit dürfen keine Jodtabletten einnehmen.“ (s. Handbuch für d. Katastrophenschutz, a.a.O., S. 156)

Echte Kontraindikationen sind:
„a) Dermatitis herpetiformis Duhring (selten; durch Jod pemphigusartiges Bild verstärkt, Magen-Darm-Erscheinungen treten häufig auf),
b) echte Jodallergie …
c) große Strumen mit beträchtlicher Einengung der Trachea;
d) unbehandelte autonome Adenome der Schilddrüse.

Die Patienten mit den beiden erstgenannten Krankheitsbildern sind im allgemeinen den betreffenden Hausärzten bekannt. Sie sind darauf aufmerksam zu machen, daß sie sich nicht an der Jodprophylaxe beteiligen dürfen.
Da das Ausmaß der Reaktionen im Einzelfall nicht vorhersehbar ist, muß das langfristige und unbestimmte Risiko einer Strahleneinwirkung auf die Schilddrüse als geringer eingeschätzt werden als die sofortigen und möglicherweisen schweren Folgen einer allergischen Reaktion.
Durch die Gabe von hohen Jodmengen kann eine Größenzunahme der Schilddrüse verursacht werden, die eine bereits bestehende höhergradige Trachealstenose“ (= „Einengung der Luftröhre“, s. Pschyrembel, 259. Aufl., 2002, S. 1675, Anm. d. Aut.) “verschlimmert.
Bei unbehandelten autonomen Adenomen besteht die Gefahr der Überproduktion von Schilddrüsenhormonen, schlimmstenfalls der Provozierung einer thyreotoxischen Krise“ (= krisenhafte Situation, über 50% tödl. Verlauf, Anm. d. Aut.). „Daher sollten auch diese Personen keine Jodtabletten einnehmen. …

Jodallergie:
In seltenen Fällen kann eine nicht bekannte Jodallergie bei Einnahme von Jodtabletten erstmals manifest werden. Dabei können allgemeine allergische Erscheinungen

und zusätzlich infolge vermehrter Schleimhautsekretionen Jucken und Brennen in den Augen, „Jodschnupfen“, Reizhusten, Durchfälle, Kopfschmerzen infolge Sinusitis u.ä. Symptome auftreten. Besonders bei vorbestehender Dermatitis herpetiformis Duhring sind lebensbedrohliche Reaktionen möglich, …“ (s. Handbuch für d. Katastrophenschutz, a.a.O., S. 164f.)

Jodierung der Lebensmittel als Langzeit-Katastrophenschutzmaßnahme?

Schon vor sechzehn Jahren befaßten sich Ärztekreise mit dem logistischen Problem der Verteilung von Jodtabletten im Ernstfall. Ich zitiere aus meinem öffentlichen Vortrag vom 4. April 2002 in Berlin-Kreuzberg:

„Der Bayerische Ärztetag hat am 13.10. 2001 (in Deggendorf) einen Antrag zur Jodversorgung der Bevölkerung beschlossen, aus dem ich wie folgt zitiere: „Der Bayerische Ärztetag hat beschlossen: Die Bayerische Ärztekamme appelliert an das Problembewußtsein der Ärzteschaft, für eine Verbesserung der Jodversorgung vor allem bei Kindern und Schwangeren zu sorgen … eine mit Jod ausreichend versorgte Schilddrüse“ nimmt „Weniger radioaktives Jod auf als eine „Jodmangel“- Schilddrüse … Bevorratung und Verteilung von Jod im Katastrophenfall ist nicht gelöst … Bevölkerung, Regierung und Kernkraftwerk-Betreiber müssen sich also auf einen großen kerntechnischen Unfall in Mitteleuropa vorbereiten … Die Einnahme einer massiven Jod-Dosis ist allerdings nicht unproblematisch. Sie ist kontraindiziert bei Menschen mit manifester oder latenter Hyperthyreose, Schilddrüsenadenomen und Jodüberempfindlichkeit. Deshalb sollte sich jeder rechtzeitig ärztlich beraten lassen, ob eine dieser Gegenanzeigen besteht und vorsorglich eine Risikoabwägung zwischen der Möglichkeit eines akuten Jodschadens … und eines strahlenbedingten Spätschadens … vornehmen.“ Zitat Ende.

Der 2001 von der Bayerischen Ärztekammer vorgebrachte Aspekt, daß eine generell - durch zusätzliches Jod in Lebens- und Futtermitteln – jodversorgte Schilddrüse eine gute Vorsorge im Falle eines Super-Gaus wäre, krankt daran, daß bei dieser ja tatsächlich seit Jahrzehnten bei uns praktizierten Maßnahme diejenigen Menschen, die aufgrund der genannten Kontraindikationen NICHT an der Jodblockade der Schilddrüse durch Einnahme von Jodtabletten teilnehmen dürfen, praktisch überhaupt keine Berücksichtigung finden. Im Gegenteil: diese Menschen werden, seitdem sie jodinduzierte Erkrankungen entwickelt haben, meiner Erfahrung nach von den politisch Verantwortlichen und oft auch in ihrer medizinischen Betreuung nahezu wie Luft behandelt.

Die extrem hohen Zahlen von jodinduzierten Erkrankungen im zweistelligen Millionenbereich (s. Die Jod-Lüge, a.a.O., S. 15) seit Einführung der sogenannten „generellen Jodsalzprophylaxe“ zeigen, wie viele Menschen durch diese Langzeit-Katastrophenmaßnahme bereits erkranken mußten – ohne daß der Ernstfall in Mitteleuropa eingetreten wäre.

Sie zeigen außerdem, daß man sich in den letzten drei Jahrzehnten - und ein Ende ist nicht abzusehen - offensichtlich für eine dauerhafte Katastrophenmaßnahme mit Jod und damit für die gravierenderen Jodschäden für die Bevölkerung entschieden hat. Ich wiederhole hier noch einmal das Zitat aus dem Handbuch für den Katastrophenschutz: „Die Patienten mit den beiden erstgenannten Krankheitsbildern sind im allgemeinen den betreffenden Hausärzten bekannt. Sie sind darauf aufmerksam zu machen, daß sie sich nicht an der Jodprophylaxe beteiligen dürfen.
Da das Ausmaß der Reaktionen im Einzelfall nicht vorhersehbar ist, muß das langfristige und unbestimmte Risiko einer Strahleneinwirkung auf die Schilddrüse als geringer eingeschätzt werden als die sofortigen und möglicherweisen schweren Folgen einer allergischen Reaktion.
Durch die Gabe von hohen Jodmengen kann eine Größenzunahme der Schilddrüse verursacht werden, die eine bereits bestehende höhergradige Trachealstenose“ (= „Einengung der Luftröhre“, s. Pschyrembel, 259. Aufl., 2002, S. 1675, Anm. d. Aut.) “verschlimmert.
Bei unbehandelten autonomen Adenomen besteht die Gefahr der Überproduktion von Schilddrüsenhormonen, schlimmstenfalls der Provozierung einer thyreotoxischen Krise“ (= krisenhafte Situation, über 50% tödl. Verlauf, Anm. d. Aut.). „Daher sollten auch diese Personen keine Jodtabletten einnehmen. …“.(a.a.O., S.164)


Literatur:
Ärztekammer Niedersachen (Hrsg.), Red.: Bose, H. Eberhard, Dr. med: Wegweiser Medizinische Katastrophenhilfe: Schwerpunkt ärztl. Hilfe bei Großunfällen u. zivilen Katastrophen; Handbuch für d. Katastrophenschutz, 1982.
Pfannenstiel, Peter/ Schwarz, Werner: Nichts Gutes im Schilde. Stuttgart 1994.
Braunschweig-Pauli, Dagmar: Öffentlicher Vortrag „Krank durch Jod. Ein Jahrhundertirrtum?“, Berlin, Forum Berufsbildung e.V., am 4. April 2002.
Braunschweig-Pauli, Dagmar: „Die Jod-Lüge. Das Märchen vom gesunden Jod. Das Lexikon der Jodkrankheiten“, Herbig-Verlag München, 6. Aufl.2013.

Copyright by Dagmar Braunschweig-Pauli M. A., 2. September 2017